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DTM Zandvoort

Ekström siegt und fährt Titel entgegen

Foto: dpa

Überschattet von einem glücklich überstandenen Horror-Crash des Briten Peter Dumbreck ist Vorjahresmeister Bernd Schneider schon vier Wochen vor dem großen Finale in Hockenheim im deutschen Tourenwagen-Masters entthront worden.

05.09.2004

Während Audi-Pilot Mattias Ekström (Schweden) am Sonntag (5.9.) die Nerven behielt und nach seinem dritten Saisonsieg dem Titel souverän entgegen fährt, endete in den Dünen von Zandvoort die Herrschaft des mit vier Titelgewinnen erfolgreichsten DTM-Piloten. Bei dem Rennen, das nach dem wie durch ein Wunder glimpflich verlaufenen Dumbreck-Unfall neu gestartet werden musste, schnappte der Rosenheimer Martin Tomczyk im Abt-Audi der Mercedes-Konkurrenz als Zweiter wichtige Punkte im Titelkampf weg.

Der Niederländer Christian Albers und der Brite Gary Paffett belegten beim drittletzten Saisonlauf vor 73.000 Zuschauern lediglich die Plätze drei und vier. Die beiden Mercedes-Piloten sind damit in den letzten beiden Rennen zum Siegen verdammt und müssen auf einen Ausrutscher des Spitzenreiters Ekström hoffen. Der mit 61 Punkten souveräne Ekström ist von Albers (50) und Paffett (46) nur noch schwer einzuholen. Der Schwede kann seinen ersten DTM-Titel schon in Brünn in zwei Wochen aus eigener Kraft unter Dach und Fach bringen.

Doch der Kampf um die DTM-Spitze rückte angesichts des zweiten schweren Crash in Dumbrecks Rennfahrerkarriere zunächst in den Hintergrund. Schon 1999 in Le Mans war der Schutzengel mit an Bord gewesen. "Das war ein böser Unfall. Wir sind alle froh, dass nichts passiert ist", sagte Christian Abt und zeigte, dass auch die Konkurrenz geschockt war. In der Eingangskurve zur Start-Ziel-Geraden war Dumbreck mit seinem Opel in der 23. der 36 Runden in die Reifenstapel gekracht. Der Brite überschlug sich mehrmals, konnte aber selbstständig aus seinem völlig zerstörten Opel aussteigen und wurde zur Kontrolle ins Krankenhaus eingeliefert. "Es sind keine Verletzungen feststellbar", gab Opel-Teamchef Volker Stryzek schnell Entwarnung.

Nachdem die 4,307 Kilometer lange Strecke von den Wrackteilen gesäubert worden war, ging es nach 80-minütiger Pause mit dem Neustart weiter. "Die Leute haben für die volle Distanz bezahlt, da müssen wir auch fahren», gab sich Altmeister Schneider cool. Auf den letzten zehn Runden verteidigte Ekström seine Führung, doch sein Konkurrent Albers verbesserte sich mit seinem Superstart auf Platz drei. In Zandvoort hatte Schneider, der in den Jahren 1995, 2000, 2001, 2003 den DTM-Titel gewonnen hatte, noch einmal seine Klasse aufblitzen lassen. Nach dem Neustart gab er dann Schützenhilfe für seine jungen Kollegen und beendete das Rennen als Fünfter.

Ergebnisse 8. Lauf in Zandvoort (10 Runden nach Abruch 24. Runde):

1. Mattias Ekström (Schweden) Audi A4 16:16,858 Min.
2. Martin Tomczyk (Rosenheim) Audi A4 0,805 Sek. zurück
3. Cristijan Albers (Niederlande) AMG-Mercedes C-Klasse 1,440 Sek. zurück
4. Garry Paffett (Großbritannien) AMG-Mercedes C-Klasse 2,757 Sek. zurück
5. Bernd Schneider (St. Ingbert) AMG-Mercedes C-Klasse 4,498 Sek. zurück
6. Tom Kristensen (Dänemark) Audi A4 4,981 Sek. zurück
7. Emanuele Pirro (Italien) Audi A4 8,022 Sek. zurück
8. Manuel Reuter (Mainz) Opel Vectra 8,817 Sek. zurück
9. Frank Biela (Monte Carlo) Audi A4 15,121 Sek. zurück
10. Marcel Fässler (Schweiz) Opel Vectra 17,537 Sek. zurück

Achtung: Wegen Unfall in der 24. Runde kommen nur die 10 Runden nach dem Neustart in die Wertung.

Gesamtstand nach 8 von 10 Rennen

1. Mattias Ekström (Schweden) 61 Punkte
2. Cristijan Albers (Niederlande) 48 Punkte
3. Garry Paffett (Großbritannien) 45 Punkte
4. Martin Tomczyk (Rosenheim) 31 Punkte
5. Tom Kristensen (Dänemark) 30 Punkte
6. Bernd Schneider (St. Ingbert) 26 Punkte
7. Jean Alesi (Frankreich) 14 Punkte
8. Timo Scheider (Braubach) 13 Punkte
9. Laurent Aiello (Frankreich) 12 Punkte
10. Manuel Reuter (Mainz) 9 Punkte

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