Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

DTM-Champion Timo Scheider

Jahreswagen sind die große Unbekannte

Timo Scheider Foto: Audi 23 Bilder

In dieser DTM-Saison ist Timo Scheider erstmals der Gejagte. Beim Kampf um den Titel erwartet der amtierende Champion auch von unerwarteter Seite Gegenwehr: Die Jahreswagen könnten für Überraschungen sorgen.

14.05.2009 Tobias Grüner

Bei seinem Rennstall Abt in Kempten bereitet sich der DTM-Champion kurz vor dem Start der neuen Saison auf das Unternehmen Titelverteidigung vor. "Das ist der übliche Ablauf. Wir üben noch einmal mit den neuen Mechanikern Boxenstopps und machen das Auto fertig", sagte der Audi-Pilot vier Tage vor dem ersten Rennen in Hockenheim.

Scheider stolz auf die Eins

In diesem Jahr wird auf Scheiders A4 erstmals die Startnummer eins kleben: "Das ist das Ziel jedes Rennfahrers einmal mit der Nummer eins die Box zu verlassen. Dass die harte Arbeit belohnt wurde, macht mich extrem stolz." Allerdings bringt der Titel nicht nur Positives mit sich: "Die Ansprüche des Umfelds sind natürlich schon gestiegen. Das ist ein neuer Druck, den wir jetzt haben", erklärte der Champion.

Scheider selbst ist motiviert und in einer guten Verfassung. Die harte Vorbereitung im Winter hat sich ausgezahlt. "Es wäre auch das Schlimmste, wenn ich mir am Ende vorwerfen lassen müsste, nicht alles für die Titelverteidigung getan zu haben." Auch das Auto passt wieder. "Wir haben das geplante Programm in den Tests durchziehen können. Ich weiß, dass das Auto gut funktioniert. In Dijon bin ich mit der Bestzeit abgereist und in Hockenheim war ich einmal Tagesschnellster. Auch wenn die Zeiten natürlich nicht viel aussagen."

R14 Plus nur ein halber Unbekannter

Vorteile sieht Scheider auch in der Konstanz. Er kann auf das gewohnte Umfeld und die gleiche Mannschaft zurückgreifen. Auch das Auto für diese Saison ist eigentlich kein richtiger Neuwagen: "Der R14 Plus ist nur ein halber Unbekannter. Die Basis ist die gleiche wie im Vorjahr. Dadurch können wir Risiken z.B. bei der Abstimmung minimieren." Für die Fahrer sei es wichtig, auf gewohntes Fahrverhalten zurückgreifen zu können.

Dieses Jahr könnte es allerdings noch schwerer werden als erwartet. Die Regelwächter haben ein paar einschneidende Änderungen im Reglement vorgenommen. "Dass wir jetzt erst Samstags anfangen, entspricht nicht ganz meinen Vorstellungen. Ich hätte außerdem lieber zweimal 45 Minuten Training anstatt einer Zweieinhalb-Stunden-Session", kritisiert Scheider. Seiner Meinung nach werde kaum ein Pilot die Testzeit voll ausnutzen können. Auch der neuen Qualifying-Modus bereitet dem Audi-Star Kopfzerbrechen. Nach den gewohnten drei Ausscheidungsrunden müssen die schnellsten vier Piloten ohne Nachzutanken noch einmal auf die Strecke und die ersten Plätze untereinander ausfahren.

Taktikspiele im Qualifying

"Mit dem Q4 haben wir ein neues Element. Das könnte ziemlich trickreich werden, ohne Extrabenzin auf die Strecke zu gehen. Vielleicht gibt es auch den einen oder anderen, der dann gar nicht mehr genug Sprit im Tank hat." Was in diesem Fall passiert, wusste Scheider allerdings auch nicht. "Da muss ich mal schauen, was in der neuesten Version des Reglements steht." Eine Möglichkeit wäre es, in Q3 eine schnelle Zeit mit ganz wenig Sprit zu fahren und für den letzten Versuch ausreichend nachzutanken, um auch das Q4 zu überstehen.

Auch über die Hauptkonkurrenten hat sich die Audi-Speerspitze Gedanken gemacht. Sie kommen vor allem aus dem eigenen Lager: "Da sind zuallererst meine drei Teamkollegen zu nennen. Alle sind in der Lage Rennen zu gewinnen." Natürlich rechnet Scheider auch wieder fest mit seinem Mercedes-Rivalen Paul di Resta. "Und auch Gary Paffett, der 2010 wieder einen Neuwagen fährt, sehe ich sehr stark."

Mitleid für Ralf Schumacher

Und was ist mit Ralf Schumacher? "Ralf hat in diesem Jahr sicher das Material um aufs Podium zu fahren. Den dürfen wir natürlich nicht unterschätzen." Allerdings hat Scheider auch ein wenig Mitleid mit seinem Kollegen. "Das wird ein hartes Jahr für Ralf. Er wird extrem unter Beobachtung stehen." Gegenwehr erwartet der Aufsteiger des Jahres auch von den Jahreswagen. Die seien laut Scheider noch eine große Unbekannte. "Das wird interessant mit der 20 kg-Regel. Da könnten wir Fahrer auf dem Podium haben, die wir vorher nicht auf der Rechnung hatten."

Umfrage
Was für ein Auto fährt der DTM-Champion 2009?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden