Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Andy Priaulx

Andy Priaulx ist ein britischer Rennfahrer, der seit der Saison 2012 für BMW in der DTM an den Start geht. Wir stellen Ihnen den dreifachen Tourenwagen-Weltmeister genauer vor.

Andy Priaulx galt lange als einer der besten Tourenwagen-Piloten der Welt. Doch vor dem BMW-Comeback in die DTM im Jahr 2012 war der Brite noch kein gewohntes Gesicht bei den deutschen Rennfans. Seine größten Erfolge feierte Priaulx nämlich in der wenig populären WTCC.

Der Aufstieg von achtjährigen Kart-Junior zum dreifachen Tourenwagen-Weltmeister verlief für den Engländer über einige Umwege. Nachdem Priaulx zunächst kurz mit einer Karriere als Powerboot-Fahrer geliebäugelt hatte, fand der Speed-Junkie 1995 doch noch den Weg zurück vom Wasser auf vier Räder. Bei den Bergrennen der Britischen Hillclimb-Meisterschaft sammelte der Mann von der Insel Guernsay erste Rennerfahrung.

Formel-Karriere ohne große Highlights

Die ersten Kilometer auf der Rundstrecke sammelte das Talent anschließend in der britischen Formel Renault, bevor er 1998 in die Formel Spider wechselte. Hier gab es auch den ersten größeren Titel. Doch bei seinen anschließenden eher mäßigen Auftritten in der britischen Formel 3 in den Jahren 2000 und 2001 konnte man die große Karriere von Priaulx noch nicht erahnen.

Also wechselte der Engländer im Alter von 28 Jahren noch einmal die Disziplin. In einem Vauxhall-Tourenwagen startete Priaulx 2001 erstmals in der britischen Tourenwagen-Meisterschaft (BTCC). Der Durchbruch kam aber erst 2002 in einem Honda, als er den ersten Sieg einfuhr.

Priaulx wird BMW-Werkspilot

Der unerwartete Aufstieg weckte das Interesse von BMW-Rennstallbesitzer Bart Mampay, der ihn 2003 für sein Tourenwagen-Programm in der europäischen Tourenwagen-Meisterschaft (ETCC) verpflichtete. Nach einem dritten Gesamtrang im ersten Jahr für die RBM-Mannschaft folgte 2004 endlich der erste große Titel in der ETCC. Parallel dazu absolvierte Priaulx auch einige Gaststarts in der australischen V8 Supercar-Serie.

Der Brite hatte endlich seine Heimat gefunden und dominierte die Szene. Mit Rennen außerhalb Europas wurde die ETCC ein Jahr darauf zur WTCC, der Champion durfte sich am Jahresende Weltmeister nennen. Und dieses Kunststück gelang Priaulx in den Jahren 2005, 2006 und 2007 gleich drei Mal hintereinander. Als Belohnung gab es von der Queen 2008 den Orden "Member of the British Empire" (MBE).

Die Erfolge in der WTCC konnte der BMW-Werksfahrer anschließend aber nicht mehr wiederholen. 2008, 2009 und 2010 landete er jeweils auf Rang vier der Fahrerwertung. Nach dem Ausstieg BMWs aus der WTCC wurde der Tourenwagen-Routinier Ende 2010 in das neue Sportwagen-Programm gesteckt. Zweimal startete er in Le Mans. Als bestes Ergebnis stand hier 2011 ein dritter Platz in der GTE Pro-Wertung.

Priaulx steigt mit 38 Jahren in die DTM ein

Kurz darauf verkündete BMW das Comeback in die DTM. Trotz seines hohen Alters von mittlerweile 38 Jahren war Priaulx zusammen mit seinem langjährigen BMW-Kollegen Augusto Farfus der erste Pilot, den die Bayern für das neue Programm verpflichteten. Zusammen mit dem Brasilianer ging Priaulx in einem M3 des RBM-Teams von Bart Mampay an den Start.

Doch im Vergleich zu seinem Teamkollegen, der drei Podiumsplätze und einen Sieg einfahren konnte, kam Priaulx nicht so gut zurecht. Am Ende sprangen in zehn Rennen nur vier Top Ten-Plätze heraus. In der Endabrechnung kam der erfolgsverwöhnte Brite auf Rang 13. Vor der Saison 2013 mischte BMW seine Aufstellung noch einmal durch und versetzte Priaulx von RBM zum RMG-Team. Dort versucht er an der Seite von Martin Tomczyk doch noch den Durchbruch in der DTM zu schaffen.

Augusto Farfus im Profil BMW-Titelaspirant: Tollpatsch oder Genie?