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DTM Brands Hatch 2012

Nervenzerfetzender Thriller ist anders

DTM Brands Hatch 2012, Rennen, Gary Paffett, Mercedes AMG C-Coupé Foto: xpb 22 Bilder

Nach drei von zehn Rennen fragen sich alle im DTM-Fahrerlager: Ist Mercedes-Pilot Gary Paffett noch zu stoppen auf dem Weg zu seinem zweiten DTM-Titel nach 2005?

21.05.2012 Claus Mühlberger

Der Brite eroberte mit zwei Siegen sowie einem zweiten Platz bislang 68 von 75 möglichen Punkten. Schwächen? Fehlanzeige, zumindest bislang. Doch mit der Weisheit aus mehr als zehn Dienst-Jahrzehnten als Mercedes-Rennleiter mahnt sein Chef Norbert Haug: "25 Punkte Vorsprung können auch ganz schnell wieder verspielt sein." Paffett wehrt ebenfalls ab: "Titel? Dazu kann man noch nichts sagen."

Besonders bemerkenswert an der Gary-Paffett-Story: Im letzten Jahr war ihm in der DTM keine einzige Podiumsplatzierung geglückt. Drei vierte Plätze waren 2011 seine Highlights. In der Retrospektive findet der in Statistiken aller Art sehr sattelfeste Norbert Haug aber auch Positives: "Gary hatte ein paar Mal ein enttäuschendes Qualifying. Aber er hat es auch mal geschafft, von Startplatz 16 auf Rang vier nach vorne zu fahren."  "Ich habe 2011 zwar nicht die erhofften Ergebnisse geholt", erklärte der dreifache Familienvater aus dem südenglischen Newmarket.

DTM: Rennen Brands Hatch 2012 3:45 Min.

Vom Champion zum Strategie-Komparsen

Jeder in der DTM weiß, dass selbst Champions schnell zum Strategie-Komparsen absteigen können. Doch der Brite schaffte die Wende: "Ich habe nie den Glauben an mich verloren. Aber die andere Sache ist: Du musst liefern. Und das ist mir jetzt gelungen." In einem Rennen, das nicht gerade als nervenzerfetzender Thriller in die bewegte Geschichte der Premium-Serie eingehen wird, holte Paffett seinen zweiten Saisonsieg, und zwar in überlegener Manier. Nach der Trainingsbestzeit konnten ihn weder ein eher mittelmäßiger Start ("zu viel Wheelspin") noch ein ebenfalls nur durchschnittlicher zweiter Boxenstopp vom Kurs abbringen.

Wobei die Arbeit der Mechaniker nicht wirklich schlecht war: 3,6 Sekunden und 4,7 Sekunden betrugen Paffetts Standzeiten – das geht in Ordnung. Zumal beim zweiten Stopp kein Grund für allzu große Hast bestand. "Da wurde auch ein bisschen auf Sicherheit gearbeitet", meinte Sportchef Haug.

Spengler klare Nummer eins im BMW-Lager

Immer dann, wenn Verfolger Bruno Spengler im BMW M3 ein paar Hundertstelsekunden von Paffetts Vorsprung abgeknabbert hatte, folgte prompt der Konter des Briten. "Ich habe das Rennen kontrolliert, auch wenn es nicht so leicht war, wie es aussah", fasst er zusammen. "Bruno hat mich zwar immer wieder unter Druck gesetzt, aber es lief großartig."

Der Angesprochene hatte ebenfalls Grund zum entspannten Lächeln: Spengler profiliert sich langsam aber sicher als klare Nummer eins im BMW-Lager. 43 Punkte hat der Kanadier gesammelt, obwohl er beim Saisonauftakt eine Nullrunde schrieb, nachdem ihn Ralf Schumacher ebenso ungestüm wie ungeschickt abgrätschte. Doch mit solchen  Frusterlebnissen will sich Spengler nicht mehr beschäftigen: "Ich schaue immer nach vorne."

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