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DTM-Rennanalyse Norisring

Das harte Kopf-an-Kopf Duell an der Spitze

DTM Norisring 2009 Foto: DTM 31 Bilder

Am Norisring sahen die Zuschauer ein DTM-Rennen wie schon lange nicht mehr. Aber warum gewann eigentlich Green und welche Faktoren spielten dabei eine Rolle? Wir liefern Ihnen in unserer Analyse die Antworten.

29.06.2009

Wieso hat Mattias Ekström seinen Teamkollegen Timo Scheider beim Re-Start vorbeigelassen?
 
Zu Beginn des Rennens löste die Kollision von Audi-Pilot Tomas Kostka und Markenkollege Oliver Jarvis im Schöller-S eine Safety-Car-Phase aus. Währenddessen verbremste sich der Führende Timo Scheider in der Dutzendteichkehre und Teamkollege Mattias Ekström zog an ihm vorbei. Genau zu diesem Zeitpunkt begannen die Streckenposten gelbe Flaggen zu schwenken. Um auf Nummer sicher zu gehen, erhielt Ekström beim Re-Start über Funk die Anweisung, er solle Scheider wieder vorbeilassen.

DTM: Doppelsieg für Mercedes am Norisring 3:49 Min.

Wieso fiel Mattias Ekström zwischenzeitlich zurück?
 
In der Anfangsphase des Rennens fuhr Mattias Ekström direkt hinter Timo Scheider auf Platz zwei. Ein schlechter erster Boxenstopp mit 4,5 Sekunden Standzeit in Runde 22 kostete ihn einen Platz. Er musste sich auf Rang drei hinter Scheider und Gary Paffett einreihen. Erst bei seinem zweiten Stopp in Runde 44 machte der Schwede wieder Zeit gut und kam vor Paffett auf die Strecke.
 
Wie konnte sich Jamie Green in einem Vorjahreswagen von Platz sieben so weit nach vorne arbeiten?
 
Der Mercedes-Pilot machte bereits beim Start zwei Positionen gut und lag hinter Scheider, Ekström, Spengler und Paffett auf Platz fünf. Der Brite blieb von diesem Quintett am längsten auf der Strecke und zögerte seinen Boxenstopp bis in Runde 40 hinaus. Danach lag er schon auf Position drei. Anschließend machte Green Druck auf seine Vordermänner und drehte eine schnelle Runde nach der anderen. Kurzzeitig führte er, da Scheider und Spengler ihren zweiten Stopp absolvierten. Der Vorsprung, den er sich dabei herausfuhr, reichte allerdings nicht ganz, um nach dem zweiten Stopp die Führung zu behalten. Er musste sich hinter Spengler auf Platz drei einordnen.

Dann begann der spannende Dreikampf in den letzten zwanzig Runden des Rennens - das Trio trennte in Runde 58 von 80 gerade einmal 1,1 Sekunden. Nicht zu vergessen: Green siegte schon im vergangenen Jahr am Norisring mit dem identischen Auto; der Vorjahreswagen wiegt außerdem 20 Kilogramm weniger als die aktuellen Autos.

Wieso musste Timo Scheider seine Führung so kurz vor Schluss abgeben?
 
Scheider hatte kaum Vorsprung an der Spitze. Bruno Spengler klebte ihm förmlich an der Stoßstange. Der Audi-Pilot fuhr eine sehr weite, runde Linie und machte damit die Tür für Spengler oft weit auf. Immer wieder versuchte Spengler sein Glück, doch ohne Erfolg. Bis er sich schließlich fünf Runden vor Schluss in der Dutzendteichkehre an Scheider vorbeibremste. Die Führung hielt aber nicht lange. In der Grundigkehre verbremste sich Spengler.

Green nutzte diese Chance und zog gemeinsam mit Scheider an dem Kanadier vorbei. Es folgte ein hartes aber faires Duell zwischen Green und Scheider, aus dem Green in der vorletzten Runde als Gewinner hervorging. Der Mercedes-Pilot drückte sich an Scheider vorbei; mit ihm nutzten Spengler und Ekström diese Gelegenheit. Dem gesundheitlich angeschlagenen Scheider blieb nur noch Platz vier.

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