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DTM-Präsentation

BMW-Rückkehr in die DTM möglich

Foto: DTM.com, Audi 20 Bilder

Dröhnende Motoren, qualmende Reifen und heiße Spekulationen über ein DTM-Comeback von BMW im kommenden Jahr: Mit Motorsport zum Anfassen und viel Gesprächsstoff hat das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) am Sonntag (18.4.) erstmals in Wiesbaden seine Saison-Präsentation zelebriert.

19.04.2010

Die rund 110.000 Fans freuten sich eine Woche vor dem Saisonauftakt in Hockenheim über eine PS-Party mit Demo-Fahrten rund um das historische Kurhaus sowie Autogrammstunden der DTM-Stars wie Audi-Champion Timo Scheider und Mercedes-Pilot Ralf Schumacher.

Neben Autogrammstunden und Interviews mit den DTM-Stars erlebten die Zuschauer hautnah Boxenstopp-Wettbewerbe und Demonstrationsrunden der DTM-Boliden von Audi und Mercedes-Benz sowie der Rennwagen der Rahmenserien Formel 3 Euro Serie, Porsche Carrera Cup Deutschland, Seat Leon Supercopa und Volkswagen Scirocco R-Cup.

Die DTM-Piloten genossen den engen Kontakt zu den Fans. "Die DTM ist ein Familienevent. Ich mag es, mit den Fans zu plaudern und in die begeisterten Augen der Kinder zu schauen", verriet der amtierende DTM-Champion und Audi-Pilot Timo Scheider. Auch Mercedes-Benz-Fahrer Ralf Schumacher zeigte sich fannah und schrieb unaufhörlich Autogramme. "Es ist ein Wahnsinn, dass so viele Fans zur Präsentation gekommen sind. Ein schönes Gefühl für uns Fahrer", sagte Schumacher

Hinter den Kulissen bestimmte dagegen eine mögliche Rückkehr von BMW als dritter Hersteller ab 2011 die Diskussionen.

BMW hat schon am neuen Reglement mitgearbeitet

"Wir haben die Chance, dass im nächsten Jahr ein neues technisches Reglement kommt, genutzt, mit BMW wieder intensiver über die DTM zu sprechen", sagte Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich. "Und ich glaube, das Thema ist auch auf größeres Interesse gestoßen." Wie Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sitzt Ullrich im Beirat des DTM-Vermarkters ITR. BMW selbst hielt sich bedeckt. "Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen", sagte Sprecher Jörg Kottmeier.
 
Angeheizt hatte die Gerüchte Thomas Betzler. Durch Äußerungen im Nachrichtenmagazin "Focus" hatte das ITR-Vorstandsmitglied den Eindruck erweckt, der Deal sei praktisch unter Dach und Fach. "Unser Stand ist, dass der BMW-Vorstand in den kommenden Wochen entscheiden wird", sagte Betzler. "Wir freuen uns darauf, BMW schon bald wieder in der DTM begrüßen zu dürfen."
 
ITR-Chef Hans Werner Aufrecht war über diesen Vorstoß sichtlich unglücklich und bemühte sich um Relativierung. BMW habe zwar bereits "an dem neuen Reglement mitgearbeitet", bestätigte Aufrecht, betonte aber: "Es ist noch keine Entscheidung gefallen."

Suche nach neuer Konkurrenz

Um Fans, Sponsoren sowie dem TV-Partner ARD gerecht zu werden, bemüht sich die ITR mit Audi und Mercedes seit langem um neue Konkurrenz für die seit Jahren einzigen werksseitig in der DTM vertretenen Marken. Das Einfrieren der Technik für diese Saison und neue Regeln für 2011 sollen weiteren Marken wie BMW die Tür öffnen.
 
"Im Vorfeld gab es gute Gespräche zu einem möglichen Einstieg von BMW mit allen Verantwortlichen der ITR. Das neue technische Reglement, das jetzt gemeinsam entwickelt wurde, wäre ein idealer Zeitpunkt dafür", sagte Ullrich. "Weitere Kostenreduzierung, eine für alle neue technische Basis und die angestrebte Internationalisierung sind gute Rahmenbedingungen für einen Einstieg. Aber die Entscheidung muss im Hause BMW fallen."
 
Doch auch in den zehn Läufen der Saison 2010 soll den Zuschauern hochklassiger Motorsport geboten werden. Nach drei Audi-Gesamtsiegen nacheinander will endlich wieder Mercedes den Titelträger stellen. "Ich hoffe, dass ich um die Meisterschaft mitkämpfen kann. Ich denke, wir haben sehr realistische Chancen", sagte Vize-Champions Gary Paffett, der wie sein Teamkollege Paul di Resta wegen der Flughafensperrungen nicht vom Formel-1-Rennen in Shanghai anreisen konnte. Gemeinsam mit Haug und dem neuen Mercedes-Zugpferd David Coulthard wurden beide per Satellit zugeschaltet.

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