Gary Paffett stieg nach zahlreichen Junioren-Kart-Titeln 1997 als 16-Jähriger in die britische Formel Vauxhall Junior ein, die er direkt zweimal in Folge für sich entscheiden konnte. Im Dezember 1999 wurde der Brite mit dem prestigeträchtigen "McLaren Autosport BRDC Young Driver of the Year Award" ausgezeichnet worden, die mit einer Testfahrt im McLaren Mercedes ein Jahr später verbunden war.
Seitdem hat Gary das Team immer wieder bei der Testarbeit und beim Formel-1-Simulationsprogramm unterstützt.2002 feierte der Mercedes-Junior mit dem Gewinn der deutschen Formel 3-Meisterschaft den ersten großen Titel, der zum Sprungbrett in die DTM werden sollte.
Paffett seit 2003 bei Mercedes in der DTM
Seit 2003 führt Gary Paffett für Mercedes-Benz in der höchsten deutschen Tourenwagenklasse. Bereits in seiner ersten Saison für das Team Rosberg ließ der Engländer immer wieder sein Talent aufblitzen und sammelte vier Punkte in der Meisterschaft. Das brachte ihm im Folgejahr einen Platz im HWA-Werksteam ein. Mit verbessertem Material schaffte der Brite beim Saisonauftakt 2004 in Hockenheim direkt den ersten DTM-Sieg, dem im Laufe der Saison noch drei weitere folgen sollten. Am Ende musste er sich nur Mattias Ekström geschlagen geben.
2005 klappte es dann aber schließlich doch noch mit dem Titel in der DTM. Mit fünf Saisonsiegen hatte der Vater von zwei Söhnen dieses Mal die Nase vor seinem schwedischen Widersacher. Nach 30 Rennen in der DTM war 2006 allerdings erst einmal Schluss. Paffett zog es in die Formel 1 und erhoffte sich den Einstieg über den Testfahrer-Job bei McLaren-Mercedes.
Paffett kehrt 2007 in die DTM zurück
Doch leider wurde in der Königsklasse kein Cockpit für den Briten frei und Paffett kehrte 2007 nach einem Jahr Pause wieder zurück in die DTM. Da bei seinem Entschluss zum Comeback bereits alle vier Werkscockpits besetzt waren, musste Paffet mit einem Vorjahresmodell des Teams Persson Vorlieb nehmen. Mit 20,5 Punkten wurde er hinter Markenkollege Paul di Resta immerhin zweitbester Pilot in der Vorjahreswagen-Wertung.
Sein schottischer Mercedes-Kollege war es auch, der ihm nach dem Häkkinen-Rücktritt vor der Saison 2008 das einzig freie Werksauto vor der Nase wegschnappte. Mit nur vier Punkteplätzen konnte Paffett zwar die Vorjahreswertung für sich entscheiden, echte Highlights blieben für den ehemaligen Champion allerdings aus.
Paffett zwei Mal in Folge Vizemeister
Nach dem Abschied von Bernd Schneider saß der Brite 2009 aber wieder in einem konkurrenzfähigen Auto und zeigte, dass man ihn noch lange nicht abschreiben darf. Der Familienvater kämpfte bis zum Ende der Saison um die Meisterschaft und belegte schließlich den zweiten Rang. Auch 2010 musste sich Gary Paffett wieder mit dem "Vize-Titel" zufrieden geben. Nach Timo Scheider trennte ihn nun Markenkollege Paul di Resta von der zweiten Meisterschaft.



