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DTM Shanghai 2010

Gary Paffett siegt, Paul di Resta ist Meister

DTM 2010 Shanghai Foto: xpb 18 Bilder

Mercedes-Pilot Paul di Resta ist neuer Champion des Deutschen Tourenwagen Masters. Dem Briten reichte beim Saisonfinale am Sonntag in Shanghai ein zweiter Platz hinter seinem Markenkollegen Gary Paffett zum erstmaligen Titeltriumph.

28.11.2010

Der bisherige Spitzenreiter Bruno Spengler hatte seine Titelchancen durch einen Unfall in der Qualifikation am Samstag verspielt. Der Kanadier war nur von Startplatz 17 ins Rennen
gegangen. Das Finale wurde sieben Minuten vor Schluss wegen eines Unfalls vorzeitig abgebrochen.

Coulthard in den Punkten, Spengler ohne Titelchance

Dritter nach 49 Runden auf dem 2,465 Kilometer langen Stadtkurs wurde Timo Scheider (Audi). Die Punkteränge komplettierten Martin Tomczyk (Audi), Miguel Molina (Audi), Jamie Green (Mercedes-Benz), Markus Winkelhock (Audi) und David Coulthard (Mercedes-Benz). Für den ehemaligen Formel-1-Piloten Coulthard ist der achte Platz das beste Ergebnis in seinem Premierenjahr in der DTM.

Seinen ersten Titeltriumph im Deutschen Tourenwagen Masters feierte Paul di Resta mit qualmenden Reifen und einem Bier. "Der DTM-Titel ist einfach riesig", sagte der Mercedes-Pilot, der die Qualifikations-Pleite seines Markenkollegen Bruno Spengler eiskalt genutzt hatte. "Ich hatte nie Zweifel." Di Resta reichte beim wegen eines Unfalls vorzeitig gestoppten Finale am Sonntag in Shanghai ein zweiter Platz zum Champions-Coup hinter seinem britischen Landsmann Gary Paffett, der Gesamtzweiter wurde.

"Paul ist eine ganz starke Saison gefahren", lobte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug den neuen Meister. Der Doppelerfolg auf dem tückischen Pudong Circuit war der krönende Abschluss einer überragenden Saison für die Sternfahrer. "Drei Piloten innerhalb von
fünf Punkten ist toll", strich Haug die Dominanz von di Resta, Paffett und dem noch auf den dritten Platz zurückgefallenen bisherigen Spitzenreiter Spengler heraus. "Jeder hätte den Titel verdient." Mercedes gewann neun von elf Läufen.

Audi spielt keine Rolle, di Resta mit F1-Ambitionen

Audi spielte beim Finale wie fast während der gesamten Saison keine große Rolle im Kampf um den Sieg. Wenigstens konnte Timo Scheider als Dritter für einen einigermaßen versöhnlichen Abschluss sorgen. "Wir haben früh gemerkt, dass es dieses Jahr nichts mehr
wird", räumte der zweimalige Champion aus Altach die Chancenlosigkeit der Ring-Piloten ein. "Paul hat es verdient, er fuhr eine starke zweite Saisonhälfte", gratulierte Scheider seinem Nachfolger.

Die Spannung war schon vor dem Start weitgehend verpufft. Spengler hatte seine Titelchancen in der chaotisch verlaufenen Qualifikation verspielt. Der Kanadier krachte auf dem rutschigen Kurs mit seinem Mercedes in die Mauer und musste als 17. aussichtslos abgeschlagen ins Rennen gehen. "Die Meisterschaft war schon vor dem Start entschieden", sagte Spengler, der den 13. Platz belegte,  enttäuscht. "Ob Gesamtzweiter oder Dritter ist wurscht. Nur der Titel zählt."

Wegen der zahlreichen spektakulären Unfälle am Samstag wurde das Finale aus Sicherheitsgründen hinter dem Safety Car gestartet und erst nach drei Runden freigegeben. Der von der Pole Position losgefahrene di Resta kontrollierte lange das Geschehen. Auch ein schlechter erster Boxenstopp konnte ihn nicht bremsen. "Die Pole war die Grundlage für den Erfolg", sagte er. Dank seines beruhigenden Sechs-Punktevorsprungs auf Paffett und Spenglers Notlage musste der Schotte nicht siegen und konnte taktisch fahren.

Als das ursprünglich auf 60 Runden angesetzte Rennen auf dem 2,465 Kilometer langen Stadtkurs wegen eines Unfalls zwischen Mike Rockenfeller und Susie Stoddart sieben Minuten vor Schluss abgebrochen wurde, war die Resta sogar noch früher als erwartet am
Ziel. "Dass Mercedes die ersten drei Plätze belegt, gab es schon lange nicht mehr", jubelte der sonst so zurückhaltende Champion. "Ich werde mir sicher ein, zwei Bier genehmigen."

Paffett gewann nach 49 Runden in 51:57,657 Minuten mit 3,571 Sekunden Vorsprung vor di Resta. Hinter Scheider folgten in Martin Tomczyk (Rosenheim) und Miguel Molina (Spanien) zwei weitere Audi-Vertreter auf den Rängen vier und fünf. In der Endabrechnung setzte sich di Resta mit 71 Punkten vor Paffett (67) und Spengler (66) durch. Scheider (53) war als Vierter bester Audi-Pilot.

Auch wenn für di Resta nun die Nummer 1 für nächstes Jahr reserviert ist, hofft der Testpilot von Force India weiterhin auf einen Aufstieg in die Königsklasse. "Es laufen Verhandlungen, um für die Zukunft einen Sitz in der Formel 1 zu sichern", sagte er.

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