Carlos Ghosn, Chairman (Vorstandsvorsitzender) und Chief Executive Officer von Renault, wurde 1954 in Porto-Velho, Brasilien, geboren. Aufgewachsen ist Ghosn im Libanon. Ghosn studierte an der Ecole Polytechnique und der Ecole des Mines in Paris.
Seine berufliche Laufbahn begann 1978 bei dem Reifenhersteller Michelin mit der Werksleitung in le Puy. 1984 übernahm er die Leitung der Forschung und Entwicklung für Landwirtschaftsreifen. 1985 kehrte er in sein Geburtsland Brasilien als COO der dortigen Michelin Tochter zurück. 1990 wurde Carlos Ghosn CEO von Michelin in den USA. 1996 erfolgte der Wechsel zu Renault. Dort übernahm er zunächst die Verantwortung für Forschung, Entwicklung, Produktion, Antriebstechnik und Einkauf. Im Juni 1999 übernahm er als COO, ab 2001 als Präsident und CEO, die Verantwortung für Nissan. Im Mai 2005 übernahm er zusätzlich den Vorstandsvorsitz des Renault Konzerns.
14. März 2011 – Die französische Staatsanwaltschaft hat sich von der These der Industriespionage verabschiedet und geht nun von einer Betrugsaffäre aus. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Montag (14.3.) mit.
14. Januar 2011 – Im Industriespionagefall beim französischen Autobauer Renault geht es in die nächste Runde. Der Konzern reichte am Donnerstag (13.1.) eine Anzeige gegen unbekannt bei der Pariser Staatsanwaltschaft ein.
7. Januar 2011 – Renault wird von einer brisanten Spionage-Affäre erschüttert. Ranghohe Mitarbeiter des Unternehmens sollen geheime Informationen über das Elektroauto-Programm weitergegeben haben.
7. Januar 2011 – Renault verdächtigt chinesische Konkurrenz der Industriespionage. Der französische Geheimdienst ermittle ebenfalls in dieser Richtung, berichtete die Zeitung "Le Figaro" unter Berufung auf Unternehmenskreise am Freitag (7.1.). Renault bestätigte dies zunächst nicht.
12. Mai 2010 – Nissan ist im abgelaufenen Geschäftsjahr dank Kostenkürzungen in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Bündnispartner von Daimler und Renault verbuchte zum Bilanzstichtag 31. März unter dem Strich einen Gewinn von 42,4 Milliarden Yen (320 Millionen Euro).
3. Mai 2010 – Renault-Chef Carlos Ghosn wird auch in den nächsten vier Jahren die Geschicke des französischen Autobauers lenken. Mit 83,87 Prozent haben die Aktionäre auf der Hauptversammlung des Konzerns am Freitag in Paris den 56-Jährigen in seinem Amt bestätigt.
22. April 2010 – Der französische Autobauer Renault hat auch Interesse an einer Kooperation mit Daimler bei Luxusfahrzeugen. Eine Zusammenarbeit in der Oberklasse sei noch nicht verkündet, sagte Konzernchef Carlos Ghosn dem "Nouvel Observateur".
7. April 2010 – Daimler und Renault-Nissan erwarten von ihrer neuen Partnerschaft Einsparungen und zusätzliches Umsatzpotenzial in Milliardenhöhe. Außerdem werde sich die neue Allianz positiv auf die Beschäftigung auswirken. Bestehende Kooperationen würden dadurch nicht berührt.
26. März 2010 – Renault drückt beim geplanten strategischen Bündnis mit Daimler aufs Tempo. Bereits am 6. April solle der Renault-Verwaltungsrat auf einer Sondersitzung über das Ausmaß der Kooperation und eine Kapitalverflechtung beraten.
17. März 2010 – Renault und Nissan haben in Indien ihr erstes gemeinsames Werk für die Weltmarktproduktion eröffnet. Am Standort Chennai an der Ostküste können nach Angaben der französisch-japanischen Allianz künftig bis zu 400.000 Fahrzeuge im Jahr gebaut werden.