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Augusto Farfus

Augusto Farfus ist ein brasilianischer Rennfahrer, der in der DTM für BMW an den Start geht. Wir stellen Ihnen den Werksfahrer der Bayern genauer vor.

Augusto Farfus dos Santos Junior - so der komplette Name - begann seine Motorsport-Laufbahn schon im Alter von sieben Jahren. Dabei fuhr der spätere Tourenwagen-Spezialist zunächst nicht auf vier sondern auf zwei Rädern. Den ersten Junior-Titel sammelte der kleine Farfus 1991 auf einem Mini-Bike, bevor er seine Laufbahn im Kart fortsetzte.

Nach den ersten Meistertiteln in Brasilien ging es über den Umweg USA in die europäischen Kart-Serien. Überall konnte das Nachwuchstalent aus Curitiba die Experten und die Konkurrenz beeindrucken. Und so feierte der Junior schon im Alter von 17 Jahren sein Debüt im Formel-Bereich.

Berühmte Teamkollegen von Farfus

Zusammen mit Teamkollege Felipe Massa fuhr Farfus 2000 in der italienischen Formel Renault. Allerdings war der spätere Ferrari-Pilot damals deutlich schneller. 2001 wechselte Farfus in den Formel Renault Eurocup, wo er auf Anhieb Meister wurde. Dabei stellte er unter anderem auch seinen neuen Teamkollegen Robert Kubica in den Schatten.

2002 folgte wieder ein Wechsel. Nach einem Lehrjahr in der Euro Formel 3000 gab es auch hier in der zweiten Saison einen Titel zu feiern. Farfus hatte bewiesen, dass er im Alter von 20 Jahren reif für höhere Aufgaben ist.

Wechsel in den Tourenwagensport

Vor der Saison 2004 wechselte er schließlich vom Formel-Rennwagen in die Tourenwagen-Europameisterschaft (ETCC). Mit dem Dach über dem Kopf - einem Alfa Romeo 156 - kam Farfus direkt gut zurecht und landete im ersten Jahr auf Rang sechs. Meister wurde damals übrigens der Brite Andy Priaulx, der später bei BMW zu einem ständigen Begleiter für Farfus wurde.

Vor dem Wechsel zu den Bayern gab es aber noch zwei Saisons im Alfa. Die ETCC fuhr mittlerweile auch außerhalb Europas und wurde damit zur Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC). 2005 wurde Farfus Vierter in der Fahrerwertung, 2006 landete er als bester Alfa-Pilot auf Rang drei.

Farfus seit 2007 Werksfahrer bei BMW

2007 folgte schließlich der bereits erwähnte Wechsel zu BMW. Doch auch mit dem neuen 3er konnte Farfus nicht verhindern, dass Priaulx seinen vierten Titel - einmal Europameister, drei Mal Weltmeister - in Folge gewann. Immerhin wurde Farfus Vierter. Als Belohnung gab es am Saisonende eine Testfahrt im BMW Sauber Formel 1-Auto.

In der WTCC lief es anschließend aber nicht mehr besonders erfolgreich. Gegen die übermächtigen Seats hatte BMW schlechte Karten. 2009 wurde Farfus mit sechs Siegen immerhin bester Pilot des bayerischen Werkskaders. Doch nach und nach zog sich der Hersteller aus dem Tourenwagensport heraus und wechselte in die Sportwagen-Liga.

Werkspilot Farfus wurde natürlich für das neue GT-Programm eingespannt und startete 2010 erstmals bei den 24 Stunden von Le Mans und in der American Le Mans Serie (ALMS). Den größten Sportwagen-Erfolg feierte Farfus aber mit dem Gewinn des 24h-Rennens auf der Nürburgring-Nordschleife in der Saison 2010.

Farfus steigt mit BMW in die DTM ein

In der Saison 2011, in der Farfus neben der ALMS auch einen Gastauftritt in der australischen V8 Supercars-Serie absolvierte, verkündete BMW sein Comeback in der DTM. Bei der Präsentation in München wurde der Brasilianer neben seinem langjährigen Markenkollegen Priaulx als erste Piloten für das neue Tourenwagen-Projekt vorgestellt.

Im RBM-Team von Bart Mampaey kam der Brasilianer schnell auf Touren. Im zweiten Saisonlauf stand Farfus zum ersten Mal auf dem Podium. Beim vorletzten Saisonlauf in Valencia feierte er sogar den Sieg. Wegen einiger schlechten Wochenenden zwischendrin blieb am Ende nur der siebte Platz in der Fahrerwertung - immerhin wurde Farfus zweitbester BMW-Pilot.

Nach der Erfahrung aus der Rookie-Saison und dem Erfolg von Markenkollege Spengler waren die Ziele für die zweite DTM-Saison höher. Wieder mit dem Team RBM am Start konnte der Brasilianer 2013 gleich mehrere Achtungserfolge einfahren. 3 Siegen - zum Auftakt in Hockenheim, in Oschersleben und in Zandvoort - standen allerdings auch 4 Nullrunden gegenüber. Diese Inkonstanz kostete am Ende den Titel. Mit Rang 2 hinter Rockenfeller konnte sich Farfus aber immerhin als BMW-Speerspitze etablieren.

2014 ging Farfus mit RBM in die dritte gemeinsame Saison. Der Erfolg blieb aus. Ein zweiter Platz in Österreich war das beste Ergebnis des Brasilianers. Da hatte er sich mehr erhofft, das gab er selbst offen zu. Mit 39 Punkten landete er auf Platz 13.

In dieser Saison muss vom Südamerikaner mehr kommen. Er geht wieder mit dem BMW Team RBM an den Start.

(Stand: 04/2015)

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