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Adrien Tambay

Adrien Tambay ist ein französischer Rennfahrer, der in der DTM für Audi an den Start geht. Wir stellen Ihnen den schnellen Nachwuchsmann genauer vor.

Adrien Tambay hat 2012 den Sprung auf die große Motorsport-Bühne geschafft. Mit dem DTM-Einstieg bei Audi bietet sich für den Franzosen eine große Chance. Dabei hatte es in der Karriere des gebürtigen Parisers lange nicht danach ausgesehen, als könne er sich in der Spitze der Rennsportwelt festsetzen.

Schon im Alter von fünf Jahren wagte der Sohn von Formel 1-Pilot Patrick Tambay (114 GP Rennen) erste "Gehversuche" auf vier Rädern. Die Kartzeit sollte erst mit 20 Jahren beendet sein. 2007 ging es in die Formel BMW. Als Vierter wurde der Franzose bester Rookie des Jahres. Mit weiteren guten Ergebnissen 2008 in der BMW-Nachwuchsserie empfahl sich Tambay für weitere Aufgaben.

Tambay enttäuscht in der Formel 3

Doch der weitere Weg war steinig. In der Formel 3 Euroserie kam das Talent nie richtig in Schwung. Obwohl er beim Meisterteam ART an den Start ging, blieb er in 16 Rennen ohne Punkte. Teamkollege Jules Bianchi wurde Meister. Schlagzeilen schrieb Tambay nur, als er beim Fußballspielen stürzte und sich eine Gehirnerschütterung erlitt.

2010 suchte Tambay sein Heil in der Auto GP-Serie, wo es von Anfang an deutlich besser lief. Der Nachwuchsmann gewann wieder Rennen. Am Ende stand immerhin Rang sechs. 2011 versuchte er dieses Ergebnis zu verbessern, was mit Rang vier auch einigermaßen gelang. Neben der Auto GP sammelte der Mann mit dem berühmten Namen auch erste Erfahrung in der Formel Renault 3.5 und in der FIA GT3 Serie.

Neben den Formel-Auftritten nahm Tambay 2011 auch in einem Citroën an der Rallye Monte Carlo teil, die er auf einem beachtlichen 18. Platz beendete. Weiter Drifterfahrung sammelte der Franzose bei einem Eisrennen der Trophee Andros in einem BMW-Renner.

Tambay steigt 2012 bei Audi in die DTM ein

Ob es am Ende das reine Talent oder auch die Strahlkraft des berühmten Vaters war, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall wurde Adrien Tambay nach der Saison von Audi zur Nachwuchssichtung eingeladen. Nach mehreren Ausscheidungsrunden setzte sich der Pilot, der fließend französisch, englisch und italienisch spricht, gegen seine Konkurrenten durch.

Der Lohn war ein DTM-Cockpit für die Saison 2012 und ein Platz im Audi Werkskader. Doch der Einstieg in die höchste Tourenwagen-Liga war steinig. In den ersten sechs Rennen verfehlte Tambay jeweils deutlich die Punkte. Doch dann riss der Franzose das Rude doch noch herum. Ein fünfter Platz in Zandvoort und Rang zwei in Valencia reichten für Platz zehn in der Endabrechnung. Damit war Tambay immerhin viertbester Audi-Pilot.

Damit sicherte sich der Mann mit dem großen Namen auch 2013 wieder ein Cockpit im Audi Abt-Werksteam. So richtig überzeugen konnte er aber auch in seiner zweiten Saison nicht. Erst in der zweiten Hälfte kam der Franzose in Schwung - mit immerhin 4 Punkteplätzen in den letzten 5 Rennen. Rang 14 konnte Tambay aber nicht zufriedenstellen.

2014 trat er erneut mit Audi an. Kam endlich der Durchbruch? Nein, wieder landete Tambay auf Gesamtrang 14. Dabei hatte die Saison mit einem Podiumsplatz gut begonnen. Zwei Ausfälle musste er hinnehmen und drei Mal fuhr er ohne Punkte nach Hause. 36 Punkte standen nach dem Saisonfinale in Hockenheim auf Tambays Habenseite.

(Stand: 04/2015)