Die Bedienzeiten wurden für jede Aufgabe drei Mal gestoppt. Zunächst galt es, unvorbereitet und ohne Blick in die Bedienungsanleitung loszulegen - ein klassisches Mietwagen-Szenario. Danach konnten sich die Tester mit dem System vertraut machen und nochmals messen.
Komplizierte Systeme verlangsamen die Fahrt
Die dritte Zeitnahme erfolgte während der Fahrt. Hierfür war ein enger Parcours mit Pylonen abgesteckt, die nicht umgefahren werden durften. Ein Testredakteur auf der Rückbank benotete nicht nur die Spurtreue, sondern auch Blickablenkung und Fehleingaben. Obwohl nur selten Pylonen fielen, ließen sich große Unterschiede beim Fahren ausmachen, da die Tester bei komplizierten Systemen immer langsamer wurden. Abschließend hatten die Hobby-Tester die Möglichkeit, sämtliche Bediensysteme in Kategorien wie Erlernbarkeit, Menülogik oder Erreichbarkeit der Knöpfe mit Schulnoten von eins bis sechs zu bewerten.
Nicht alle Testwagen waren mit Sprachbedienung ausgestattet
Da nicht alle Testwagen mit Sprachbedienung ausgestattet waren, gingen die Systeme nicht in die Wertung ein. Soweit vorhanden wurden sie jedoch ausgiebig ausprobiert. Gute Systeme wie die von Audi, BMW, Mercedes und VW nahmen die Tester während der Fahrt als Sicherheitsgewinn wahr, da die Augen des Fahrers auf der Straße bleiben können. Als wenig hilfreich wurde die Spracherkennung von Citroën und Lexus empfunden, da sie nur wenige, simple Befehle beherrschen - ausgerechnet Navigationsadressen gehören nicht dazu.
Den besten Eindruck hinterließen die Systeme von BMW und VW, die auf unnötige Zwischenschritte verzichten und damit in Sachen Geschwindigkeit sogar iDrive und Touchscreen unterbieten. Audi und Mercedes lassen sich hingegen manuell schneller bedienen.


