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Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo ist ein australischer Rennfahrer, der in der Formel 1 für Red Bull an den Start geht. In unserem Porträt stellen wir Ihnen den sympathischen Piloten aus Down Under näher vor.

Daniel Ricciardo begann sich erst im Alter von 9 Jahren für den Kartsport zu interessieren. Schnell machte das Talent Fortschritte und nur 7 Jahre (2005) später saß er erstmals in einem Auto der australischen Formel Ford. Über die asiatische Formel BMW ging es schließlich nach Europa in die italienische Formel Renault.

Daniel Ricciardos Weg in die Formel 1

Mit dem zweiten Platz in der Formel Renault Euroserie 2008 sorgte Ricciardo erstmals international für Aufsehen. Damit bekam er ein Cockpit in der englischen Formel 3, wo er 2009 Meister wurde. Auch Red Bull wurde auf das Talent aus Down Under schnell aufmerksam und nahm ihn in seinen Junior-Kader auf. Schon früh durfte Ricciardo bei den beiden Red Bull-Formel 1-Teams reinschnuppern und von Vettel & Co. lernen.

Im Rahmen der Young Drivers Days im Dezember 2009 gab der Mann aus Perth dann endlich auch sein Formel 1-Debüt auf der Strecke. Mit über einer Sekunde Vorsprung vor den anderen Talenten sicherte sich Ricciardo die Testbestzeit in Jerez. Daraufhin wurde er zum offiziellen Testfahrer von Red Bull befördert. Parallel fuhr der Youngster noch die Saison 2010 in der Renault World Series, die er als Vizemeister abschloss.

Formel 1-Debüt mit Hispania 2011

Anfang 2011 wurde es für Red Bull Zeit, den sympathischen Lockenkopf auf die Formel 1-Karriere vorzubereiten. Red Bull-Berater Helmut Marko ordnete deshalb an, dass Ricciardo im Rahmen der Grand Prix-Wochenenden Kilometer sammeln soll. Für das Schwesterteam Toro Rosso sollte Ricciardo immer Freitags das erste Freie Training bestreiten.

Doch kurz vor der Sommerpause war Schluss mit Testen. Rennerfahrung war endlich gefragt. Also organisierte die Red Bull-Führung einen Deal mit Hispania, der Ricciardo zum Stammfahrer machte. In Silverstone gab er schließlich sein Grand Prix-Debüt für das spanischen Team. Mit unterlegenem Material blieb das Talent aus Down Under in 11 Rennen ohne Punkte.

Beförderung zum Stammfahrer bei Toro Rosso

Dennoch war Red Bull von Ricciardos Qualitäten überzeugt. In der Winterpause beförderte man den Youngster offiziell zum Stammfahrer bei Toro Rosso. Beim Debüt in Australien schien der Lokalmatador das Vertrauen zurückzuzahlen. Platz 9 im ersten Rennen und direkt die beiden ersten WM-Punkte. Das nächste Highlight folgte beim vierten WM-Lauf in Bahrain. Mit Startplatz 6 feierte er sein bis dato bestes Qualifying-Ergebnis.

Leider konnte Ricciardo die guten Startpositionen nur selten in Punkteplätze ummünzen. Das Trainingsduell gegen Teamkollege Jean-Eric Vergne dominierte der Mann aus Perth nach Belieben. Doch im Rennen konnte der Franzose den Spieß oft umdrehen. So ging das Duell in der WM-Wertung mit 10:16 verloren. Mit Platz 18 blieb Ricciardo unter den Erwartungen.

Obwohl auch 2013 die großen Highlights fehlten - 20 Punkte, WM-Platz 14 - wurde es ein gutes Jahr für Ricciardo. Landsmann Mark Webber hatte bei Red Bull seinen Abschied verkündet. Die Wahl für seine Nachfolge fiel auf den schnellen Lockenkopf. Als neuer Teamkollege von Sebastian Vettel stand Ricciardo 2014 direkt im Rampenlicht. Er sollte das Vertrauen seiner Bosse nicht enttäuschen.

Von Saisonbeginn an setzte Ricciardo immer wieder Nadelstiche gegen Vettel. Der Neuling im Team ließ sich auch durch eine nachträgliche Disqualifikation beim Heimspiel in Melbourne nicht aus der Ruhe bringen. Beim 5. Saisonlauf in Spanien feierte er schließlich sein erstes Podium. Nur 2 Rennen später in Montreal war auch der erste Sieg fällig.

Insgesamt triumphierte Ricciardo 2014 3 Mal gegen die überlegenen Silberpfeile. In der WM-Wertung fuhr er hinter Hamilton und Rosberg souverän auf Rang 3. Teamkollege Vettel ließ er sowohl im Quali-Duell als auch im Fahrerklassement keine Chance. Der Heppenheimer verabschiedete sich danach zu Ferrari.

2015 musste sich Ricciardo mit Daniil Kvyat als neuem Teamkollegen herumschlagen. Viel mehr Probleme bereiteten dem neuen Nummer 1-Fahrer im Team aber die Technik. Der Renault-Motor konnte nun endgültig nicht mehr mit Mercedes und Ferrari mithalten. Die Technik erwies sich zudem als unzuverlässig. Nur auf kurvigen Strecken oder bei Regen konnte Red Bull glänzen. Außer in Ungarn und Singapur ging es für Ricciardo aber nicht mehr aufs Podium. Am Ende landete er sogar knapp von Kvyat geschlagen auf Rang 8 in der Fahrerwertung.

(Stand: 01/2016)

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