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DTM-Funkspruch-Affäre

Muss Ullrich doch vor Gericht?

Wolfgang Ullrich - DTM - Spielberg - Audi - 2015 Foto: Wilhelm 20 Bilder

Der Funk-Skandal von Spielberg wird am 26. August vor dem DMSB-Sportgericht verhandelt. Ausgerechnet der Hauptbeteiligte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich war zunächst nicht geladen. Das könnte sich aber noch ändern.

19.08.2015 Arno Wester

In der DTM-Szene und bei den Fans herrscht großes Unverständnis, weil wegen der Funkspruch-Affäre von Spielberg anstelle des Sünders, Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich, nun Projektleiter und Teamkoordinator Volker Nossek vor dem DMSB-Sportgericht aussagen muss. Doch Ullrich könnte trotzdem vom Richter zu der Verhandlung am Mittwoch den 26.8. geladen werden.

Nossek muss sich zu dem umstrittenen Funkspruch von Ullrich ("Timo, schieb ihn raus!") äußern, weil die Einschreibung von Audi Sport in die DTM-Herstellerwertung von ihm und nicht von Ullrich unterschrieben wurde. Dazu erklärte DMSB-Sprecher Michael Kramp: Der Audi-Motorsportchef könne nicht direkt belangt werden, weil formal "keine eindeutige Rechtsbeziehung" zu Audi Sport bestehe.

Ernst Moser, Phoenix- Teamchef, und sein Fahrer Timo Scheider, der den Funkspruch von Ullrich erhalten, aber angeblich nicht gehört hat, müssen sich ebenfalls schriftlich äußern. Im Klartext: Vertraglich haftbar sind lediglich Fahrer und Team, weil sie im Gegensatz zu Ullrich eine Rennlizenz besitzen.

Audi will schnelles Urteil

Sobald dem DMSB-Sportgericht die schriftlichen Stellungnahmen vorliegen, kann der vorsitzende Richter Harald Schmeyer entscheiden, wer zudem als Zeuge geladen wird. Demzufolge könnte möglicherweise auch Audi- Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich eine Einladung zu der Verhandlung erhalten, die 3 Tage vor dem elften Saisonrennen in Moskau in Frankfurt stattfinden soll.

Sollte Audi Sport mit diesem Termin nicht einverstanden sein, haben die Ingolstädter die Möglichkeit, beim DMSB-Sportgericht einen Antrag auf Fristverlängerung zu stellen. Das ist offenbar aber nicht geplant, wie Audi Sport-Kommunikationschef Jürgen Pippig versichert: "Wunsch und Ziel der Audi AG ist es, dass dieses Thema noch vor dem nächsten DTM-Event in Moskau verhandelt wird."

BMW verzichtet auf Berufung

Unterdessen ist der Fall Blomqvist-Auto endgültig abgeschlossen. "Wir haben die Entscheidung und Urteilsbegründung des DMSB-Berufungsgerichts zur Kenntnis genommen, verzichten auf eine Berufung und blicken nun nach vorne", teilte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt auf Anfrage mit. Tom Blomqvist war am Norisring aus der Wertung genommen worden, weil sein BMW-Team RBM nach Meinung des DMSB gegen mehrere Artikel des technischen DTM-Reglements 2015 verstoßen hatte.

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