Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

DTM Hockenheimring 2012 (Qualifying)

Audi-Pilot Ekström auf der Pole Position

DTM Hockenheimring Training, Mattias Ekström Foto: xpb 13 Bilder

Audi-Pilot Mattias Ekström steht beim ersten Saisonlauf des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) am Hockenheimring auf der Pole Position.

27.04.2012

Im abschließenden Einzelzeitfahren verwies der Audi-Pilot aus Schweden seine Konkurrenten Jamie Green (Mercedes C-Coupé) und Dirk Werner im BMW M3 auf die Plätze. Nicht wunschgemäß hingegen lief es für Titelverteidiger Martin Tomczyk. Der Bayer, der im Winter von Audi zu BMW gewechselt war, kam nur auf Platz zehn, einen Rang hinter seinem Markenkollegen Bruno Spengler.

Endlich ist die Zeit des Kaffeesatzlesens, der zähen Diskussionen und der kühnen Mutmaßungen vorbei. Endlich haben die Teams von Audi, BMW und Mercedes die Hosen heruntergelassen. Die Zwischenbilanz nach dem ersten Kräftemessen der Saison ist sehr vielversprechend: Die Zeitabstände sind genauso gering wie in den letzten Jahren. Und, wichtiger noch: Alle drei Hersteller sind auf Anhieb auf Augenhöhe und konkurrenzfähig. In den Top 10 finden sich jeweils vier Audi und vier BMW sowie zwei Mercedes.

BMW beeindruckt das gesamte Fahrerlager

Nach der 19. Pole-Position seiner DTM-Karriere war Mattias Ekström zu Späßen aufgelegt: "Alle können gewinnen", meinte der Schwede. "Aber ich habe den kürzesten Weg zur Ziellinie." Die neuen Autos findet der zweimalige Ex-Champion "fantastisch, aber es wird sehr warm im Cockpit." Ekströms Vorschlag: "Bei der nächsten Generation sollte man unbedingt eine Klimaanlage vorschreiben." Vom Newcomer BMW war Ekström - so wie alle im Fahrerlager - beindruckt: "Nach dem Test wusste ja keiner wo man wirklich steht. Ich möchte BMW gratulieren. Das habe ich nicht erwartet, dass sie sofort konkurrenzfähig sind." Jamie Green, der Zweite, pflichtete bei: "Es ging überraschend eng zu. Wie immer dreht sich alles um die Frage dann zu liefern, wenn es um die Wurst geht."

Der Überraschungsdritte Dirk Werner bewies Schlagfertigkeit: Auf die Frage, was man Experten halten kann, die im Vorfeld behaupteten, BMW sei nicht konkurrenzfähig, meinte der studierte Ingenieur trocken: "Vielleicht gibt es beim nächsten Rennen neue Experten." Werner kämpfte sich förmlich ins Vorderfeld: "Das Training begann nicht gut für mich: Ich war zunächst nur Vorletzter am Freitag. Aber das Schnitzer-Team hat mir toll weitergeholfen. Da sieht man, wie viel Erfahrung diese Mannschaft hat. Dieses Ergebnis ist überwältigend. Man kann nur allen bei BMW gratulieren, die das Auto entwickelt haben."

Tolles Jahr mit tollen Rennen wird erwartet

Die drei Sportschefs strahlten nach dem Qualifying fast intensiv wie die Sommersonne über dem Motodrom. "Beeindruckend, wie eng es zuging". meinte Audi-Häuptling Wolfgang Ullrich. "Dieses Ergebnis ist klasse". pflichtete Mercedes-Mann Norbert Haug bei. "Wir werden ein tolles Jahr mit tollen Rennen erleben. Unser Auto hat ein enormes Potential, einige Zwischenzeiten von Jamie zeigen das."

"Wir waren zwar optimistisch, dass so eng zugeht, als wir das Reglement entwickelt haben, aber es ist umso schöner, wenn es dann wirklich so kommt", meinte Audi Sportchef Wolfgang Ullrich. "Ich kann nur den Hut ziehen, dass es BMW auf Anhieb so gut hinbekommen hat. Ich freue mich auch für unseren Neuling Adrian Tambay, der auch Anhieb ins Mittelfeld gekommen ist. Besonders aber freut es mich für Mattias. Er hat 2011 in der zweiten Jahreshälfte bewiesen, dass er um die Meisterschaft mitfahren kann." Zu Erinnerung: Ekström gewann drei der letzten fünf Rennen 2011, holte eine  zweiten Platz und wurde einmal Sechster. 

Titelverteidiger Tomczyk eher unzufrieden

Dem BMW-Sportchef Jens Marquardt war förmlich anzusehen, wie groß der Stein war, der ihm an jenem Samstag gegen 15 Uhr vom Herzen gefallen war: Der gebürtige Württemberger freute sich wie ein Schneekönig, "Das ist mehr als wir erwartet haben. Ich habe  nicht erwartet, hier heute sitzen zu dürfen. Wir verstehen unser Auto schon einigermaßen gut." Dann dämpfte Marquardt allzu hohe Erwartungen: "Beim Rennen fehlt es uns noch an Erfahrung, speziell was die Boxenstopps angeht. Ich glaube, dass wir waren heute gut unterwegs waren. Besonders freut es mich für Dirk, aber auch für Andy Priaulx. Er zeigte mit Platz sieben, dass man auch im fortgeschrittenen Alter noch vorne mithalten kann." Zur Erklärung: der dreifache Ex-Tourenwagen-Weltmeister wird im August 39 Jahre alt.

Titelverteidiger Tomczyk hingegen war leicht angegrantelt: "Für mich persönlich ist Platz zehn nicht gerade das Wunschergebnis. Aber das BMW Team hat insgesamt einen tollen Start hingelegt, wie das Gesamtresultat im Qualifying zeigt. Ich spüre, dass das Auto und die gesamte Mannschaft ein großes Potential haben. Das ist die wichtigste Erkenntnis des heutigen Tages." BMW-Neuzugang Spengler trauerte ein wenig einem besseren Ergebnis als Startplatz neun nach. Der Kanadier hatte im zweiten Durchgang des Qualifyings Bestzeit gefahren. Doch in Q3 stand plötzlich das Lenkrad schief. "Keine Ahnung warum."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden