Hier können Sie sich einloggen oder registrieren.
F�hrerschein-Spezial

Dacia Logan MCV 1.5 dCi: 100.000 Kilometer im Dauertest

Über 100 000 Kilometer - so weit wie zweieinhalb Mal um die Erde - musste der rumänische Dacia Logan beweisen, wie problemlos und überzeugend das Discountangebot im Alltag ist.

Bilder
‹ zurück Bild 1 von 17 weiter ›
Foto: Reinhard Schmid

Über 100.000 km musste der Dacia Logan MCV 1.5 dCi für den Dauertest zurücklegen.

Über 100.000 km musste der Dacia Logan MCV 1.5 dCi für den Dauertest zurücklegen.

Als Erstes lüften wir das Geheimnis, warum der Dacia Logan MCV nach 100.000 Kilometern innen und außen fast noch wie neu aussieht: Es liegt daran, dass sich das Hartplastik, welches sein nüchternes Interieur formt, nicht abnutzt, und sein Karosseriedesign auffallende Schönheit - die ja als vergänglich gilt - vermeidet.

Mehr zum Thema
Ford S-Max
Ford S-Max 100.000 Kilometer im Dauertest
Dacia Logan MCV Großer Kombi für kleines Geld
Dacia Logan MCV Preiswertes Raumschiff
Dacia Logan MCV 75 bis 105 PS ab 8.500 Euro
Schlagworte

Dauertestbeginn für den Dacia Logan MCV

Um Schönheit geht es auch nicht, als der MCV den Dauertest im Februar 2007 startet. Sondern um die Frage, wie es das Billigauto über die lange Distanz schafft. Billig ist es aber nur nach dem Basispreis von 8.400 Euro - heute sind es 100 mehr. Weil der Kombi dann aber nicht mal eine Servolenkung hat, steigt die Summe für den Testwagen durch die Wahl der Ausstattungsvariante Laureate im Verbund mit dem 68-PS-Turbodiesel und Extras wie der dritten Sitzreihe, Radio/CD, Klimaanlage, Aluräder und Metallic auf 15.000 Euro.(Der Dacia Logan im Einzeltest)

Wer mag, kann ausrechnen, wie viel das früher war. Es ändert aber nichts daran, dass es zu diesem Preis derzeit kein anderes Auto gibt, das ein ähnlich ausgeprägtes Talent hat, sieben Passagiere unterzubringen oder eine ganze Herde altersschwacher Waschmaschinen zum Wertstoffhof zu karren. Der MCV enttäuscht nicht, weil sich keiner mehr von ihm erwartet und er selbst nichts anderes verspricht als hochpragmatische und unprätentiöse Mobilität. Und doch ändert er Sichtweisen: Zwei, drei Tage am Stück mit ihm genügen zum Erkenntnisgewinn, dass es mehr Auto eigentlich nicht sein muss.

Der Motor des Dacia Logan MCV könnte stärker sein

Auf den Touren mit dem Logan kann man sich viel mit Fahren beschäftigen, weil nichts davon ablenkt. Das Wenige, was an Funktionen da ist, wird wirklich gebraucht. Nichts ist zu verstellen, nur damit es sich verstellen lässt. Das gilt sogar für die bescheidene Audioanlage. Sie krächzt mit der Klangkraft eines Radioweckers, doch wegen des Radaus, den der Motor ab Tempo 130 veranstaltet, wäre ein besseres Soundsystem ohnehin vergeudet. Etwas mehr Kraft dagegen würde nicht schaden. Zwar wirken die Fahrleistungen des 1,5-Liter-Diesels subjektiv nicht ganz so phlegmatisch, wie sie den Messwerten nach sind. Maximal 1.860 Kilo Logan überfordern die 68 PS jedoch: "Beim Losfahren dachte ich immer, die Handbremse sei angezogen", schreibt Kollege Hans-Jörg Götzl ins Fahrtenbuch - bei einer Reise allerdings, auf welcher der MCV neben der fünfköpfigen Familie Götzl auch noch eine Campingausrüstung und ein Klepper-Faltboot kutschiert.

