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DTM 2008

Schneider, Scheider und der Schotte

Foto: Wolfgang Wilhelm 42 Bilder

Nachdem sich die beiden DTM-Hersteller in der Saison 2007 meist noch mit unfairen Mitteln bekriegt hatten, bekamen die Zuschauer in diesem Jahr weitesgehend fairen Rennsport geboten - und das bis zum packenden Finale in Hockenheim.

28.10.2008 Tobias Grüner

Rückblick, Barcelona 2007 - Audi zieht nach mehreren harten Aktionen auf der Strecke das komplettes Fahrerfeld in die Box zurück. Die Atmosphäre ist vergiftet, die Fans sind wütend, die Kommentare in der Presse gleichen einem Abgesang auf die populärste Tourenwagenserie Europas.

Ein gutes Jahr später scheint alles vergessen: Zum großen Finale pilgerten die Fans in Scharen und sorgten für einen neuen Zuschauerrekord. Vor allem in der zweiten Saisonhälfte wurde zumeist großartiger Motorsport geboten. Die Rennen am Nürburgring und in Le Mans - bei denen auch der Regengott zur Spannung beitrug - werden als Highlights wohl noch lange in Erinnerung bleiben.

Zweikampf: Scheider vs. Di Resta

Im Mittelpunkt der Saison stand allerdings das elektrisierende Titel-Duell zweier Piloten, von denen man diese Leistung vor der Saison nicht erwartet hatte - Paul di Resta und Timo Scheider. Als Außenseiter gestartet, spitzte sich der Zweikampf der beiden bis zum großen Finale in Hockenheim immer weiter zu.

Clever hielten sich Di Resta und Scheider aus allzu derben Scharmützeln heraus. Für den Schotten war dies einfacher als für den Deutschen, denn Scheider startete bei sechs Rennen aus der ersten Startreihe. Di Resta schaffte dies nur viermal. Im Gegensatz zum Mercedes-Piloten leistete sich der Deutsche allerdings einmal einen Frühstart - Strafstopp und nur Platz zehn in Mugello.

Schotte im Pech

Di Resta hingegen machte einen Null-Fehler-Job. Der 22-Jährige, der schon im Vorjahr mit einem zwei Jahre alten Mercedes für Furore gesorgt hatte, als er nach drei Rennen an der Tabellenspitze lag, hatte jedoch einmal Pech mit der Technik: Beim Saisonauftakt in Hockenheim war er durch eine rutschende Kupplung gehandicapt, so dass es nur zu Platz 13 reichte. Am Ende verpasste das Mercedes-Talent den ganz großen Coup um vier Punkte.


Neben dem Titelkampf bahnte sich schon zur Saisonhälfte der Abschied von Altmeister Bernd Schneider an. Kurz vor dem Finale machte es der Saarländer dann offiziell: Mr. DTM sagte Servus und verabschiedete sich in Hockenheim mit Platz sechs und qualmenden Reifen von seinen Fans auf der Mercedes-Tribüne.

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