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DTM Brands Hatch Qualifying

Gesamtführender Paffett auf der Pole-Position

DTM Brands Hatch 2012, Qualifying, Gary Paffett, Mercedes AMG C-Coupé Foto: xpb 18 Bilder

Gary Paffett holte in Brands Hatch die Pole-Position vor seinem Mercedes-Markenkollegen  Christian Vietoris. Bester aus dem BMW-Lager war erneut der Kanadier Bruno Spengler auf Platz drei. Knapp dahinter auf Rang vier: der schnellste Audi-Mann, Mike Rockenfeller.

19.05.2012

"Unglaublich, dass ich es auch daheim mal geschafft habe vorne zu stehen", meinte Paffett. "Nach den ersten beiden Rennen des Jahres war klar, dass wir auch an unsere Leistung im Qualifying arbeiten müssen. Das haben wir geschafft." Einen großen Schritt nach vorn machte die HWA-Mercedes-Mannschaft offensichtlich bei Testfahrten im Lausitzring im Anschluss an das Rennen vor zwei Wochen. Da spulten Jamie Green und Christian Vietoris insgesamt knapp 2.000 Kilometer ab.

Der 23-Jährige konnte die Erkenntnisse aus dem Übungsfahrten annähernd perfekt umsetzen, mit Startplatz zwei. "Ich wusste dass ich die Pace habe und dass auch das Auto gut ist. Heute konnte ich es endlich mal unter Beweis stellen", meinte Vietoris, dessen bislang bestes DTM-Trainingsergebnis ein neunter Platz war, herausgefahren bei seinem DTM-Debüt vor einem Jahr in Hockenheim.

Epischer Kampf um die Pole-Position

Danach war Vietoris nicht über Startplätze im zweistelligen Bereich herausgekommen. Der Schlüssel zur gewaltigen Leistungssteigerung war im weiten Feld der Psychologie zu finden. "Ich war weniger nervös als zu Beginn der Saison. Da wollte ich es allen zeigen, dass meine Zeiten bei den Wintertests nicht zufällig zustande kamen." Leise fügte Vietoris an: "Im HWA-Team geht es schon ein bisschen anders zu als beim Persson-Team, wo ich 2011 fuhr." Norbert Haug sah einen "epischen Kampf um die Pole-Position." Der Mercedes-Sportchef freute sich über die Leistung seiner eigenen Männer, und rühmte sie als "sehr zufriedenstellend", er dachte aber auch ans große Ganze: "Das Ergebnis zeigt wie ausgeglichen es in der DTM zugeht. Es hätte leicht auch anders herum ausgehen können."

Drei Hersteller mit drei Bestzeiten

Nach den ersten drei Rennen des Jahres darf sich jetzt jeder der drei Hersteller eine Trainingsbestzeit an die Fahnen heften: In Hockenheim war Audi mit Mattias Ekström vorn, am Lausitzring holte BMW mit Bruno Spengler die Pole und in Brands Hatch behielt jetzt Mercedes die Oberhand.

Sunnyboy Bruno Spengler wollte sich seine Enttäuschung nicht anmerken lassen. "Ich kann gut mit Platz drei leben, sagte die BMW-Speerspitze. "Ich habe nicht allzu viele Fehler gemacht. Aber meine Reifen im Q4 hatten eine Runde mehr drauf als die Reifen der beiden Mercedes-Jungs. Vielleicht hat dies einen kleinen Unterschied gemacht." Auch BMW-Sportchef Jens Marquardt strahlte: "Wir könnten kaum glücklicher sein." Ein bisschen klang dies nach einem Lippenbekenntnis. Denn nach dem Zwischenergebnis hatte BMW durchaus Grund, auf ein noch besseres Ergebnis zu hoffen. Nach dem Q2 lagen die drei M3-Piloten Martin Tomczyk, Augusto Farfus und Spengler noch einsam und allein an der Spitze. Doch für den Brasilianer reichte es letztendlich nur für Platz neun und der Titelverteidiger verpasste den Einzug ins Einzelzeitfahren der vier schnellsten denkbar knapp. Er war auf die Hundertstelsekunde gleich schnell wie Vietoris. Den Ausschlag gab, dass der Mercedes-Fahrer seine Zeit früher gefahren war.

Überholen ist in Brands Hatch schwierig

BMW-Sportchef Marquardt versäumte es nicht, erneut auf das Handicap aufmerksam zu machen, "dass Brands Hatch neues Territorium für uns ist. Wir sind hier ja noch nie mit einem DTM-Auto gefahren." Mercedes-Mann Haug lässt dieses Argument nicht gelten: "Ich würde es nicht empfehlen, das Setup der C-Klasse von 2011 auf das diesjährige C-Coupé zu übertragen. Dies würde sicherlich nicht zur Pole-Position führen." Konter von Marquardt: Ja schon, aber in Bezug auf die Strategie habe man als DTM-Neuling schon einen gewissen Nachholbedarf. "Aber da stecken wir heute Abend ein bisschen die Köpfe zusammen. Und vielleicht hat ja auch das Wetter noch ein paar Kapriolen auf Lager."

Die Audi-Fahrer sind vorerst nur in Lauerstellung, mit Rockenfeller auf Platz vier, Filipe Albuquerque auf Rang sechs und dem erneut überraschend starken Rookie Adrien Tambay auf Startplatz sieben. Erst dahinter vermochte sich Mattias Ekström als Achter einzureihen. Für den zweifachen Ex-Meister Timo Scheider kam es noch schlimmer. Nach einem Abstecher durch die Wiese blieb für den Ex-Champion nur Rang 15. "Ich hatte schon gehofft dass wir es in die ersten Startreihe schaffen", meinte Sportchef Wolfgang Ullrich. "Aber das Potential ist da. Wenn man die richtige Strategie erwischt, hat man morgen schon die Chance sich zu verbessern." Gary Paffett kann dies nur unterstreichen: "Überholen ist in Brands Hatch schwierig aber keinesfalls unmöglich. Ich habe das hier schon geschafft."

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