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DTM Technik 2017

Tourenwagen mit Flügel-Salat

Audi RS5 - DTM - Technik - 2017 Foto: Wilhelm 45 Bilder

Die Technik der DTM-Autos 2017 ist so kompliziert, wie noch nie zuvor. Der Fokus der Entwickler lag im Winter vor allem auf der Aerodynamik. Wir zeigen Ihnen, wie sich der Audi RS5, der Mercedes C63 und der BMW M4 im Detail unterscheiden.

09.05.2017 Tobias Grüner 5 Kommentare

Es wird schwer für den neuen DTM-Boss Gerhard Berger, diesen Geist noch einmal in die Flasche zu bekommen. Trotz vieler Einheitsteile, wie zum Beispiel Frontsplitter, Unterboden oder Heckflügel, investieren die drei Hersteller nach wie vor Millionen in die aerodynamische Optimierung im Windkanal.

Abtrieb ist nach wie vor das Zauberwort. Je mehr Grip, desto schneller geht es durch die Kurven und desto weniger verschleißen die empfindlichen Hankook-Gummis der Generation 2017. Schaut man sich die neuen Autos von Mercedes, Audi und BMW mal etwas genauer an, dann hat das mit seriennahem Motorsport nicht mehr viel zu tun.

Komplizierte Winglets an den Kotflügeln

Aus Kostengründen war die Weiterentwicklung in der letzten Saison eingefroren. Für dieses Jahr durften die Ingenieure wieder Vollgas geben. So beträgt der Anteil neuer Teile am Mercedes zum Beispiel 70 Prozent. Schon im Frühjahr 2016 wurde mit den Tests im Windkanal begonnen. Bis kurz vor der Homologations-Deadline am 1. März 2017 wurde an den vielen kleinen Aero-Elementen herumgefeilt.

Das Ergebnis sieht man auf den ersten Blick: Überall wuchern Winglets und Flicks aus der Karosserie, die bei Feindkontakt sofort auf der Strecke bleiben. Aus Angst vor Abtriebsverlust vermeiden viele Piloten enge Rad-an-Rad-Duelle im Zweifel lieber. Die DTM-Verantwortlichen haben bereits angekündigt, diesen extremen Auswüchsen in Zukunft einen Riegel vorzuschieben, um mehr Zweikampf-Action zu generieren.

DTM weit entfernt von Serientechnik

Nicht nur die Mini-Flügelchen sind einen genaueren Blick wert. Am Audi RS5 ist nicht mal mehr ein richtiger Kühlergrill zu erkennen. Die Konturen der Single-Frame-Frontpartie aus der Serie wurden nur noch aufgeklebt. Auch im Heck wurde fleißig Hand angelegt. So ist die RS5-Karosserie über dem hinteren Kotflügel stark eingedellt, damit der Heckflügel besser angeströmt wird.

Auch in Sachen Diffusor sind die Techniker auf interessante Lösungen gekommen. In unserer Galerie zeigen wir Ihnen im Detail, wie sich die drei Autos unterscheiden.

Neuester Kommentar

@harlem24 "...@exigeE265
Ganz ehrlich, schau Dir WTCC da siehst Du wie langweilig seriennahe Fahrzeuge im Tourenwagensport sein können, da ist mir jedes DTM Rennen lieber. ..."

So eine technisch langweilige Serie wie die DTM, wo es keine Diversifizierung in wesentlichen technischen Aspekten gibt (Motor, Antriebsstruktur, Chassis, etc.) schaue ich mir nicht an - oder soll ich mir einreden lassen, das so etwas technisch spannend ist?
Da finde ich Formel1 und die WEC deutlich spannender. Wenn man am vergangenen Wochenende in Spa bei der WEC war und gesehen hat, wie die LMP1-Fahrzeuge mit Formel 1 Tempo den Kurs umrundet haben und gleichzeitig seriennahe GTs (Ferrari, Ford, Aston Martin - Porsche hat in der GT-Klasse allerdings keinen seriennahen Wagen: Sie mussten den 911RSR vom Heckmotor zu einem Mittelmotorwagen umbauen,, um einigermaßen konkurrenzfähig zu sein...) auf hohem Niveau mitfahren, ist das schon ziemlich spannend bei allerhöchster technischer Finesse. Wenn man sieht, wie die LMP1-Fahrzeuge die Eau Rouge hochbeschleunigen und schon lange vor Les Combes vom Gas gehen, um Energie zu rekuperieren, ist das schon faszinierend. Wenn die LMP2-Fahrzeuge gleichzeitig aufgrund ihrer konventionellen Antriebstechnik Vollgas fahren und deutlich später in die Kurven bremsen... Einfach nur genial, das fordert die Fahrer auch ungemein.

ExigeE265 11. Mai 2017, 08:59 Uhr
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