Toyota Auris Hybrid Dauertest-Notizen: Zwischenbilanz nach 58.000 Kilometern

Toyota Auris Hybrid, Seitenansicht

Nach dem Prius setzt Toyota beim Golf-Konkurrenten Auris auf die Kraft der zwei Herzen. auto motor und sport prüft das Konzept über 100.000 Kilometer. Eine Zwischenbilanz nach 58.000 Kilometer.

Wenn es einen Klischee-Erfüller im Dauertest-Fuhrpark gibt, dann den Toyota Auris Hybrid. Seit November 2010 hat er rund 58.000 Kilometer abgespult und sich bisher erst einen Verschleiß-Ersatz geleistet: einen Satz neuer Wischergummis bei Kilometerstand 53.400.

Gähnende Langeweile also? Nichts davon – die Fahrtenbücher quellen über vor Einträgen. Neben den Windgeräuschen stößt vor allem der Benzinmotor auf Kritik, wenn er von der stufenlosen Automatik bereits auf der Landstraße zu hohen Drehzahlen verdonnert wird. Ab etwa Tempo 100 röhrt er sich in die Gehörgänge. Autobahnfahrer rügen zudem den kleinen Tank des Toyota Auris Hybrid.

Bei den Vordersitzen sind die Meinungen geteilt, schwanken zwischen bequem und unbequem. Im Gegensatz zum Thema Ablagen und Kofferraum: zu wenig, zu klein. Durchweg Zuspruch bekommt hingegen das Hybridsystem im Stadtverkehr. Fein abgestimmt, kultiviert, leise und kräftig. Hinzu kommen ein niedriger Spritkonsum in der Stadt sowie der günstige Durchschnittsverbrauch des Toyota Auris Hybrid  von 6,8 Liter pro 100 Kilometer.

Toyota Auris Hybrid mit problemlosem Hybridantrieb

Nach dem Prius und diversen Lexus-Modellen ist es also wiederum verblüffend zu sehen, wie problemlos es der zuletzt von Rückrufaktionen gebeutelten Marke gelingt, die Hybrid-Technologie auf die Straße zu bringen. Beim VW Golf-Konkurrenten wird ein 99 PS starker Benziner mit einem 60-kW-E-Motor kombiniert. Bis zu Tempo 50 oder zwei Kilometer weit surrt der Toyota Auris Hybrid so rein elektrisch, unterstützt von einer 202-Volt-Nickel-Metallhydrid-Batterie, die das Kofferraumvolumen um 44 Liter einschränkt.

In der Praxis bedeutet es, einfach den Startknopf zu drücken und vom Motor keinen Mucks zu erwarten. Dann den Wählhebel auf D oder R stellen, und los geht die Partie. Kleine Staus in der City oder Tempo 30-Zonen durchrollt der Auris rein elektrisch, wenn die Batterie gut gefüllt ist. Ansonsten schaltet sich der Motor schnell zu und belegt seinen Arbeitseinsatz mit kraftvoller Untermalung – das Ganze kombiniert mit dem typischen Begleitgesang des stufenlosen CVT-Getriebes.

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Jörn Thomas

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