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DTM Rennanalyse Norising

Ein Jahreswagen stellt alle in den Schatten

DTM Norisring 2010 Start Foto: xpb 24 Bilder

In unserer Rennanalyse zum vierten DTM-Lauf auf dem Norisring geben wir Ihnen eine Antwort auf die wichtigsten Fragen. Warum hat Ralf Schumacher eine Durchfahrtsstrafe bekommen? Und wieso konnte Audi wieder nicht gewinnen?

05.07.2010 Bianca Leppert

Warum bekam Ralf Schumacher eine Durchfahrtsstrafe?

Ralf Schumacher wurde mit einer Durchfahrtsstrafe für seinen Fehlstart bestraft. Das Wort Frühstart wäre falsch, denn Schumacher fuhr nicht etwa zu früh los, als die Ampel aus ging, sondern ruckte noch bei rot wenige Zentimeter aus seiner Startbox. "Kurz vor dem Start suchte ich den Druckpunkt der Kupplung, dabei bewegte sich das Auto kurz, während die Ampel noch Rot zeigte", erklärte Schumacher anschließend.

Das Reglement sieht für diesen Fall mindestens eine Durchfahrtsstrafe vor, auch wenn er sich dadurch keinen direkten Vorteil verschafft hat. Artikel 38.9 im DTM-Reglement heißt: "Jeder Frühstart wird durch den Renndirektor mindestens mit einer Drive-Through-Strafe belegt. Die Sportkommissare können jedoch auch andere Strafen aussprechen. Als Frühstart gilt jede Bewegung des Fahrzeuges zwischen dem Aufleuchten des zweiten Ampelpaares und dem Startsignal."

Wieso drehte sich Paul di Resta gleich zu Beginn des Rennens?

Paul di Resta rutschte in der Tabelle von Platz zwei auf Rang fünf ab. Nach seinem Pech am Lausitzring, als er wegen einer klemmenden Radmutter nur Zweiter wurde, kam es am Norisring noch viel schlimmer für den Schotten. Von Startplatz acht ins Rennen gegangen, kollidierte er mit Alexandre Prémat. Anschließend beschwerte sich di Resta über Prémats Manöver, schließlich war dieser erst am Lausitzring mit einer rüpelhaften Fahrweise aufgefallen. Prémat beteuerte nach dem Rennen aber seine Unschuld. "Es war ein normaler Rennunfall", meinte der Franzose.

Wie konnte Jamie Green mit einem Auto gewinnen, das schon zwei Jahre alt ist?

Jamie Green gewann das Rennen mit einer Mercedes Benz C-Klasse aus dem Jahr 2008. Genau mit demselben Auto, mit dem er schon 2008 und 2009 auf dem Norisring erfolgreich war. "Ich glaube, das passiert uns nicht mehr so oft, meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Das macht den Sieg so besonders."
 
Für die Hersteller ist die Finanzierung eines solchen "Gebrauchtswagens" natürlich einfacher, als die für ein reines Werksauto. Denn die Teile werden einfach wiederverwendet. "Aber das ist natürlich kein uraltes Auto, sondern ein Aggregate-Träger und die Aggregate sind schon topfit, sonst passiert sowas wie ein Sieg sicherlich nicht", erläutert Haug.

Wieso konnte Audi wieder nicht gewinnen?

Nach zuletzt sieben Norisring-Siegen von Mercedes hatte sich Audi eigentlich vorgenommen, dieses Mal wieder den größten Pokal nach Ingolstadt zu holen. Doch dies wollte nicht ganz gelingen. Im Qualifying konnte man sich keine gute Ausgangsbasis schaffen. Bester Audi-Pilot war Martin Tomczyk auf Platz vier. Woran es genau lag, vermochte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich nicht zu sagen. "Bei denen, die es vielleicht geschafft hätten, hat in der entscheidenden Runde nicht alles zusammengepasst."
 
Tomczyk war in der besten Ausgangsposition, zerstörte sein Rennen allerdings selbst. "Ich habe am Start den Motor abgewürgt und bin bis ans Ende des Feldes zurückgefallen", meint der Rosenheimer. Dass Audi auf dem Stadtkurs allerdings näher an Mercedes dran war als jemals zuvor, bestätigte Mattias Ekström. Der Schwede setzte den Führenden Jamie Green in den letzten Runden ordentlich unter Druck, blieb aber Zweiter.

Wieso fuhr David Coulthard ohne Tür herum?

Noch am Samstag diskutierte man im Fahrerlager über die extreme Hitzebelastung während des Rennens. Am Sonntag war dieses Thema für David Coulthard aber kein Problem mehr. Nachdem ihm Audi-Pilot Markus Winkelhock in die Seite krachte, verlor der Schotte seine Tür. Damit hatte Coulthard eine Klimaanlage gratis. "Trotz der verlorenen Tür, die beschädigt wurde als mir einer reinfuhr, fuhr ich so schnell es ging weiter und das gelang mir unter diesen Umständen auch ganz ordentlich", kommentierte Coulthard sein Rennen. Winkelhock erklärte den Unfall damit, dass er Probleme mit dem Auto hatte.

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