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Exklusiv: David Coulthard in der DTM

Coulthard: "Ich habe das Adrenalin vermisst"

David Coulthard Foto: xpb.cc 42 Bilder

Bei den DTM-Testfahrten in Valencia hat auto-motor-und-sport.de mit David Coulthard über die Gründe für sein Comeback mit Mercedes gesprochen. Im Interview äußerte der Schotte die Hoffnung, seinen DTM-Vertrag schon beim GP Australien unterzeichnen zu können.

24.03.2010 Claus Mühlberger

Im Winter haben Sie immer wieder abgestritten, an einem Comeback im Motorsport ernsthaft interessiert zu sein. Was hat Sie umgestimmt?
Coulthard: Das ist jetzt ein bisschen peinlich für mich, darauf antworten zu müssen. Der Vertrag ist ja schließlich nicht unterschrieben. Wobei ich sehr hoffe, dass wir zu einer Einigung kommen. Ich war letztes Jahr beim Saisonfinale in Hockenheim bei der DTM zu Gast und es hat mir sehr gut gefallen. Ich habe damals schon Norbert Haug gebeten, mich testen zu lassen.

Es stand also kein Masterplan hinter Ihrem Comeback?
Coulthard: Nein, ganz und gar nicht. Da stand keine Strategie dahinter wie es bei einem professionellen Fahrer der Fall wäre. Ich habe im Herbst mit Norbert gesprochen und dann bin ich im Februar zum ersten Mal mit dem DTM-Mercedes gefahren. Ich war ja im Winter auch ganz schön beschäftigt mit meiner Arbeit für Red Bull und Mercedes.
 
Warum wollen sie in den Motorsport zurückkehren?
Coulthard: Auf die Gefahr hin, dass sich manche Leute schwer tun werden es zu verstehen: Der primäre Grund ist, dass es mir Spaß macht mit den Leuten von Mercedes zusammen zu arbeiten. Ich habe eine Menge Freunde dort. Außerdem ist die DTM für mich eine neue Herausforderung: Sollte ich schlecht sein, habe ich es wenigstens mal probiert. Sollte ich gut sein, habe ich die Befriedigung, es geschafft zu haben, mich an eine neue Formel gewöhnt zu haben. Ich habe bislang aber keine konkreten Erwartungen diesbezüglich.
 
Haben Sie seit dem Rückzug aus der Formel 1 den Wettbewerb vermisst?
Coulthard: Nein, nicht den Wettbewerb habe ich vermisst. Was ich vermisst habe, ist das Adrenalin, das vom Fahren aber auch von der Arbeit mit den Ingenieuren kommt. Das Rennfahren selbst habe ich aber nicht vermisst. Das ist lustig, denn ich war ja 26 Jahre lang Rennfahrer.
 
War es nicht komisch, 2009 plötzlich viel zu Hause zu sitzen?
Coulthard: Das kam mir gar nicht seltsam vor. Im Wahrheit bin ich nämlich ziemlich beschäftigt. Allein in den ersten Wochen des neuen Jahres hatte ich für Red Bull drei Events in weit entfernten Ländern, in Australien, Kolumbien und in China. Ich komme also definitiv nicht deswegen in die DTM, weil mir zuhause die Decke auf den Kopf fällt.
 
Warum ist es so kompliziert, Ihren DTM-Fahrervertrag unter Dach und Fach zu bringen?
Coulthard: Kompliziert würde ich es nicht nennen. Wir müssten aber die DTM mit meinen anderen Aktivitäten, unter anderem als Formel 1-Kommentator, unter einen Hut bringen. Es ist ja nicht so, dass ich  arbeitslos zuhause herumsitze.
 
Wann unterschreiben Sie denn nun endlich?
Coulthard: Es gibt keine großen Streitpunkte. Norbert Haug und ich müssen uns einfach nur mal zusammensetzen. Vielleicht ergibt sich ja jetzt beim Grand Prix in Australien eine Gelegenheit dazu. Falls nicht, sollten wir es auf jeden Fall vor dem Saisonauftakt in Hockenheim schaffen. Ein Handschlagabkommen würde es aber meinetwegen auch tun.

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