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David Coulthard

Foto: Daniel Reinhard

David Coulthard war in der Formel 1 eine der schillerndsten Figuren. Nach seinem Rücktritt will der Schotte die DTM aufmischen. In der höchsten Tourenwagenliga geht Coulthard für Mercedes an den Start.

Im Alter von elf Jahren sammelte der Sohn eines Spediteurs aus Twynholm seine ersten Rennerfahrungen und gewann in den folgenden acht Jahren eine Meisterschaft nach der anderen. 1989 wechselte David Couthard dann ins Profilager. Über Formel Ford und Formel Opel Lotus kam der Schotte schließlich 1991 in die britische Formel 3, in der er auf Anhieb Vizemeister wurde. Anschließend wechselte David Coulthard in die Formel 3000 und durfte 1993 parallel als Testfahrer für Williams-Renault erste Formel 1-Erfahrung sammeln. Nach dem Unfalltod von Ayrton Senna in Imola 1994 übernahm Coulthard dessen Cockpit.

Das Debüt in Spanien vier Wochen später verlief nicht gerade nach Plan. Während Williams-Teamkollege Damon Hill das Rennen gewann musste Coulthard mit technischem Defekt in der 32. Runde aufgeben. In den verbleibenden sieben Rennen lief es auch nicht viel besser: Ein zweiter Platz in Estoril und vier weitere Punkteplatzierungen sorgten am Ende für 14 Zähler und Rang acht in der Fahrertabelle.

Ebenfalls in Estoril fuhr David Coulthard ein Jahr später seinen ersten Grand Prix Sieg ein. Hinter Michael Schumacher und Teamkollege Hill beendete er seine erste komplette Saison auf Rang drei der Gesamtwertung.

Wechsel von Williams zu McLaren

Vor der Saison 1996 wechselte der Formel 1-Pilot von Williams zu McLaren-Mercedes. Für die Silberpfeile sollte er insgesamt acht Jahre im Cockpit sitzen. Zu Beginn lief es allerdings nicht besonders rund. Nach sieben Ausfüllen in der ersten Saison landete der neue Teamkollege von Mika Häkkinen nur auf Rang sieben in der Meisterschaft. In den folgenden zwei Saisons 1997 und 1998 konnte Coulthard drei weitere Siege einfahren und landete jeweils auf Rang drei in der Endabrechnung.

Trotz der regelmäßigen Podiumsplatzierungen stand Coulthard deutlich im Schatten seines finnischen Teamkollegen, der 1998 und 1999 Weltmeister wurde. Die beste Formel 1 WM-Platzierung folgte 2001, als der Silberpfeil-Pilot Vizemeister wurde. Mit 65 WM-Zählern hatte er allerdings keine Chance gegen Ferrari-Pilot Michael Schumacher, der 123 Punkte sammeln konnte.

David Coulthard fängt bei Red Bull Racing an

In der Folge ging es für David Coutlhard deutlich bergab. Seit 2002 stand er nur noch zweimal ganz oben auf dem Treppchen, zuletzt beim Saisonauftakt 2003 in Australien. Auch in der Gesamtwertung verlor er zunehmend an Boden. Von einem fünften Rang 2002 fiel Coulthard 2003 zunächst auf Platz sieben und 2004 an die zehnte Stelle in der Fahrerwertung zurück.

In der Hoffnung den Trend zu stoppen, unterschrieb der Frauenschwarm und begeisterte Party-Gänger 2005 beim neugegründeten Formel 1 Red Bull-Team, das aus dem Pleite gegangenen Jaguar Rennstall hervorging. Obwohl Coulthard mit 24 Punkten nur Tabellen-Zwölfter wurde, konnte das Team den Einstieg als Erfolg verbuchen. 2006 stand Coulthard nach zwei Jahren ohne Podium sogar wieder auf dem Treppchen. Doch der dritte Platz in Monaco tröstete nur wenig über den etwas enttäuschenden 13. Gesamtrang hinweg.

David Coulthard steigt in DTM ein

Auch 2007 sollte es für den Routinier nicht viel besser laufen und so entschied er sich, den Platz für Sebastian Vettel freizumachen und die Formel 1 nur noch aus der Ferne zu betrachten. Doch schon bald juckte es David Coulthard wieder in den Fingern und er begann sich für die Tourenwagen zu interessieren. Beim alten Partner Mercedes fand der Schotte schließlich ein neues Zuhause in der DTM.

In seinem Debütjahr klappte noch nicht alles nach Plan. Coulthard brauchte lange Zeit, bis er sich an das Dach über dem Kopf gewöhnt hatte. Vor allem die Starts verliefen zunächst holprig. Gegen Ende der Saison 2010 fand sich der DTM-Neuling aber immer besser zurecht. In Shanghai gab es nicht nur die schnellste Rennrunde sondern auch den ersten DTM-Punkt.

Auch 2011 schaffte Coulthard den Durchbruch nicht. Wieder gab es nur einen Zähler. Trotzdem hielt Mercedes seinem Markenbotschafter die Treue. 2012 sitzt der Schotte erstmals in einem Neuwagen. Im dritten Jahr muss er zeigen, dass er das Zeug zum Tourenwagen-Piloten hat.

(Stand: 04/2012)

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