Der Dacia Logan verbraucht im Schnitt knapp sieben Liter

Trotz der Vorzüge des Motors - der Verbrauch von 6,8 Liter/100 km ist akzeptabel, zudem vermögen Bremsen und Reifen wegen der schütteren Kraft kaum zu verschleißen - nimmt ihn Dacia beim Facelift des Kombis im Oktober 2008 aus dem Programm. Als einziger Selbstzünder verbleibt die 86 PS-Version des 1.5 dCi. Sie kostet 600 Euro mehr, verbraucht gleich viel und bietet mehr Temperament - aber dem Fahrer nicht mehr das stolze Gefühl, einen Berg oder eine große Strecke bezwungen zu haben. 

B-LO 1025 bummelt durch Europa. Dabei stören seine langsam ansprechende Heizung, die schnell überforderte Klimaanlage und die unbequemen Sitze. Sie verursachen auch den ersten ungeplanten Werkstattbesuch. Ab Kilometer 35.644 mutiert der Fahrersitz zum Schaukelstuhl. Dem schafft das auf Garantie erneuerte Gestell nur kurz Abhilfe. Es bleibt der einzige wirklich ärgerliche und - außerhalb der Garantiezeit teure - Mangel. Sonst fallen nur Kleinigkeiten an: Etwa bei Halbzeit müssen die Hinterradbremsen gereinigt und gefettet sowie eine Abblendlampe beim zweiten Extra-Stopp ersetzt werden. Beim dritten gibt es einen frischen Bremslichtschalter und eine neue Scheibenwischdüse.

Der Dacia Logan MCV übersteht die 100.000 km ohne Panne

Mehr geht nicht kaputt am Dacia Logan, an dem ja auch nicht viel dran ist, was kaputt gehen könnte. Er altert kaum: Das Getriebe schaltet sich nach 100.000 km noch ebenso kratzig wie am ersten Tag, die Kupplung greift so spät wie immer schon. Ein paar Kratzer in den Stoßfängern zeugen von der schlechten Übersichtlichkeit. Einmal entreißt ihm eine Säule im Parkhaus den linken Außenspiegel, aber keine Panne hält ihn auf. Klappern oder gar Rost an der Billig-Karosse? Keine Spur.

Die robuste Gesundheit, der sich der MCV erfreut, gründet auf umfangreicher Vorsorge. Die mit 20.000 Kilometern ohnehin kurzen Inspektionsintervalle werden nach 10.000 Kilometern durch Zwischenchecks unterbrochen. Wobei Renault in diesem Punkt widersprüchliche Angaben macht. Der Hersteller schreibt dem Leser Wolfgang Krautmacher zwar, es gebe nur eine einmalige Service-Inspektion - bei Kilometerstand 10.000. Bei unserer Rückfrage heißt es jedoch, der Check sei bei allen 10.000er- Schritten mit ungerader Zahl vorn nötig, um die Garantieansprüche zu wahren. Fakt ist: Der MCV muss nicht nur zu fünf Inspektionen, bei denen er jeweils üppige 5,5 Liter frisches Öl bekommt, und deren Preis mit durchschnittlich 285 Euro vergleichsweise hoch ausfallen. Die Kosten für die fünf Zwischenchecks, bei denen die Mechaniker nur das Auto durchsehen, liegen im Mittel bei 71 Euro.

So verlangt der Logan mit knapp 1.260 Euro doppelt so hohe Wartungskosten wie der Renault Clio mit 30.000 km-Intervall. Das schlägt sich auch in den Gesamtkosten nieder, die ohne Reifen, Öl und Kraftstoff 1,6 Cent/km betragen - rund 50 Prozent mehr, als in dieser Preisklasse üblich. Trotz seines hohen Wiederverkaufswerts nach 100.000 km ist der Dacia also kein wirklich billiges Auto - aber ein preiswertes für alle, die keinen Wagen zum Lieben suchen, sondern für das wahre Leben.

