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DTM Zandvoort 2009

Ergebnis Qualifying - Jarvis auf Pole

Audi Sport Team Phoenix: Oliver Jarvis Foto: Audi 22 Bilder

Mit einer faustdicken Überraschung endete das Qualifikationstraining zum vierten DTM-Rennen des Jahres. Oliver Jarvis im Audi-Jahreswagen des Phönix-Team fuhr zum ersten Mal in seiner DTM-Karriere auf die Pole-Position.

18.07.2009

Der 25-jährige hatte einen riesigen Vorsprung von sechs Zehntelsekunden auf den Zweitplatzierten, seinen Landsmann Gary Paffett im 2009er Mercedes. Auch in der zweiten Startreihe stehen mit dem Kanadier Bruno Spengler und Mike Rockenfeller aus Neuwied je ein 2009er Mercedes und ein 2008er-Audi.

Enttäuschte Audi-Favoriten, strahlender Jarvis

Eine bittere Enttäuschung mussten die favorisierten Fahrer der neuen Audi hinnehmen: Martin Tomczyk, Mattias Ekström, Tom Kristensen und Titelverteidiger Timo Scheider belegten nur die Plätze acht bis elf, und zwar genau in dieser Reihenfolge. "Ich glaube, ich werde heute den ganzen Nachmittag lang mit einem Grinsen durch das Fahrerlager laufen", meinte der strahlende Jarvis nach seinem Husarenritt. "Eine großartige Vorstellung von Oliver", lobte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich. "Heute hat alles für ihn zusammengepasst. Und das Team von Ernst Moser hat tolle Arbeit geleistet."

Dann schritt Ullrich zur technischen Analyse: "In Zandvoort ist es nur ein ganz kleiner Nachteil, ein 2008er Auto zu fahren. Genau dieses Auto hat hier schon im letzten Jahr eine tolle Performance gezeigt." Vor Jahresfrist hatten die Ingolstädter einen nie gefährdeten Vierfach-Sieg eingefahren. "Trotzdem muss man das erst mal wieder hinbekommen", meinte Ullrich weiter. "Und dann liegt es am Fahrer, die Performance auf der Strecke umzusetzen."

Nicht zu vergessen ist im Übrigen die günstige Gewichtseinstufung der 2008er-Audi: In Zandvoort dürfen die Vorjahres-A4 mit einem Gewicht von 1.025 Kilo antreten. Damit sind sie 30 Kilo leichter als die aktuellen Mercedes. In der Theorie ergibt dies einen Zeitvorteil von fünf bis sechs Zehntelsekunden.

Legge sorgt für Aufregung bei Teamkollegen

"Mit den Ergebnissen unserer neuen Auto bin ich nicht so glücklich", klagte Audi-Sportchef Ullrich. Nicht ganz unschuldig am schwachen Abschneiden war ausgerechnet Katherine Legge. Die Engländerin rammte den A4 von Timo Scheider in der Boxengasse. Und dann stand sie auf der Piste auch noch dem Teamkollegen Ekström im Weg, als der sich gerade aufmachte, eine schnelle Runde zu drehen. "Ein bisserl Durcheinander gab es", beobachtete Ullrich. "Ich glaube aber nicht, dass das jemand absichtlich macht." Der wutentbrannte Ekström bot seiner Teamkollegin an: "Ich schenke Dir ein Paar neue Rückspiegel."

Ralf Schumacher startet von ganz hinten

Aber auch zwei Fahrer hatten Probleme, sich über die Vorfahrtsregeln zu verständigen. Ralf Schumacher und Mathias Lauda rempelten sich auf der Strecke an wie zwei übermütige Buben auf dem Schulweg. Die Quittung dafür gab es prompt: Lauda kam nur auf Platz 18, Ralf Schumacher wird sogar nur als Letzter starten. Mercedes-Sportchef Norbert Haug weigerte sich zunächst, öffentlich einen Schuldigen auszumachen: "Ich schau mir das Video nochmals an und möglicherweise gibt es dann eine kleine Rücksprache." Nach einer kleinen Kunstpause fügt er hinzu: "Wenn Sie wissen, was ich meine."

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