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DTM Zandvoort 2011

Erster DTM-Sieg für Rockenfeller

Mike Rockenfeller  - DTM Zandvoort Foto: xpb 23 Bilder

Audi-Pilot Mike Rockenfeller fuhr für die Ingolstädter im niederländischen Zandvoort den ersten Saisonsieg heraus und feierte damit seinen ersten DTM-Erfolg überhaupt. Bester Mercedes-Pilot war der Hockenheim-Sieger Bruno Spengler auf Rang zwei.

16.05.2011 Claus Mühlberger

Nach dem Holland-Trip der DTM steht fest: Es gab zwei große Gewinner. Zu einen Mike Rockenfeller, der es bei seinem erst zweiten Rennen für das Audi-Nummer 1-Team Abt schaffte, einen Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Besonders viel Grund zum Strahlen hatte aber auch ein Mercedes-Fahrer: Bruno Spengler fuhr clever auf Rang zwei und baute so seine Meisterschaftsführung von zwei Punkten auf nunmehr schon acht Zähler aus. Auf den zweitbesten Mercedes-Fahrer, Jamie Green, beträgt der Vorsprung des Kanadiers sogar schon elf Punkte. Klarer kann man seinen Anspruch auf die Rolle des Teamleaders wohl kaum manifestieren.

Rockenfeller ganz cool nach Premierensieg

Bei vielen Rennfahrern fließen nach dem lange ersehnten ersten Sieg Tränen. Mike Rockenfeller ist da aus anderem Holz geschnitzt. Mit Bruce-Willis-ähnlicher Coolness kommentierte er seine Fahrt zum Triumph: "Klar freue ich mich. Aber es ist ja nicht das erste Mal, dass ich ein Rennen gewann." 2010 hatte der 27-Jährige sogar bei zwei Klassikern des Langstreckensports zugeschlagen: Rockenfeller gewann sowohl die 24 Stunden von Daytona wie auch die 24 Stunden von Le Mans (zusammen mit Timo Bernhard und dem Franzosen Romain Dumas).

In die DTM hatte er sich 2007 auch mit einem Paukenschlag eingeführt: Bei seinem zweiten Rennen kam er schon als Dritter aufs Siegerpodium. "Da hat man schon gesehen, dass bei diesem jungen Fahrer noch was Großes kommen kann", erinnerte sich Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich.

Spengler zu spät beim Reifenwechsel

Die Entscheidung beim Kampf um den Sieg fiel zwischen Runde 11 und Runde 15. Rockenfeller, zu diesem Zeitpunkt Zweiter, kam als Erster zum Boxenstopp. Der führende Spengler hätte eigentlich eine Runde später nachziehen müssen - so lautet eine alte DTM-Taktikweisheit. "Doch mein Funk hatte Aussetzer. Ich konnte nichts hören", erklärte der Kanadier später. Deswegen kam Spengler zwei Runden später als Rockenfeller zum Reifenwechsel.

Der Audi-Fahrer drehte in diesen Runden ordentlich auf und nutzte den Extra-Grip des neuen Reifensatzes. Als Spengler nach seinem Stopp auf der Piste orientierte, kam er ins Staunen: "Ich war schockiert, wie weit der vorne lag." Drei Sekunden betrug Rockenfellers Polster. Spengler sah ein: Da ist nichts mehr zu machen und beschränkte sich klug darauf, die für Platz zwei ausgelobten acht Punkte zu erwerben.

Tomczyk setzt sich gegen Green durch

Von hinten drohte Spengler keine Gefahr. Auch deswegen, weil sich Jamie Green im HWA-Mercedes und Martin Tomczyk mit Phoenix-Audi des Baujahres 2008 eine zähe Schlacht um Platz drei lieferten. Die Art und Weise wie der Bayer den Briten niederrang, war sehenswert: mit einem Ausbremsmanöver bei Tempo 250 und ganz ohne die Hilfe von KERS, DRS oder krass nachlassenden Pirelli-Reifen.

Mit zehn Punkten liegt Tomczyk auf nun Tabellenrang drei. Nicht schlecht für einen, der vom der sportlichen Leitung der Ingolstädter schon halb ausgemustert wurde. Auch wenn dies in verbale Wattebäuschchen verpackt wird. "Ich wollte Martin die Chance geben sich in einem neuen Umfeld zu bewähren und seine Karriere sozusagen neu zu starten", sagte Ullrich. Der Erfolg gibt dem Österreicher offensichtlich recht.

DTM 2011 noch kein Auslaufmodell

Generell sind die Fahrer der so genannten Vorjahresauto alles andere als chancenlos. Zwar verfügen die 2008 er Modelle nicht über die allerletzten Aero-Gimmicks. Dafür aber bekommen sie einen Gewichtsbonus von 25 Kilo, was im Schnitt einem Zeitgewinn von fünf Zehntelsekunden entspricht. Im ersten Abschnitt es Qualifyings lagen zwischen dem Ersten und dem 16. gerade mal sieben Zehntelsekunden. "So ein ausgeglichenes Feld gibt sonst nirgendwo", stellt Mercedes-Sportchef Norbert Haug fest. "Das zeigt, dass die DTM auch im letzten Jahr in dem nach dem alten Reglement gefahren wird, alles andere als ein Auslaufmodell ist."

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