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DTM Spielberg 2012 Qualifying

Erste Pole für Audi-Pilot Mortara

Edoardo Mortara, Spielberg DTM 2012, Qualifying Foto: dtm 21 Bilder

Audi-Pilot Edoardo Mortara hat sich in Spielberg überraschend die Pole Position für den vierten Saisonlauf der DTM gesichert.

02.06.2012 Claus Mühlberger

Das Training auf dem Österreichring endete mit einer faustdicken Überraschung: Edoardo Mortara sicherte sich mit dem Audi A5 des Rosberg-Teams die Pole-Position vor Gary Paffett (HWA-Mercedes C-Coupé) und Mattias Ekström (Abt-Audi A5).

"Man kann sich nicht vorstellen, wie ich mich freue", sagte der 25-Jährige Italo-Schweizer. "Ich komme ja aus einer wirklich schwierigen Situation. Gestern hatte ich im freien Training noch einen blöden Unfall. Von da an ging es aber bergauf." Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich war begeistert von seinem Schützling, dem Formel 3-Euroserie-Champion von 2010: "Edo war den bisherigen Rennen immer schnell aber hatte nicht das nötige Glück. Außerdem hat er zurzeit eine Menge Prüfungen an der Uni."

Erste DTM-Pole für Rosberg-Team seit 16 Jahren

Grund zum jubeln hatte natürlich auch das von Arno Zenssen geleitete Rosberg-Team. Die letzte DTM-Pole für die Mannschaft aus dem pfälzischen Neustadt  liegt nicht weniger als 16 Jahre zurück: 1996 fuhr Hands-Joachim Stuck in Helsinki die Trainingsbestzeit, mit einem Opel Calibra V6 4x4.

Tabellenführer Gary Paffett besitzt als Zweiter am Start beste Chancen, seine Führung weiter auszubauen. Zumal sein Widersacher Bruno Spengler (BMW) nur auf Platz sechs landete. Der Brite verwies auf die geringen Zeitabstände: "Das geht das ganze Jahr über schon so und es ist hier nicht anders. Ich fühle mich in meinem Auto immer wohler im Training. Bei den ersten beiden Rennen des Jahres war dies noch nicht der Fall. Aber seit Brands Hatch verhält sich das Auto immer besser. Ich mache nichts anders als letztes Jahr. Aber plötzlich läuft es wie von alleine."

Sein Chef Norbert Haug war vorsichtig mit Prophezeiungen: "Das Rennen morgen wird das längste der DTM-Geschichte. Ich glaube dass es hier zehn potentielle Sieger gibt." Der wiedererstarkte Paffett ist für Haug eine Bestätigung seiner ruhigen Personalpolitik: "Man muss  an seine Leute glauben", sagte der Mercedes-Sportchef. "Gary hat zwar 2011 keine Podiumsplatzierung geholt, aber ich habe eine Menge starker Rennen von ihm gesehen, wo er von Startplatz 16 bis auf Rang vier noch vorne gefahren ist."

"Unser M3 gut funktioniert"

Neben den drittplatzierten Audi-Mann Mattias Ekström, qualifizierte sich BMW-Fahrer Martin Tomczyk für die zweite Startreihe. Damit gelang dem Titelverteidiger sein bislang bestes Trainingsergebnis in diesem Jahr. Tomczyk dachte aber nicht an sich selbst sondern auch an seinen Teammate bei Reinhold-BMW, Joey Hand. "Er hatte anfangs viele Probleme und jetzt steht er direkt hinter mir. Das zeigt, dass unser M3 gut funktioniert." Kämpferisch fügte Tomczyk hinzu: "Unser Auto ist auch beim Longrun sehr schnell. Ich hoffe dass wir den Burschen, die vor uns stehen, das Leben schwer machen können." Jens Marqurdt: "Fünf M3 in den Top 11 – das zeigt, dass wir ein gutes Auto haben."

Für Bruno Spengler ist der sechste Startplatzt sicherlich ein kleiner Rückschlag. Bei den letzten beiden Rennen hatte der Kanadier in BMW-Diensten die Startpositionen eins und drei herausgefahren. "Diesmal war das Auto nicht ganz so gut in Form", meinte Spengler. "Wir hatten schon im Freien Training ein bisschen Probleme das richtige Setup zu finden."

Ralf Schumacher kam auf Platz zehn. Dies ist zwar das bislang beste Trainingsergebnis des Ex-Formel 1-Faherrs in diesem Jahr. Zufrieden war Schumacher damit aber keineswegs. "Das war nicht perfekt", meinte er. "Jetzt müssen wir mal schauen, woran es lag." Während Schumachers Formkurve zumindest leicht ansteigend ist, kam es für zwei Promis im Starterfeld knüppeldick: David Coulthard muss mit seinem  Mercedes in der Startaufstellung morgen ganz hinten einparken. Auch der zweimalige Ex-Meister Timo Scheider ärgerte sich als 16. des Trainings: "Ich war einfach nicht schnell genug. Dabei hatte ich keine großartigen Probleme. Und das ist das wirklich Frustrierende."

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