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DTM Zandvoort

Kontroverse um die Strafe für Scheider

Timo Scheider, Audi Sport Team Abt Sportsline Foto: Wolfgang Wilhelm 35 Bilder

Audi-Pilot Timo Scheider und sein Markenkollege Alexandre Prémat bekamen in Zandvoort ihre Punkte aberkannt, weil sie zu spät zum Wiegen erschienen. Scheider ist immer noch sauer und will in Oschersleben noch mal mit dem DMSB diskutieren.

29.07.2009

Scheider traf es mit einem Punkt, den er für Platz acht holte, zwar nicht ganz so hart wie Prémat, der den vierten Platz belegte, aber trotzdem regt er sich über das Urteil der Sportkommissare auf. Ein Punkt kann im Meisterschaftskampf schließlich entscheidend sein.

"Wenn mich das nicht wurmen würde, wäre ich falsch im Motorsport", erklärte er seinen Wut. "Das Strafmaß ist viel zu hart und überzogen. Das macht mich extrem sauer. Das ist die höchste Strafe, die man einem Fahrer verhängen kann. Und das für ein Vergehen, das weder einen Vorteil oder Nachteil für andere Teilnehmer des Rennens ist."
 
"Man kann darüber streiten, was zu spät bedeutet"
 
Zwar erfüllte Scheider die Gewichtsbestimmungen und hat sich dadurch keinen Vorteil verschafft, allerdings kam er erst rund eine halbe Stunde nach Rennende zum Wiegen. "Man kann darüber streiten, was zu spät bedeutet", meint Scheider. "Es gibt keine Definition im Reglement, die besagt, was der Zeitraum nach dem Eintreffen des Autos bis zum Wiegen ist oder sein soll. Ist es sofort oder gleich oder bald nach dem Aussteigen aus dem Auto? Nachdem ich einige Interviews gegeben habe, nachdem ich ohnehin schon in die Box geschleppt worden bin, habe ich mich auf den Weg gemacht."
 
Beim Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) sieht man das allerdings etwas anders. Im Reglement steht, dass der Fahrer "sofort" nach Ende des Rennens zum Wiegen erscheinen muss. "Das bedeutet ohne schuldhaftes Zögern", erklärt Michael Kramp, Pressesprecher des DMSB. "Wenn er sofort nach dem Eintreffen an der Box zum Wiegen gegangen wäre, dann hätte das 'sofort' bedeutet." Nach dem Überfahren der Kontaktlinie in der Boxengasse waren es aber 24 Minuten bis Scheider zum Wiegen kam. Die sieben Minuten, die Scheider nach Rennende brauchte, um in die Box geschleppt zu werden, waren für die Entscheidung nicht relevant.
 
Wiegen hat laut DMSB oberste Priorität
 
Scheider begründet seine Verspätung auch damit, es als seine Pflicht angesehen zu haben, den Journalisten noch Interviews zu geben. Für den DMSB zählt das allerdings nicht. Denn: "In dieser Situation hat das Wiegen Priorität", erklärt Kramp.

Audi hätte zwar Berufung einlegen können, hat dies aber nicht getan. "Audi hat als Bewerber gesagt, wir legen keine Berufung ein. Da musste ich klein beigeben und sagen, ok, sie werden wissen warum das so ist und das wird richtig sein", schildert Scheider die Situation kurz nach dem Rennen. "Im Verlauf der letzten Woche habe ich mich mehr und mehr mit dem Thema beschäftigt und würde darauf plädieren, Berufung einzulegen."

Bisher gibt es kein Rennergebnis für Zandvoort, da Audi unter Verdacht steht, verbotene Stallregie angewendet zu haben. Das offizielle Ergebnis wird erst am Freitag (31.7.) in Oschersleben verkündet. Scheider sieht das als Chance, denn er könne schließlich nicht aus einem Rennen genommen werden, für das es noch kein offizielles Ergebnis gibt. "Ich habe den DMSB gefragt, ob ich nach der Verkündung des offiziellen Ergebnis am Freitag noch mal eine halbe Stunde Zeit habe, um Berufung gegen meine Entscheidung einzulegen oder nicht. Da war mal große Stille angesagt. Es gibt da vielleicht noch Situationen und Möglichkeiten, über die man am Freitag diskutieren muss."

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