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DTM Lausitzring

Ekström kontert

Foto: Wolfgang Wilhelm

Mit seinem dritten Saisonsieg übernahm Mattias Ekström wieder die Tabellenspitze. Beim zweiten Saisonrennen auf dem Lausitzring (anstelle des ausgefallenen Stadtrennens in Avignon) folgte Mercedes-Fahrer Gary Paffett seinem Audi-Konkkurenten wie ein Schatten, fand aber keinen Weg vorbei.

19.09.2005

Im packenden Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) hat Audi-Pilot Mattias Ekström wieder knapp die Nase vor seinem Mercedes-Rivalen Gary Paffett. Der schwedische Titelverteidiger feierte beim 9. Saisonlauf auf dem EuroSpeedway in der Lausitz nach einem spannenden Duell mit dem Briten seinen dritten Sieg und schob sich dadurch mit einem Punkt Vorsprung vor Paffett an die Spitze der Gesamtwertung. "Ein Superergebnis für uns", meinte der abgekämpfte, aber glückliche Ekström. Der Däne Tom Kristensen belegte am Sonntag in einem weiteren Audi den dritten Platz vor dem stark auftrumpfenden Opel-Duo Laurent Aiello und Manuel Reuter.

Ekström und Paffett bekämpften sich auf dem 3,442 Kilometer langen Kurs wie in den vorherigen Läufen mit Haken und Ösen. Der 24 Jahre alte Brite attackierte seinen Widersacher wild und klebte ihm über mehrere Runden förmlich am Heck. "Immer nur Gary, Gary, Gary im Rückspiegel. Das war mein längstes Rennen", sagte Ekström nach dem fesselnden Rennkrimi. Trotz zahlreicher Versuche konnte Paffett den Schweden, der sich mit allen Tricks wehrte und völlig fehlerfrei fuhr, jedoch nicht überholen.

Norbert Haug: "Großer Sport"

Nach 48 Runden (165,216 km) siegte Ekström in 1:03:44,903 Stunden mit 0,401 Sekunden Vorsprung vor seinem Dauerrivalen. In der Fahrerwertung liegt der 27-Jährige bei zwei noch ausstehenden Läufen mit 69 Punkten nun wieder hauchdünn vor Paffett (68). Der Gesamtdritte Kristensen (47) hat keine Titelchance mehr.

"Das war ein unheimlich spannendes Rennen", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich, dem die Nervenschlacht deutlich anzusehen war. "Das war ein toller und fairer Kampf. Es bleibt spannend bis zum Schluss." Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sprach von "großem Motorsport".

Paffett nahm die Niederlage relativ gelassen: "Mattias war nicht zu überholen. Er hat keinen Fehler gemacht." Sein Auto sei zwar schneller gewesen, aber so habe er keine Chance auf den Sieg gehabt. "Der zweite Platz ist in Ordnung", sagte der Vizemeister des Vorjahres. Ekström klagte über "ziemliche Probleme mit der Servolenkung". Da er ständig Paffett im Nacken gehabt habe, sei es ein anstrengendes Rennen gewesen.

Operl glänzte nur bis zum ersten Boxenstopp

Die bislang meist weit abgeschlagenen Opel-Vertreter boten ihre beste Saisonleistung. Heinz Harald Frentzen und der Mainzer Reuter verdrängten den von der Pole-Position gestarteten Mercedes-Mann Jamie Green durch Blitzstarts von der Spitze. Sie verteidigten die Rüsselsheimer Doppelführung bis zu Frentzens erstem Boxenstopp Ende der 18. Runde.

Laurent Aiello, der nach dieser Saison seine Karriere beenden wird, schloss zwischenzeitlich zu seinen Markenkollegen auf und sorgte so für ein Novum: Erstmals fuhren drei Opel für einige Runden vorneweg. Der Franzose, der früher tankte, schob sich später sogar auf den ersten Platz vor. Ein Schubser von Mercedes-Fahrer Jean Alesi in der drittletzten Runde kostete Frentzen den sicheren sechsten Platz: Der frühere Formel-1-Pilot fiel dadurch auf den siebten Rang zurück.

Ergebnis:

1. Mattias Ekström, Audi A4: 1:03:44,903 Std.
2. Gary Paffett, AMG-Mercedes C-Klasse: + 0,401 s
3. Tom Kristensen, Audi A4: + 3,062 s
4. Laurent Aiello, Opel Vectra GTS: + 4,756 s
5. Manuel Reuter, Opel Vectra GTS: + 6,082 s
6. Bruno Spengler, AMG-Mercedes C-Klasse: + 18,762 s
7. Heinz-Harald Frentzen, Opel Vectra GTS: + 21,368 s
8. Jean Alesi: AMG-Mercedes C-Klasse + 23,299 s

Tabellenstand:

1. Mattias Ekström: 69 P.
2. Gary Paffett: 68 P.
3. Tom Kristensen: 47 P.
4. Mika Häkkinen: 22 P.
5. Jean Alesi: 20 P.
6. Heinz-Harald Frentzen: 17 P.
7. Bernd Schneider: 16 P.
7. Christian Abt: 16 P.
8. Jamie Green: 16 P.

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