Der 30 Jahre alte Hesse gewann am Sonntag den 5. Saisonlauf in der Motorsport Arena Oschersleben und beendete beim Jubiläum der Ingolstädter die Siegesserie von Konkurrent Mercedes-Benz.
"Danke Jungs, wir sind zurück", sagte Scheider. "Ich rechne wieder mit der Meisterschaft." Der Schwede Mattias Ekström und Martin Tomczyk (Rosenheim) auf den Plätzen zwei und drei vervollständigten den Audi-Triumph. Paul di Resta war als Vierter bester Mercedes-Repräsentant.
Wiedergutmachung nach der Strafe
Audi hatte mit den ersten fünf Startplätzen am Samstag auf dem 3,696 Kilometer langen Kurs in der Mageburger Börde den Grundstein für sein glorreiches "Comeback" gelegt, nachdem Mercedes die zurückliegenden drei Rennen dominiert hatte. Den "Herren der Ringe" glückte damit auch eine sportliche Wiedergutmachung für die am Freitag verhängte Strafe wegen einer regelwidrigen Teamorder beim Rennen in Zandvoort vor zwei Wochen. Die Sportkommissare des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) sprachen gegen Ekström eine Zeitstrafe von fünf Sekunden, wodurch der Schwede nachträglich vom zweiten auf den dritten Platz zurückfiel und zwei Punkte verlor.
Langweiliger Lauf - Schumacher ohne Punkte
Scheider setzte sich in dem weitgehend langweiligen Lauf direkt nach dem Start an die Spitze und behielt die Führung auch nach den obligatorischen Boxenstopps. Der Titelverteidiger aus Altach siegte nach 48 Runden (177,408 Kilometer) in 1:08:39,064 Stunden. Ekström lag 5,417 Sekunden zurück. Der Schotte di Resta wies 16,868 Sekunden Rückstand auf. Für Scheider war es erst der vierte Sieg im 93. DTM- Einsatz. Mercedes-Mann Ralf Schumacher (Kerpen) verfehlte als Zwölfter klar die Punkte.
Paffett Halbzeit-Meister
Paffett sicherte sich hauchdünn die Halbzeit-Meisterschaft. Der Brite war nur als Zwölfter gestartet und kam als Fünfter ins Ziel. "Das ist fantastisch. Ich bin sehr zuversichtlich", sagte er zu seiner Aufholjagd zufrieden. "Wir sind sehr konkurrenzfähig für den Rest der Saison." Nach fünf von zehn DTM-Läufen führt Paffett mit 28 Punkten nur dank seiner zwei Saisonsiege vor dem punktgleichen Ekström. Scheider (27) machte einen Sprung nach vorn auf Rang drei und ist wieder auf Schlagdistanz zur Spitzenposition.
Tom Kristensen verspielte schon vor dem Start alle Chancen auf den Sieg, weil er seinen Audi nach der Einführungsrunde ein paar Zentimeter zu weit vorne abgestellt hatte. Die Sportkommissare bestraften diesen Verstoß mit einer Durchfahrtsstrafe, wodurch der dänische Rekordsieger des Langstreckenklassikers Le Mans früh hoffnungslos nach hinten durchrutschte. Platz eins hatte der von der Pole-Position losgefahrene Kristensen sofort an seinen Markenkollegen Scheider verloren. Der achte Rang und damit ein Zähler war nur ein schwacher Trost für den 42 Jahre alten Routinier.
| Fahrer | Team | Zeit / Rückstand |
|---|---|---|
| 1. Timo Scheider | Audi Sport Team Abt | 1:08:39.064 h |
| 2. Mattias Ekström | Audi Sport Team Abt | + 5.417 s |
| 3.Martin Tomczyk | Audi Sport Team Abt | + 9.603 s |
| 4. Paul di Resta | H.W.A. Mercedes | + 16.868 s |
| 5. Gary Paffett | H.W.A. Mercedes | + 17.338 s |
| 6. Bruno Spengler | H.W.A. Mercedes | + 35.843 s |
| 7. Maro Engel | Mücke Motorsport | + 40.996 s |
| 8. Tom Kristensen | Audi Sport Team Abt | + 44.015 s |
| 9. Jamie Green | Persson Motorsport | + 44.636 s |
| 10. Susie Stoddart | Persson Motorsport | + 50.177 s |
| 11. Ralf Schumacher | H.W.A. Mercedes | + 57.906 s |
| 12. Mathias Lauda | Mücke Motorsport | + 59.523 s |
| 13. Mike Rockenfeller | Team Rosberg | + 48.100 s |
| 14. Tomas Kostka | Kolles Futurecom | + 2 Runden |
| 15. Oliver Jarvis | Phoenix Racing | + 3 Runden |
| 16. Alexandre Premat | Phoenix Racing | + 3 Runden |
| Katherine Legge | Audi Sport Team Abt | Unfall |
| Markus Winkelhock | Team Rosberg | Reifenschaden |
| de Johannes Seidlitz | Kolles Futurecom | Ausfall |





