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DTM Le Mans

Audi verzockt vorzeitigen Titel

Foto: Audi 38 Bilder

Im Reifen- und Regenpoker von Le Mans haben sich Timo Scheider und Audi verzockt und den vorzeitigen Gewinn des Deutschen Tourenwagen Masters DTM verpasst. Dagegen kam Scheiders ärgster Mercedes-Rivale Paul di Resta nach einer famosen Aufholjagd auf Platz zwei hinter Audi-Sieger Mattias Ekström.

05.10.2008

Der DTM-Führende Scheider musste sich durch eine falsche Pneuwahl in der Schlussphase mit dem sechsten Rang begnügen, di Resta verkürzte den Rückstand vor dem elften und letzten Rennen auf zwei Punkte und machte den Showdown perfekt. "Das war das beste DTM-Rennen aller Zeiten", meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Dabei hatte es bis zur Hälfte des Rennens ganz und gar nicht danach ausgesehen, dass es für Mercedes doch noch einen Grund zum Jubeln geben würde. Denn die Marke mit dem Stern hatte sich beim Start völlig vergriffen bei der Wahl der Reifen. Statt auf Slicks fuhren die Mercedes mit Regengummis los. Doch Audi machte es später nicht besser: Am Ende des Rennens lagen die Ingolstädter daneben, schickten Scheider bei zunehmenden Regen mit Slicks statt mit Regenreifen auf die Strecke und mussten wenig später die Entscheidung korrigieren.

Falsches Gefühl bei der Reifen-Wahl

"Shit happens. Wir haben uns sehr sicher gefühlt bei der Reifen-Entscheidung. Ich hatte einen guten Start, aber am Ende haben wir es nicht umgemünzt", meinte Scheider. Der 29-Jährige, der mit 65 Punkten noch vor di Resta (63) an der Spitze liegt, bemühte sich um Gelassenheit: "Druck ist immer da in der DTM. Schade, dass wir es heute nicht besser machen konnten, aber jetzt haben wir ein schönes Finale."

Sein Konkurrent di Resta, der durch einen ungeplanten Boxenstopp wegen eines Reifenwechsels in der Anfangsphase bis auf Rang 13 zurückgefallen war, atmete erleichtert durch: "Wir haben vor dem Start eine klare Fehlentscheidung getroffen. Ich war vier Mal an den Boxen und bin trotzdem Zweiter. Jetzt gibt es maximale Attacke. Es ist alles offen, ich gebe mein Bestes."

Bereits am Vorabend hatte es um Scheider Aufregung gegeben. Ihm drohte die Strafversetzung an das Ende des Starterfeldes, weil in der dritten Qualifikationsrunde an seinem rechten Vorderrad der Barcode abgefallen war. Mit dem Barcode werden die Pneus registriert. Die Rennkommissare entschieden für Scheider, nachdem Reifenlieferant Dunlop die Verantwortung übernommen hatte.

Scheider ließ sich im Rennen davon nicht beeindrucken. Mit einem Blitzstart katapultierte er sich von Platz fünf an die Spitze und ließ sogar seinen dänischen Marken-Kollegen Tom Kristensen hinter sich. Der achtmalige Sieger des 24-Stunden-Rennens in Le Mans hatte am Samstag die Pole Position erobert, doch gegen Scheider hatte er keine Chance.

Rennen schien so gut wie gelaufen

Di Resta war wie die meisten Mercedes-Fahrer mit Regenreifen losgefahren, während Scheider auf der leicht feuchten Strecke den Slicks vertraute und damit richtig lag. Der Brite kam in der sechsten Runde zum außerplanmäßigen Stopp und wechselte auf Slicks - doch sein Rennen schien damit so gut wie gelaufen. Zudem geriet der jüngste DTM-Pilot mit Audi-Fahrer Alexandre Prémat aneinander.

Doch dank des Audi-Fehlgriffs mit den Reifen eröffnete sich für di Resta noch einmal die Chance, die er nutzte. Nur Ekström, der seinen Titel nicht mehr verteidigen kann, war schneller. Der Schwede fuhr bei dem von 43 auf 41 Runden verkürzten Rennen nach 1:10:11,103 Stunden vor di Resta und Prémat über die Ziellinie.

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