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DTM Hockenheim - Ergebnis Qualifying

Scheider Regenkönig von Hockenheim

Timo Scheider Foto: xpb 27 Bilder

Im nassen DTM-Qualifying in Hockenheim holte Audi-Pilot Timo Scheider seine zweite Pole-Position des Jahres. Mike Rockenfeller und Gary Paffett gehen von Platz zwei und drei ins Rennen. Die Favoriten strauchelten dagegen.
 

16.10.2010 Bianca Leppert

Das Motodrom von Hockenheim verwandelte sich in ein Schwimmbecken und ein Favorit nach dem anderen ging baden. In Q1 erwischte es bereits Mattias Ekström (Audi), in Q2 Bruno Spengler und in Q3 schließlich auch Paul di Resta.

Timo Scheider machte den besten Job

So blieb freie Bahn für Timo Scheider, der die Bestzeit von 1.37,399 Minuten ablieferte. Scheider hat im Meisterschaftskampf zwar nichts mehr zu melden, allerdings dürfte die zweite Pole nach Zandvoort Balsam auf der Seele sein. "Momentan ist es erst mal superschön wieder da zu sein", meinte er. "Ausgerechnet hier, wo ich letztes Jahr meinen Titel feiern konnte. Es ist schön zu zeigen, dass ich nicht abzuschreiben bin."
 
Zunächst tippten viele auf Mike Rockenfeller als Polesetter. Der Jahreswagen-Pilot dominierte schon am Vormittag im verregneten Training. Doch letztlich sollte es nicht ganz reichen und er verpasste die vorgelegte Zeit von Scheider um knapp eine halbe Sekunde. Bester Mercedes-Pilot und bester Pilot der Kandidaten mit Meisterschaftschancen wurde Gary Paffett auf dem dritten Rang. Er geht gemeinsam in einer Startreihe mit Audi-Jahreswagen-Pilot Alexandre Prémat ins Rennen.

Großes Favoritenstraucheln

Paul di Resta, der in der Meisterschaft momentan Rang zwei belegt, sicherte sich den fünften Startplatz. Dahinter folgt mit Markus Winkelhock auf Position sechs erneut einer der im Regen auftrumpfenden Audi-Jahreswagen-Piloten. Wieder einmal starke Nerven bewies Miguel Molina, der sich von den chaotischen Bedingungen nicht verunsichern ließ und als Siebter ins Rennen geht. Oliver Jarvis war mit dem achten Platz zweitbester Abt-Pilot. Bereits zwei Sekunden Rückstand wies die Zeitentabelle für Jamie Green auf Rang neun aus.
 
Deutlich unter seinen Möglichkeiten blieb Bruno Spengler mit Platz zehn. Der Frankokanadier musste in den sauren Apfel beißen und schied bereits in Qualifying-Abschnitt 2 aus. "Die Bedingungen heute waren schwierig", sagte der Mercedes-Pilot. "Ich habe keine Temperatur in meine Reifen bekommen. Ich war nur am Rutschen und so bekommt man keine Zeit hin."

Ekström ohne Grip

Audis einziger verbliebener Titelkandidat Mattias Ekström verwachste das Qualifying ebenfalls ordentlich. Er schied bereits im ersten Qualifyingabschnitt aus und machte Mercedes damit ein Geschenk in Sachen Titelentscheidung. Eine halbe Sekunde trennte ihn von David Coulthard auf Platz 14, der den Audi-Piloten noch kurz vor Schluss rauskegelte. "Ich hatte kein Grip im Reifen und nur Übersteuern", erklärt Ekström das Malheur. "Ich werde versuchen ein sauberes Rennen hinzukriegen. Nach vorne will ich schon."

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