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DTM Rennanalyse Nürburgring

Warum Audi den Sieg verschenkte

DTM Nürburgring Foto: xpb 25 Bilder

In unserer DTM-Rennanalyse zum Rennen am Nürburgring klären wir die wichtigsten Fragen. Zum Beispiel, ob Audi aus eigener Kraft noch den Titel holen kann. Und was ging bei Mattias Ekström am Start eigentlich schief? Hätte Paul di Resta Bruno Spengler noch angreifen können?

09.08.2010 Bianca Leppert

Kann Audi noch aus eigener Kraft Meister werden?

Schaut man sich den DTM-Tabellenstand an, wirken 19 Punkte Vorsprung von Bruno Spengler auf den besten Audi-Piloten Mattias Ekström auf den ersten Blick nicht allzu dramatisch. Ekström müsste zweimal gewinnen und Spengler zweimal null Punkte holen und der Spieß dreht sich um. Doch bei sechs verbleibenden Rennen ist das nicht unbedingt einfach. Für Mercedes bedeutet dieses Ergebnis einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft. Denn selbst wenn Audi-Speerspitze Mattias Ekström in den verbleibenden sechs Rennen immer gewinnen würde und Bruno Spengler nur Zweiter wird, könnte er nur zwölf Punkte aufholen. Audi könnte also aus eigener Kraft nicht mehr Meister werden, sondern müsste auf das Mercedes-Pech hoffen.

Warum ist Mattias Ekström überhaupt zurück gefallen?

Mit der Pole-Position hatte Mattias Ekström beim DTM-Lauf am Nürburgring eigentlich die besten Karten für das Rennen. Bruno Spengler stand auf der dreckigen Seite. Der Frankokanadier hoffte zwar darauf, den Vorteil der inneren Bahn ausspielen zu können, doch Mercedes-Sportchef Norbert Haug sah die dreckige Seite trotzdem als Nachteil. Letztlich erwischte Ekström aber einen schlechten Start und kämpfte mit Wheelspin. Spengler übernahm klar die Führung. Als Ekström vor der ersten Kurve dann auch noch den ersten Gang nicht rein bekam, fiel er bis auf Platz sieben zurück und konnte auch während des Rennens nichts mehr ausrichten.

Hätte Paul di Resta eine Chance gehabt, Bruno Spengler zu überholen?

Paul di Resta war das ganze Rennen über ein Schatten von Bruno Spengler. Der Schotte konnte das Tempo des Meisterschaftsführenden die ganze Zeit mitgehen. Zum Showdown kam es in Runde 36, als beide gleichzeitig die Box ansteuerten. Di Restas Stopp war zwar eine Zehntelsekunde schneller, doch es reichte nicht. "Ich machte gleich in der ersten Runde ein paar Plätze gut, doch an Bruno kam ich nicht vorbei", meinte di Resta. "Wir waren am Anfang sehr stark und auch über die Distanz war das Auto gut. Aber die Performance im Qualifying war nicht ganz so gut, wie sie sein sollte. Aber wir haben heute viele Punkte geholt."

Wieso war kein Audi in der Lage zu gewinnen?

"Es war heute wirklich ein sehr schlechtes Rennen für uns. Die Performance war nicht gut, wir haben nicht das optimale aus den Positionen in den ersten Runden gemacht, keine perfekten Boxenstopps geschafft und es auch noch geschafft, uns gegenseitig von der Bahn zu fahren", fasste Audi-Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich die Katastrophe nüchtern zusammen. Vor allem überraschte Ullrich, dass man an die überragende Performance von Mattias Ekström vom Samstag nicht mehr anknüpfen konnte. Nun beginnt im Audi-Lager die Fehleranalyse.

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