Im deutschen Bußgeldkatalog sind die Richtlinien für Verwarnungen, Geldbußen, aber auch Anordnungen für Fahrverbote im Straßenverkehr aufgelistet. Der Bußgeldkatalog gilt bundeseinheitlich, es kann jedoch in den einzelnen Bundesländern Abweichungen geben.
Zuletzt wurde der Bußgeldkatalog Anfang 2009 vom Bundesverkehrsministerium überarbeitet und verschärft. So sind aufgrund der Unfallzahlen die Bußgelder unter anderem für Tempoübertretungen, gefährliche Überholvorgänge oder Abstand-Unterschreitungen massiv erhöht worden.
Im Bußgeldkatalog sind die Tarife für Ordnungswidrigkeiten oder Verwarnungen der einzelnen Verkehrsverstöße enthalten. Bußgelder bis 35 Euro ziehen keinen Eintrag in das Verkehrszentralregister in Flensburg nach sich. Ab 40 Euro Bußgeld erhält der Fahrer oder Halter eines Fahrzeugs je nach Verkehrsvergehen ein bis vier Punkte. In Kombination mit dem Eintrag in die Punkte-Kartei des KBA können auch Fahrverbote zwischen einem und drei Monaten ausgesprochen werden.
9. Februar 2012 – Das Punktesystem für Verkehrssünder soll nach Medienangaben im kommenden Jahr völlig umgebaut werden. Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) plane eine radikale Vereinfachung des bisherigen Systems.
11. Oktober 2011 – Vom einst dubiosen Zubehör für Vollgas-Fanatiker sind Radarwarner inzwischen zum Bestandteil vieler Navigationssysteme geworden. Verboten sind sie jedoch weiterhin.
4. Oktober 2011 – Mehr als drei Viertel der Deutschen wollen ein absolutes Alkoholverbot am Steuer. Frauen sind stärker dafür als Männer. Das geht aus einer repräsentativen Emnid-Umfrage hervor.
27. September 2011 – Ein völliges Alkoholverbot am Steuer könnte nach Vorstellung des Europaparlaments dazu beitragen, die Zahl der Verkehrstoten in Europa zu senken.
6. Juli 2011 – Autofahrer müssen bei Verkehrsverstößen im Ausland künftig mit einem Knöllchen im Briefkasten rechnen. Das EU-Parlament stimmte für die Versendung von Strafzetteln über die Grenzen hinweg.
30. Juni 2011 – Auch bei geringen Verkehrsverstößen im Ausland müssen sich Autofahrer künftig auf ein Bußgeld einstellen - das ihnen an ihre Heimatadresse zugeschickt wird.
29. April 2011 – Im Bundesverkehrsministerium gibt es nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung Überlegungen zu einer Reform der Flensburger Verkehrssünderkartei.