Mercedes E 350 Bluetec T-Modell Dauertest-Notizen: Kombi mit Übernachtungsmöglichkeit

Mercedes E-Klasse T-Modell

Kabelsalat? Kaputte Batterie? Das kann schon mal vorkommen, doch Redakteur Dani Heyne wundert sich über die Schwächen, die das Mercedes E-Klasse T-Modell im Dauertest zeigt.

Wenn es darum geht, eine Dienstreise mit dem Mercedes E 350 Bluetec T-Modell zu ergattern, arbeiten alle mit allen Tricks: "Auf dem Rückweg muss ich bestimmt noch einen Sessel einpacken." Ebenfalls beliebt: "Mein Rücken spinnt schon wieder, ich brauch ganz besonders bequeme Sitze." Oder: "Für den Fall, dass ich spontan im Auto übernachten muss."

Letzteres funktioniert im geräumigen Mercedes E-Klasse T-Modell bestens. Einfach die geteilte Rücksitzlehne elektrisch vorklappen lassen, Gepäckrolle ausklinken, Isomatte ausrollen, fertig ist das Campingbett.

Bequeme Sessel im Mercedes E 350 Bluetec T-Modell

Wer eine Reihe weiter vorn im Mercedes E-Klasse T-Modell Platz nimmt, schwärmt von den bequemen Ledersitzen, deren Wangen sich aufpusten - so lassen sich auch 600-Kilometer-Etappen ohne Rückenschmerzen aussitzen. Vorausgesetzt, die E-Klasse springt an. Zwei Mal hat er das bereits nicht mehr getan. Diagnose: Batterieausfall. Über Ärgernisse dieser Art tröstet das komfortable adaptive Fahrwerk hinweg, das am besten immer in der Comfort-Stellung bleiben sollte. Die Stellung Sport passt nicht zum Charakter des Mercedes, der einen viel lieber sanft zum nächsten Ziel chauffiert, als eilig um Kurven zu huschen.

Solch angenehme Zurückhaltung würde dem Navigationssystem im Mercedes E 350 Bluetec T-Modell gut stehen, das im Modus "dynamische Routenführung" stets bemüht ist, eine staufreie Strecke zu finden. Dabei ist sich das System nicht zu schade, im Zwei-Minuten-Takt die Richtung zu ändern.

Keine Harmonie zwischen Automatik und Motor

Solch Übereifer ist dem Dreiliter-Diesel des Mercedes E-Klasse T-Modell und dem Siebengang-Wandler fremd, der Selbstzünder brummt zwar zur Freude aller Schiffsdiesel-Fans kernig, fühlt sich aber nicht ganz nach 540 Newtonmeter Drehmoment an. Das scheint auch die Automatik zu stören, die keine harmonische Freundschaft mit dem Motor schließen kann und teilweise ruppig die Gänge wechselt.

Nach 37.000 Testkilometern machen sich die vorderen Bremsscheiben bemerkbar, sie sind leicht eingelaufen, was man bei starkem Bremsen durch Rubbeln in der Lenkung spürt. Und Musikfans monieren, dass es im Mercedes E 350 Bluetec T-Modell keine getrennten, gut erreichbaren Schnittstellen für iPod und Geräte mit USB-Anschluss gibt.

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Dani Heyne

Autor:

auto motor und sport, Heft 23 / 2011

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