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DTM Barcelona 2009

Audi-Pilot Tom Kristensen holt die Pole

Tom Kristensen, Audi Sport Team Abt Sportsline Foto: Wolfgang Wilhelm 30 Bilder

Der Däne Tom Kirstensen hat die Pole Position  beim achten Lauf zum Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) erobert.

19.09.2009

Der 42 Jahre alte Routinier war am Samstag (19.9.) in Barcelona mit seinem Audi im letzten Durchgang der Qualifikation um 64 Tausendstelsekunden schneller als der Schotte Paul di Resta im Mercedes. Auf den weiteren Plätzen folgten sein Teamkollegen Martin Tomczyk sowie die beiden Mercedes-Piloten Bruno Spengler und Gary Paffett.

Die beiden Meisterschaftskandidaten von Audi kamen hingegen nicht so recht in die Gänge. Startplatz sechs für Timo Scheider, das ist das zweitschlechteste Trainingsergebnis des Jahres für den Deutschen. Und auch Mattias Ekström patzte: nur Rang sieben für den Schweden. Und das mit fast einer halben Sekunde Rückstand auf DTM-Oldie Tom Kristensen, der einen identischen Audi fährt. "Vielleicht spüren sie den Druck", stichelte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

"Mein Auto wurde im Verlauf des Tages immer besser", berichtete Polesitter Kristensen. "Es war am Nachmittag viel wärmer. Speziell was den Radsturz angeht, haben mein Ingenieur und ich wohl die richtigen Schlüsse gezogen."

Nachdrücklich hob der Däne, der mit 42 Jahren der Senior im Starterfeld ist, die Leistung seines Abt-Teams hervor: "Die Jungs haben toll gearbeitet. Denn nach meinem Unfall von Brands Hatch mussten sie ja praktisch ein neues Auto aufbauen." Zur Erinnerung: Beim Rennen vor zwei Wochen in England war der Däne mit seinem Audi hart in die Reifenstapel gekracht, nachdem er mit Mercedes-Fahrer Bruno Spengler aneinander geraten war. Kein Wunder, dass sich Kristensen für morgen nur eines wünscht: "Ich will endlich mal ein sauberes Rennen fahren können. Vorhersagen mache ich keine, denn ich gelernt, dass sie meistens nicht eintreffen."

Der Senior Kristensen hängt alle ab

Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich freute sich über "eines der spannendsten Qualifyings des Jahres" und auch darüber, "dass Tom ganz vorne ist. Es hat ja Stimmen gegeben, dass er in seiner letzten DTM-Saison vielleicht nicht mehr so ganz motiviert sein könnte. Das ist definitiv nicht der Fall. Tom ist immer noch einer der schnellsten. Egal welches Auto man ihm gibt."

Mercedes-Fahrer Paul di Resta verbesserte mit Startplatz zwei seine Situation im Rennen um den Titel, zumal seine direkten Widersacher weit hinter ihm liegen. "Nur 64 Tausendstelsekunden haben Paul auf die Bestzeit gefehlt", rechnete Mercedes-Sportchef Norbert Haug vor. Dies sei nur ein Drittel des rechnerischen Handicaps, das sich aus der Tatsache herleitet, dass die Mercedes in Spanien mit zehn Kilo mehr fahren müssen als die Audi, was erfahrungsgemäß einen Zeitnachteil von zwei Zehntelsekunden pro Runde ergibt.

Gary Paffett hat sich verzockt

Für den Tabellendritten Gary Paffett, der sich mit Startplatz fünf bescheiden musste, hatte Haug Worte des Trostes: "Da hat sich das Team wohl etwas verzockt."  Im Glauben, der Brite sei für Q4 sicher qualifiziert, wurde er etwa zu spät erneut rausgeschickt.

Dem Rennen sieht Haug optimistisch entgegen: "In Zandvoort haben wir trotz zehn Kilo Mehrgewicht gewonnen." Paul di Resta stimmte seinem Chef vorbehaltlos zu: "Wir haben allen Grund für das Rennen optimistisch zu sein", sagte der Schotte. "Ich sage nie, dass es unmöglich ist zu überholen. Ich habe letztes Jahr ja auch einige Leute überrascht, als ich es schaffte, Timo Scheider zu überholen." Vor Jahresfrist siegte der Schotte in Barcelona.

Als Langsamster der vier Mercedes-Neuwagenfahrer kam Ralf Schumacher auf Trainingsplatz elf. "Die Richtung stimmt bei Ralf", meinte der mild gestimmte Haug. "Man sollte ihn nicht so hart kritisieren."

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