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DTM Hockenheim II 2012 (Rennen)

Spengler mit Finalsieg zum DTM-Titel

DTM Hockenheimring II 2012, Rennen, Bruno Spengler Foto: dtm 6 Bilder

Bruno Spengler ist neuer Champion der DTM. Der Kanadier siegte am Sonntag beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring und feierte den ersten DTM-Titel seiner Karriere.

21.10.2012 dpa

Nach den ersten vier Saisonrennen hatte Spengler noch 40 Punkte Rückstand auf Hauptkonkurrent Gary Paffett im Mercedes - am Sonntag in Hockenheim schnappte sich der 29 Jahre alte Kanadier durch seinen Sieg im zehnten und letzten Lauf doch noch die Meisterschaft. "Es war einsensationeller Tag, ein sensationelles Rennen", sagte Spengler.

Auch für BMW war Spenglers Coup der triumphale Abschluss seines Comeback-Jahres in der DTM. Zudem gelang dem Autobauer aus Bayern in der ersten Saison nach 20 Jahren Pause der Gesamtsieg in der Herstellerwertung.

Zwei Sekunden haben letztlich entschieden

Paffett wurde in Hockenheim Zweiter, Spenglers Markenkollege Augusto Farfus Dritter. "Ein großartiges Finale mit einem grandiosen Kampf der Meisterschaftsanwärter Spengler und Paffett - zwei Sekunden haben letztlich entschieden. Glückwunsch an Bruno und BMW zum Titelgewinn", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Für ihn und Mercedes endete die Saison nach dem schwachen Jahr in der Formel 1 mit einer weiteren großen Enttäuschung. Selbst in der Markenwertung rutschten die Schwaben hinter Audi auf den letzten Platz. Der Brite Jamie Green hatte seine Außenseiterchancen schon durch die verpatzte Qualifikation und dem Start von Platz neun begraben müssen. Die nervenstarken Paffett und Spengler trennten am Samstag beim Kampf um die Pole dagegen nur 0,007 Sekunden. Von den Plätzen zwei und drei ging es hinter BMW-Fahrer Augusto Farfus in das entscheidende Rennen.

"Ich bin direkt hinter ihm und in der besten Position, um ihn zu überholen", hatte Spengler nach der Zeitrunde gesagt. "Der Start ist der Schlüssel." Damit behielt er recht. Paffett verschlief den Auftakt komplett und musste den Rivalen schon vor der ersten Kurve vorbeilassen. Audi-Fahrer Mattias Ekström kam zunächst auch vorbei, fiel aber schnell wieder auf Rang vier zurück. Wenig später war die Dienstfahrt des Schweden wegen eines lockeren Reifens beendet.

Neun Rennen lang führte Paffett die Gesamtwertung an

Nach durchwachsenem Saisonbeginn mit zwei Ausfällen in den ersten vier Rennen endete die Meisterschaft für Spengler mit dem größten Erfolg seiner Karriere. Die souveräne Vorstellung am Sonntag mit den nahezu perfekten Boxenstopps stand für die herausragende zweite Saisonhälfte. Kontinuierlich verkleinerte Spengler mit insgesamt vier Siegen den großen Rückstand auf Paffett und schaffte es in jedem der letzten sechs Läufe, mehr Punkte als sein Konkurrent zu sammeln.

Nachdem der Sympathieträger noch in Diensten von Mercedes seit 2006 vier Mal knapp gescheitert war, verwirklichte Spengler sich nach 192,108 Kilometern in 1:07:59,069 Stunde unter den Augen kanadischer Freunde den Titel-Traum.

Paffett dagegen musste mit ansehen, wie ihm ein möglicher zweiter Gesamtsieg nach 2005 durch die Hände glitt. Neun Rennen lang führte der Brite die Gesamtwertung an - nun stand nach dem finalen Lauf sein Name nicht mehr ganz oben auf der Liste. Zwar wies Haug immer wieder darauf hin, dass der 31-Jährige in mehreren Rennen unverschuldet zurückgefallen war und so wichtige Punkte verloren hatte. Trotzdem hätten es Paffett und sein Team nach einer starken Saison vor über 50.000 Zuschauern in der Kurpfalz aus eigener Kraft zu ihre Gunsten entscheiden und eine aus Mercedes-Sicht verkorkste Motorsportsaison in der Formel 1 mit dem DTM-Titel retten können.

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