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DTM Norisring 2012 Qualifying

Mercedes holt die erste Startreihe

DTM 2012 Norisring, Paffett, Green Foto: dtm 15 Bilder

Mercedes-Pilot Gary Paffett hat sich die Pole Position für den fünften DTM-Saisonlauf am Norisring gesichert. Teamkollege Jamie Green fuhr auf Startplatz zwei.

30.06.2012 Claus Mühlberger

Seit 2003, also neun Jahre in Folge ging der Sieg bei der Wettfahrt auf dem rumpeligen Stadtkurs an Mercedes. Vieles spricht dafür, dass dies in diesem Jahr nicht anders sein wird. Die erste Startreihe auf dem Nürnberger Norisring ist fest in Mercedes-Hand.

Bei brütender Hitze - 35,6 Grad im Schatten – holte Gary Paffett mit seinem C-Coupé die Bestzeit vor seinem britischen Landsmann Jamie Green. Startplatz drei ging an Augusto Farfus im BMW. Mattias Ekström musste sich als bester Audi-Fahrer mit Platz vier zufrieden geben.

Jamie Green ausgemachter Norisring-Spezialisten

Mit seiner zehnten DTM-Trainingsbestzeit machte Tabellenführer Paffett, der DTM-Champion von 2005, erneut einen Schritt in Richtung Titelgewinn. "Was, das ist erst meine zehnte Pole?", fragte der Brite grinsend. "Ich dachte ich hätte schon mehr. Diese Saison habe ich offenbar wirklich einen guten Lauf." Das letzte Risiko im Zweikampf wird der clevere Brite morgen wohl nicht eingehen. "Der Sieg wäre schön, er ist für mich nicht die Hauptsache", sagte Paffett. "Viel wichtiger ist es für mich, fleißig Punkte zu sammeln." Aber selbst wenn er am Sonntag ohne Punkte bleiben sollte, ist Paffett DTM-Halbzeitmeister. Denn sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Mattias Ekström beträgt satte 36 Punkte. Für den Sieg gibt‘s wie in der Formel 1 25 Zähler.

Gefahr droht Paffett im Rennen in erster Linie von Jamie Green, einem ausgemachten Norisring-Spezialisten. "Ich habe hier dreimal gewonnen", sinnierte der Brite, "allerdings nicht in den letzten drei Jahren. Der Sieg morgen? Das kann man nicht wirklich planen."

BMW-Mann Farfus war begeistert von seinem Speed. "Ich bin zum ersten Mal auf dem Norisring. Der dritte Platz ist daher für mich wie eine Pole Position. Die Strecke schaut mit ihren vier Kurven auf dem Papier so einfach aus. Aber aus der Cockpitperspektive schaut es ganz anders aus. Man muss sehr auf die Bodenwellen aufpassen. Es passiert ganz leicht, dass die Räder beim Bremsen blockieren. Es ist wirklich toll, wie gut die Jungs bei BMW arbeiten. Wir sind bisher auf jeder Strecke vorne mit dabei gewesen."

Das ist die größte Enttäuschung seit langem

Audi-Fahrer Mattias Ekström stand vor einem Rätsel: "Bei mir hat es in Q1, in Q2 und in Q3 sehr gut gepasst. In Q4 war es plötzlich anders. Ich habe keinen Fehler gemacht und trotzdem haben mir plötzlich zwei Zehntel gefehlt. Das ist die größte Enttäuschung seit langem." Mit den Speerspitzen Ekström auf Platz vier und Edoardo Mortara auf Startplatz zehn dürfte das Audi-Langzeitprojekt "Heimsieg" auf das nächste Jahr vertagt werden müssen.

Eine gute Leistung zeigte Ralf Schumacher. Zum ersten Mal in diesem Jahr schaffte der Ex-Formel 1-Fahrer eine einstellige Platzierung im Training. Schumacher startet morgen als Fünfter. Er war "darüber ganz happy." Neben ihm wird der Titelverteidiger Martin Tomczyk mit seinem BMW M3 in der Startaufstellung als Sechster einparken. "Das ist doch gar nicht so schlecht für mich", meinte der bekennende Norisring-Hasser aus Rosenheim.

Absoluter Tiefpunkt von Timo Scheider

Bruno Spengler, der Trainingssiebte, ärgerte sich über seine Leistung: "Enttäuschend. Das ist meine schlechtestes Trainingsergebnis in sieben Jahren Norisring." Wenig beeindruckend auch die Vorstellung von Edoardo Mortara. Der Italiener, der vor vier Wochen auf dem Österreichring von der Pole Position aus gewann. schaffte diesmal nur Startplatz zehn. In Anbetracht des Umstands, dass er am Freitag beim Freien Training gleich zweimal in der Mauer gelandet war, aber noch eine respektable Leistung.

Bei Timo Scheider weist die Formkurve weiterhin steil nach unten. Der zweimalige Ex-Champion blieb schon in Q1 hängen, mit der zweitschlechtesten Zeit der 22. Starter. "Das ist absoluter Tiefpunkt", knirschte Scheider. Nur Audi-Mädel Rahel Frey war im Training noch bedächtiger unterwegs.

Die Bestzeiten aus dem Vorjahr wurden übrigens bei weitem nicht erreicht. 2011 musste Bruno Spengler – damals noch im HWA-Mercedes des Baujahrs 2009, 48,222 Sekunden fahren, um sich die Pole Position zu sichern. Paffett war jetzt um fast eine Sekunde langsamer.

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