Die DTM entwickelt sich zur Sparmeisterschaft. Mit Einheitsmotor und vielen Gleichbauteilen hat sich die populäre Tourenwagenserie schon seit Jahren als effiziente Werbeplattform für die beiden beteiligten Marken Mercedes und Audi etabliert. Auch die Strategie das Teilnehmerfeld mit Autos aus der Vorsaison aufzufüllen hat sich bewährt.
In Zukunft wird die Trennung zwischen Neu- und Jahreswagen aber wohl hinfällig. "Wir haben schon länger die Absicht, mit den gleichen Autos noch eine Saison zu fahren", erklärt Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Am Norisring hat man gesehen, dass wir keine neuen Autos bauen müssen, um guten Sport abzuliefern."
Einfrier-Zeitpunkt noch in dieser Saison
Auch wenn die Serie "schon sehr gut unterwegs" sei, was die Kosteneffizienz betrifft, so soll noch in dieser Saison der nächste große Schritt kommen. "Wir besprechen gerade noch die Details. Irgendwann wird es aber einen Zeitpunkt des Einfrierens geben, ab dem nichts mehr gehen wird."
Dann müssen die Piloten mit dem gleich Material in der nächsten Saison weiterfahren, mit dem sie diese Saison beendet haben. "Es wird nur minimale Zonen geben, die eine Weiterentwicklung zulassen", erklärt Haug.
DTM weiterhin gut aufgestellt
Momentan sei die Meisterschaft sehr gut aufgestellt. Am Norisring lieferten sich gleich mehrere Autos einen packenden Kampf um den Rennsieg. Über das Wochenende saßen rund 2,5 Millionen Livezuschauer vor den TV-Geräten. "Das sind 30 Prozent der Formel 1-Quote", freut sich der Mercedes-Rennleiter. "Ich denke das ist aller Ehren wert."
Bei fünf Piloten innerhalb von drei Punkten ist die Meisterschaft vor dem vierten Saisonrennen in Zandvoort sehr ausgeglichen. Mit Norisring-Sieger Jamie Green spielt sogar ein Jahreswagenpilot im Konzert der Meisterschaftsaspiranten mit. "Die Jahreswagen sind vom Gewicht her richtig eingestuft", analysiert Haug. Die Kritik, dass Green vor der Saison zurückversetzt wurde, greife deshalb nicht.





