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DTM

Tomczyk siegt in Spanien

Foto: dpa 34 Bilder

Martin Tomczyk gewann auf der Kurzvariante der Grand-Prix-Strecke Circuit de Catalunya nach 171,042 Kilometern in 1:06:07,496 Stunden. Mit Rang zwei hat Rekord-Champion Bernd Schneider einen weiteren Schritt zu seinem fünften Titelgewinn gemacht.

25.09.2006

Schneider lag nach 58 Runden 2,898 Sekunden zurück - damit baute der Mercedes-Mann beim spannenden achten Saisonlauf in Barcelona seinen Vorsprung auf den nur neuntplatzierten Audi-Rivalen Tom Kristensen auf schier uneinholbare 18 Punkte aus und kann bereits beim vorletzten Rennen Mitte Oktober in Le Mans alles klar machen.

Dies trübte die Freude im Audi-Lager über Martin Tomczyks ersten Sieg und Heinz-Harald Frentzens dritten Platz bei der DTM-Premiere in Spanien am Sonntag (24.9.). "Es ist bitter, dass Tom nur Neunter wurde. Aber jetzt freue ich mich trotzdem über meinen ersten Erfolg. Unglaublich!", sagte Tomczyk mit gemischten Gefühlen.

Schneider: "Es war eine Nervenschlacht."

Vor den beiden Abschlussrennen führt Schneider nun souverän mit 62 Punkten vor Kristensen (44). "Jetzt kann ich die Sache natürlich wesentlich entspannter angehen", sagte der heimliche Sieger Schneider. "Es war eine Nervenschlacht. Kristensen wusste, dass er unbedingt gewinnen muss, um im Titelrennen zu bleiben." Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sprach von "einem wichtigen Schritt in der Meisterschaft. Gejubelt wird aber erst, wenn alles perfekt ist". Kristensen kommentierte seinen "Nuller" enttäuscht: "Das ist das Schlimmste, was mir in der DTM passiert ist. Jetzt habe ich nur noch theoretische Titelchancen."

Für Tomczyk ging in Barcelona ein Traum in Erfüllung. Der 24 Jahre alte Bayer feierte mit Pole-Position und Premierensieg ein perfektes Wochenende vor insgesamt 42.000 Zuschauern. Fast fünf Jahre lang musste der bereits mit 19 in dieser populären Serie debütierende Sohn des ADAC-Sportpräsidenten Hermann Tomczyk auf diesen Triumph warten. Im 57. Anlauf klappte es endlich und der Vater konnte seinem Filius stolz den Siegerpokal überreichen.

Ausflug ins Kiesbett kostete Schneider den Sieg

Tomczyk und Schneider hätten durch mehrere Fehler in der Schlussphase ihre Erfolge allerdings fast noch verspielt. "Ich hatte große Bremsprobleme", rechtfertigte sich der Audi-Pilot. "Ein Glück, dass Bernd auch noch patzte." Routinier Schneider raste bei seiner Verfolgungsjagd in der drittletzten Runde ins Kiesbett und musste dadurch alle Hoffnungen auf den Sieg begraben.

Nach einer spektakulären Massenkollision im hinteren Teil des Fahrerfeldes musste das Rennen gleich nach der ersten Runde durch das Safety Car neutralisiert werden. Drei in den Unfall verwickelte Audi-Vertreter und ein Mercedes-Mann konnten wegen Totalschadens nicht weiterfahren. Nach erneuter Freigabe vier Umläufe später behauptete das Audi-Trio Tomczyk, Frentzen und Kristensen zunächst seine Führung. Schneider nutzte aber eine kleine Unachtsamkeit seines dänischen Titelrivalen in der sechsten Runde zum Überholen, wobei Kristensens A4 DTM 2006 leicht beschädigt wurde. Wenig später schnappte sich der schnelle Saarländer auch Frentzen.

Der von den Ingolstädtern auf Verfolgungsjagd angesetzte Ex-Meister Mattias Ekström verdrängte Schneider dann bei Halbzeit vom zweiten Rang. Damit lagen wieder zwei Audi an der Spitze. Der Schwede und der Saarländer lieferten sich in der Folge weitere harte Duelle mit folgenschweren Auswirkungen für Ekström: Die Rennleitung verhängte gegen den 28-Jährigen eine Durchfahrtsstrafe, weil er bei einer Attacke Schneiders Mercedes angeschoben hatte. Dadurch kam Ekström um die reelle Chance, Tomczyk noch zu überholen und fiel stattdessen auf den vierten Platz zurück. "Das ist eine Entscheidung der Rennleitung, die wir zu akzeptieren haben", kommentierte Audi- Rennleiter Wolfgang Ullrich frustriert die Bestrafung.

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