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DTM Hockenheim Rennanalyse

Audi steht sich selbst im Weg

DTM Hockenheim 2010 Rennen Foto: xpb.cc 20 Bilder

Der Saisonauftakt der DTM 2010 in Hockenheim sah vier Mercedes-Piloten an der Spitze. Aber warum war Mercedes eigentlich so stark und weshalb kam Audi nicht weiter nach vorn? Diese Frage und mehr klären wir in unserer Rennanalyse.

26.04.2010 Bianca Leppert

Wieso waren alle Audi-Speerspitzen chancenlos?

Der erste Audi-Pilot aus dem Nummer eins Team Abt verabschiedete sich bereits nach der ersten Runde. Oliver Jarvis, der 2010 zum ersten Mal einen Neuwagen steuern darf, geriet in der Haarnadelkurve mit Mercedes-Pilot Maro Engel aneinander. Danach war das Rennen für Jarvis gelaufen. "Bereits in der ersten Runde touchierte mich ein Mercedes drei Mal", sagte er nach dem Rennen. "In der zweiten Runde fuhr mir in der Haarnadelkurve ein Gegner ins Auto. Dabei brach die Aufhängung. Ein sehr enttäuschender Saisonstart."

DTM 2010 Hockenheim 14:08 Min.

Für seine Teamkollegen lief es nicht viel besser. Martin Tomczyk lag zunächst vor Gary Paffett zehn Runden lang in Führung, flog dann aber ab. Grund dafür war ein Reifenschaden hinten links. Später ereilte ihn das gleiche Problem noch einmal. Tomczyk konnte es sich auch kurz nach dem Rennen nicht erklären.

Mattias Ekström, Audis zweite Speerspitze, geriet ins Hintertreffen, weil er zu früh zu seinem ersten Boxenstopp kam. Sein Renningenieur hatte eine Regeländerung nicht bedacht. Die Rennleitung verdonnerte den Schweden dazu, noch ein weiteres Mal an die Box kommen. Immerhin rettete Ekström noch Rang sechs. Sportchef Wolfgang Ullrich nahm es nicht so tragisch: "Wahrscheinlich hätte Mattias ohnehin dreimal Reifen wechseln müssen."

Bei Timo Scheider lief es das ganze Wochenende nicht rund. Der amtierende Champion kämpfte mit der Abstimmung seines Audi A4. Während ihn am Samstag noch Probleme mit der Vorderachse quälten, war es im Rennen am Sonntag die Hinterachse. Am Ende bedeutete das Platz sieben. "Ich musste viel kämpfen, weil die Hinterachse sich sehr unglücklich verhielt", sagte er. "Ich konnte weder attackieren noch im Zweikampf Gegenwehr leisten. Das war schon frustrierend."

Weshalb bekam Markus Winkelhock eine Zeitstrafe?

Kaum zu glauben, aber wahr. Auch Markus Winkelhock wurde zu früh zum ersten Pflichtstopp an die Box geholt. Würden Ekström und Winkelhock in einem Team fahren, könnte man das vielleicht noch verstehen. Doch Winkelhock fährt bei Rosberg und Ekström bei Abt. Weil Winkelhock nicht wie Ekström noch ein drittes Mal an die Box kam, wurden ihm für den fehlenden Pflichthalt 60 Strafsekunden nach dem Rennen aufgebrummt. Ohne diese Strafe wäre er auf dem neunten Platz gelandet.

Wieso waren mit Jamie Green und Mike Rockenfeller zwei Jahreswagen so weit vorne?


Jamie Green (Mercedes) und Mike Rockenfeller (Audi) haben bestätigt, was viele vor dem Auftakt in Hockenheim prophezeit haben. Die Fahrer der Jahreswagen werden 2010 ein Wörtchen mitreden. Green wurde Dritter und schaffte damit den Sprung aufs Podium, Rockenfeller reihte sich auf Platz fünf ein. Die Konkurrenzfähigkeit der Gebrauchtwagenfahrer rührt daher, dass der Gewichtsvorteil gegenüber den Neuwagen größer wurde. Die Differenz zugunsten der 2008er-Autos beträgt nun 25 Kilo statt wie bisher 20 Kilo. Das klingt nicht nach viel, ergibt aber einen Zeitgewinn von einer Zehntelsekunde pro Runde.

War Jamie Greens Spätstopp-Strategie oder Gary Paffetts Frühstopp-Strategie klüger?

Zur Mitte des Rennens sah es so aus, als würde sich Jamie Greens Spätstoppstrategie auszahlen. Während Gary Paffett schon in Runde 12 den ersten Pflichtstopp absolvierte, wartete Green bis in Runde 20 ab. Die Rundenzeiten von Green waren dabei mit den alten Reifen sogar teilweise schneller, als die von Paffett mit neuen Pneus. Jedoch hat Green in Sachen Reifenabnutzung wegen des geringeren Gewichts des Jahreswagens Vorteile. Trotzdem reichte es nicht ganz. Nach Paffets zweitem Stopp in Runde 24 und Greens zweitem Halt in Runde 28 musste sich Green wieder hinter Paffett einreihen. Insgesamt waren Paffetts Boxenstopps aber auch wesentlicher schneller. Green verlor bei beiden Stopps rund eineinhalb Sekunden auf Paffett. Der Abstand bei der Zieldurchfahrt betrug 1,8 Sekunden.

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