Dacia Duster Dauertest-Notizen: Gravierende Defekte nach kurzer Zeit

Dacia Duster Dauertest, Front

Das kann ja noch heiter werden: Nach gerade mal einem Drittel der Dauertest-Distanz fiel der Dacia Duster bereits zweifach mit gravierenden Defekten aus.

Darf man einem Dacia Duster unsauber verlegte Teppiche mit Blick aufs Bodenblech vorwerfen? Ist angesichts von 11.990 Euro Startpreis eine ungenaue Tankuhr oder die unbequeme Rückbank der Rede wert? Kaum, denn immerhin erfüllt der Dacia Duster Neuwagenträume zu Tarifen von Kiesplatz- und Fähnchenhändlern.

Mit seiner hohen Sitzposition, dem geräumigen und variablen Innenraum sowie robuster Kunststoffbeplankung bietet der uneitle Dacia Duster zudem exakt die gleichen Vorteile wie seine doppelt und dreifach so teuren SUV-Kollegen. Kein Wunder, dass er sich seit seinem Dienstantritt im November 2010 großer Beliebtheit in der Redaktion erfreut.

Erster Schaden beim Dacia Duster nach 23.000 Kilometern

Zuverlässigkeit darf hingegen schon erwartet werden, schließlich sind die Rumänen angetreten, um mit ausgereifter Renault-Technik von gestern das Preisgefüge von heute durchzuschütteln. Und genau da hakt es gewaltig, fiel doch bereits nach 23.000 Kilometern das Getriebe des Dacia Duster durch heftige Kratzgeräusche auf. Da sich beim Zerlegen Metallspäne im Inneren fanden, musste eine neue Schaltung her, die jedoch erst nach einer Woche geliefert wurde.

Nur 7.000 Kilometer später ließ ein großer Ölfleck unter dem Dacia Duster nichts Gutes erahnen. Eine undichte Ölzuleitung für den Turbolader war als Ursache schnell gefunden. Da das Ersatzteil ebenfalls nicht aufgetrieben werden konnte, wurde kurzerhand ein Neuwagen ausgebeint.

Da sich angesichts der Defekte am Dacia Duster die Frage stellt, ob wir ein Montagsauto erwischt haben oder Dacia unter Qualitätsproblemen leidet, freut sich die Redaktion auf Erfahrungsberichte von Duster-Fahrern.

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Dirk Gulde

Autor:

auto motor und sport, Heft 23 / 2011

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