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DTM Brands Hatch 2011

Tomczyk siegt - Audi-Trio auf dem Podium

Martin Tomczyk Brands Hatch 2011 Foto: xpb 25 Bilder

Martin Tomczyk hat den DTM-Lauf in Brands Hatch gewonnen. Der Audi-Pilot übernahm damit auch die Führung in der Gesamtwertung. Der bisherige Spitzenreiter Bruno Spengler patzte als Siebter.

05.09.2011 dpa

Martin Tomczyk lässt die Konkurrenz mit seinem Audi-"Oldtimer" alt aussehen. Der Rennfahrer aus Rosenheim gewann nach einer Galavorstellung im strömenden Regen im drei Jahre alten Audi A4 den siebten Saisonlauf zum Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) in Brands Hatch. Durch seinen dritten Saisonsieg verdrängte Tomczyk in der Gesamtwertung auch Mercedes-Rivale Bruno Spengler von der Spitze. Der Kanadier kam am Sonntag nicht über Rang sieben hinaus.

"Auf alle Fälle geben wir Gas", sagte Tomczyk nach der Champagnerdusche auf dem Siegerpodium zu seinen sprunghaft gewachsenen Titelchancen. "Es macht Spaß." Audi feierte bei schwierigen und widrigen Witterungsbedingungen in England einen Dreifach-Triumph: Hinter Tomczyk belegte Mattias Ekström den zweiten Rang. Dem Italiener Edorado Mortara gelang mit Rang drei sein erster Podestplatz.

Drei Audi-Piloten auf dem Podium

Mercedes spielte beim Audi-Festival nur eine Nebenrolle: Gary Paffett fuhr als bester Stern-Pilot mit 14,136 Sekunden Rückstand auf den vierten Platz vor seinem Markenkollegen Ralf Schumacher. "Heute waren wir nicht schnell genug", räumte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug ein. "Im Sport ist es so, dass man mal stärker, mal schwächer ist."

Nach sieben von zehn Läufen liegt Tomczyk mit 50 Punkten denkbar knapp vor Spengler (49) auf Platz eins. Die Titelentscheidung dürfte angesichts des großen Rückstands der Verfolger nur zwischen diesen beiden fallen.

Tomczyk siegte auf dem 1,929 Kilometer langen Traditionskurs in 1:37:15,956 Stunden. Ekström war 2,023 Sekunden langsamer. Das Rennen wurde wegen Erreichen des Zeitlimits nach 86 von 97 Runden abgebrochen. "Einmal kann ich ja was für ihn tun", sagte der Schwede mit einem Augenzwinkern, weil er seinen Markenkollegen in der Anfangsphase ohne große Gegenwehr passieren lassen hatte. "Martin war verdammt schnell und hat den Sieg verdient." Mortara jubelte nach seinem ersten Podestplatz: "Alles war perfekt."

Regen-Chaos in Brands Hatch

Im strömenden Regen gab es zahlreiche Dreher, Crashs, Ausrutscher und Abflüge. Nach etwa einer Stunde fiel an den Kommandoständen der Teams der Strom aus, so dass vorübergehend der Überblick verloren ging. Aber wenigstens funktionierte der Boxenfunk, so dass die Verantwortlichen die Fahrer zum zweiten Reifenwechsel hereinrufen konnten.

Spengler war der große Verlierer dieses Wochenendes: Erst wurde der Titelfavorit wegen eines nicht markierten Reifensatzes im Samstagstraining um zwei Startplätze auf Position acht strafversetzt. Dann fuhr er im Rennen chancenlos hinterher. Als Siebter hatte er 38,586 Sekunden Rückstand.

Der Wechsel Spenglers in der kommenden Saison zu DTM-Rückkehrer BMW war in Brands Hatch großer Gesprächsstoff. Bestätigen wollte das offene Geheimnis noch keiner der Verantwortlichen. Sowohl der Kanadier wie auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug blieben zu dem Reizthema eine klare Antwort schuldig.

Schrecksekunde für Tomczyk

Rockenfeller nutzte die erste Pole-Position seiner DTM-Karriere und verteidigte die Führung auf der nassen Strecke zunächst. Sein Markenkollege Ekström war der große Gewinner des Starts: Der Schwede schoss vom fünften auf den zweiten Platz vor. Dahinter folgten in Tomczyk und Mortara zwei weitere Audi-Piloten. Tomczyk kassierte dann zuerst Ekström und dann in der zehnten Runde auch Rockenfeller. Der Rosenheimer behauptete die Spitze trotz schwieriger Bedingungen. Allerdings erlebte er in der 22. Runde eine Schrecksekunde, als er in einer Pfütze ins Gras rutschte. "Zum Glück konnte ich schnell auf die Piste zurückkehren", sagte Tomczyk erleichtert.

Auch nach dem ersten Reifenwechsel, den das Top-Trio erst Mitte des Rennens einlegte, blieb es bei unveränderter Reihenfolge: Tomczyk vor Ekström und dem überraschend starken Mortara, der als Letzter die Box angesteuert und deshalb sogar zwischenzeitlich geführt hatte.

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