Autor: Sebastian Renz
Holger Lasse | 23.06.2010, 09:45 Uhr

Hallo zusammen.
Ich fahre seit über einen Jahr einen Logan MCV 1.6 und habe ca 11000km zurückgelegt und bin sehr zufrieden.
Dank Prämie letzten Jahres konnte ich das Auto für gute 12000€ erwerben und habe eine Klimaanlage, Bordcomputer, Dachreling, CD Musikanlage, verbesserte Innenausstattung, Spiegel und Stoßstange in Wagenfarbe, elektriche Fensterheber, Anhängerkupplung und einen riesen Kofferraum. was will man mehr? Bis heute gab es auch keinen Ausfall von irgendwelchen Dingen und der Verbrauch von 7,3l Super ist für diese größe und recht viel Stadtfahrten vertretbar. Für eine Familie ist dises Auto optimal! Viel Auto für wenig Geld! Andere Hersteller können da nicht im geringsten mithalten. Dieses ist ein Auto für denen der praktisch denkt und der kein Stern oder Ringe braucht um Anerkennung zu bekommen.
Ich kann dieses Auto nur empfehlen und lache über die die über mich lachen denn auch die anderen fahren nur von A nach B.

gmmonko | 20.12.2009, 04:47 Uhr

Auch wenn man es hier nicht glauben will, alle Turbo-Diesel verbrauchen wesentlich mehr wenn man sie tritt d. h. oberhalb der Drehzahl des maximalen Drehmoments bewegt.
Ein BMW 320, oder 525 oder Mercedes oder ein Opel spielt ueberhaupt keine Rolle. Ich fahre haeufiger einen BMW 525d Leihwagen und klar es macht Spass, aber 200 km/h sind bei 5.5 Liter Verbrauch nicht drin.

Der KFZ-Profi | 29.11.2009, 00:10 Uhr

Der hohe Verbrauch des Dacia erklärt sich dadurch, dass der ams-Fuhrpark viel auf Langstrecke bewegt wird. Mit seiner hohen Stirnfläche, der hohen möglichen Zuladung und der geringen Leistung muss der MCV mit dem kleinen dCi auf der Autobahn natürlich immer getreten werden und läuft bei irgendwas um die 150-160 Stundenkilometer seine Höchstgeschwindigkeit, das bedeutet allerdings Vollgas.
Ein BMW mit über 150 PS lässt sich bei diesem Tempo noch im Teillast-Bereich betreiben, baut tiefer und ist aerodynamischer ausgefeilter. Natürlich ist der Dacia dann im Nachteil.
Wir hatten einen Megané mit 1,5 dCi und 82 PS. Bei Überlandfahrten und im gemischten Betrieb hatten wir einen Durchschnittsverbrauch von 4,4 Litern Diesel (ich bin ein sparsamer Fahrer). Bei Urlaubsreisen mit hohem Volllast-Anteil stieg der Verbrauch auf 7,8 Liter. Rasen kostet, so war es immer und wird es auch immer sein.
Deshalb bin ich auch für ein Tempolimit auf der Autobahn.

Logantreter | 13.11.2009, 19:42 Uhr

1.5 dci
er fährt und fährt und fährt und fährt ...
seit 2006 90.000km auf der uhr
1000km pro tankfüllung - find ich gut
der nächste wagen wird wieder so ne schachtel - ich mag ihn

hal9001 | 09.11.2009, 16:54 Uhr

Hm. Ein 7-Sitzer für 15.000€ der 100.000 Km ohne Probleme abspult? Eigentlich das beste Auto der Welt.

Video
Alle Videos
Im Einzeltest

Porsche Cayenne

Topstories
Ratgeber
Gebrauchtwagen-Ratgeber
Kfz-Versicherungsvergleich
Kfz-Versicherung vergleichen und bis zu 500 Euro sparen.
Schmidts F1-Blog: Barrichello frühzeitig in Feierlaune
Von Michael Schmidt Rubens Barrichello wird in Spa seinen 300. Grand Prix feiern. Wundern Sie sich bitte nicht, wenn wir nicht mitfeiern werden. Bei auto motor und sport wird der Brasilianer erst zwei Rennen später für sein Jubiläum gewürdigt. Wer genau nachzählt, der kommt bei Barrichello erst beim GP mehr...

Einkaufs-Report 924/944
Einsteiger-Porsche: Gebrauchte 924/944
Mercedes-Benz 220 SE
Die Ponton-Kaufberatung
Mini und Cooper bis 1984
Die lieben Kleinen belohnen Zuwendung


Auto & Umwelt
Teaser Auto und Umwelt
Reifen-Suche
Reifensuche - Hier finden Sie Sommerreifen und Winterreifen

Nicht gleich durchdrehen - die passenden Sommerreifen und Winterreifen aller Hersteller finden Sie hier.

Wie erkenne ich meinen Reifen?