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DTM Hockenheim - Ralf Schumacher

Schumacher Pechvogel des Qualifyings

DTM Hockenheim 2010 Freitag Foto: xpb.cc 18 Bilder

Ralf Schumacher wollte 2010 endlich mit Erfolgen glänzen. Der erste Versuch im Qualifying ging schon mal schief. Doch die Schuld trifft nicht ihn selbst, sondern sein Team, das es verpasst hat, ihn rechtzeitig auf die Strecke zu schicken.

24.04.2010 Bianca Leppert

Es ist wie verhext. Da geht Ralf Schumacher in seine dritte DTM-Saison und nimmt sich vor, die Zweifler endlich von ihm zu überzeugen, da geht der erste Versuch gleich nach hinten los. Der ehemalige Formel 1-Pilot wurde im Qualifying nur 16. und blieb damit deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Tragik: Er kann noch nicht einmal etwas dafür.

Falsches Timing an der Box

Nach seinem ersten Versuch, bei dem Schumacher zwei gezeitete Runden absolvierte, schaffte es sein Team nicht, ihn wieder rechtzeitig vor Ablauf des ersten Qualifying-Abschnitts auf die Strecke zu schicken.
 
"Es ist etwas vom Timing her schiefgelaufen", erklärte Schumacher nach dem Qualifying. "Aber im Detail haben wir das noch nicht besprochen." Während sich Mercedes-Sportchef Norbert Haug offiziell dafür entschuldigte, rätseln die Experten noch immer, was denn genau schiefgelaufen ist. Schumacher konnte es auch zwei Stunden nach dem Qualifying nicht erklären. Er sieht es eher pragmatisch und blickt den Tatsachen ins Auge. "Ich bin mit dem ersten Satz Reifen rausgefahren und wir hätten noch mal nachsetzen müssen, das haben wir nicht geschafft."

Richtiger Umgang mit den Reifen gefragt

Die Rundenzeit aus seinem ersten Versuch hat nicht auf Anhieb für das Weiterkommen in Q2 gereicht. Ein Grund dafür sieht der 34-Jährige im Umgang mit den Reifen. "Die Reifen sind vielleicht über die Distanz etwas fahrbarer geworden, weil der Reifenabbau nicht so stark ist. Aber er ist wesentlich härter", räumt der Mercedes-Pilot ein. "Wenn man mal genau hinhört, gibt es einige, die sich in den ersten Runden beklagt haben. Das ist das Geheimnis. Wir hatten das beim Test auch schon. Wenn es funktioniert, ist man sehr schnell, wenn nicht ist man sehr langsam. Fast noch schlimmer als im Jahr zuvor."
 
Die Grundproblematik sei dabei der fehlende Grip. Möglicherweise liege die Schwierigkeit darin, den Reifen auf die richtige Temperatur zu bringen. Dabei könne das Anfahren oder auch das Setup eine Rolle spielen. Schumacher weißt aber auch darauf hin, dass es bei manchen Fahrern auch ohne Probleme klappt. "Es ist auf jeden Fall so, dass man ratzfatz eine halbe Sekunde schneller oder langsamer fährt - ohne einen plausiblen Grund dafür zu haben."

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