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Bruno Senna

Bruno Senna Foto: Bruno Senna

2010 kehrte der Name Senna in die Formel 1 zurück. Bruno Senna versucht seitdem in die Fußstapfen seines berühmten Onkels Ayrton zu treten. Allerdings macht der „neue Senna“ auch klar, dass er eine eigenständige Person ist.

Mit dem Namen Senna kommt man kaum um eine Karriere im Motorsport herum. Der Name kann viele Türen öffnen, gleichzeitig ist es auch ein Bürde. Wegen des Unfalltods seines berühmten Onkels 1994 verzichtete Bruno Senna lange auf Motorsport. Erst im Alter von 20 Jahren juckte es den Brasilianer dann doch.

Dabei schlug er den gleichen Weg ein wie sein Onkel. Ohne jemals ein Rennen in Brasilien gefahren zu sein ging er nach England. Ohne die üblichen jahrelangen Kart-Lehrjahre versuchte Senna sein Glück zunächst in der Formel BMW. Den Platz im Cockpit verschaffte ihm Gerhard Berger, der ein langjähriger Freund der Familie ist. Nach beachtlichen Leistungen entschied sich Senna schließlich die Rennfahrerkarriere professionell anzugehen und 2004 in der britischen Formel 3-Serie anzutreten.

Bruno Senna lernt schnell

Mit einem zehnten Gesamtrang, mehreren Podiumsplätzen und einem zweiten Platz beim berühmten Macao-Saisonfinale konnte Senna auch Kritiker schnell von seiner Rennreife überzeugen. Nach zwei weiteren Jahren in der britischen Formel 3, in der Senna auch Schwächeperioden durchlief, wechselte er schließlich 2007 in die Formel 1-Nachwuchsserie GP2.

Schon am zweiten Rennen fuhr er für sein Arden-Team einen Sieg ein. Allerdings sollte dem anfänglichen Höhenflug kein Erfolg in der Premierensaison mehr folgen. Senna musste sich mit Rang acht in der Gesamtwertung begnügen. Noch mehr Aufsehen als sein erster Sieg erregte der zweite: 2007 gewann der Neffe dort wo sein Onkel die größten Erfolge feierte - in Monaco. Am Ende der Saison musste er sich nur dem Italiener Giorgio Pantano geschlagen geben. Senna war bereit für den Schritt in die Formel 1.

Erste Formel 1-Tests für Honda

Doch so schnell sollte es nicht gehen. Mehr als Testfahrten für das Honda-Team sprangen nicht heraus. Zwar verhandelte Senna mit Honda-Nachfolger Brawn, doch der Rennstall entschied sich schließlich für den erfahrenen Rubens Barrichello. Wie die Formel 1-Saison 2009 zeigen sollte, verpasste Senna das Weltmeisterauto nur knapp.

Auch mit der DTM wurde es schließlich nichts, obwohl Senna nicht nur intensiv mit Mercedes verhandelte sondern sogar zu Testfahrten eingeladen. Statt Formel 1 und DTM fuhr der Youngster 2009 schließlich in der Le Mans-Serie für das Team Oreca. Obwohl sich der sympathische Brasilianer hier nicht sonderlich mit Ruhm beckleckern konnte, sicherte sich der spanische Formel 1-Neuling Hispania Ende des Jahres seine Dienste.

Doch die erste Saison für den Rookie verlief enttäuschend. Der neue Formel 1-Rennstall kämpfte von Beginn an ums Überleben. Senna musste die Tests auslassen und wurde in Bahrain ins kalte Wasser gestoßen. Mit vielen technischen Defekten und dem nicht konkurrenzfähigen Auto hatten die Fahrer keine Chance ihr Potenzial zu zeigen.

Für Senna war klar, dass er 2011 woanders unterkommen musste. Da die besten Cockpits schnell besetzt waren, gab er sich mit dem Job als dritter Fahrer bei Lotus-Renault ab. Als Stammkraft Robert Kubica nach einem Rallye-Crash ausfiel, beförderte die Teamleitung allerdings zunächst Nick Heidfeld zum Stammpiloten. Erst nach der Sommerpause durfte Bruno Senna ins Cockpit. Beim zweiten Einsatz in Italien gab es dann auch endlich die ersten WM-Punkte.

Bis zum Ende der Saison ließ es der Brasilianer allerdings an Konstanz vermissen. Top Ten-Ergebnisse gab es keine mehr. Umso überraschender kam im Januar die Meldung von der Verpflichtung durch Williams. Beim Traditionsrennstall aus Grove, bei dem schon Onkel Ayrton gefahren ist, will Senna Junior nun endlich sein Potenzial zeigen.

(Stand: 01/2012)

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