Martin Tomczyk war nicht nur in der DTM ein Frühstarter. Mit zehn Jahren feierte der Bayer erste Erfolge im Kart, mit 17 gab es 1998 den zweiten Platz im ADAC-Formel Junior Cup. Nach nur einer Saison in der Formel 3 wagte Tomczyk 2001 schließlich den Sprung in die DTM.
Im Audi TT musste sich der Sohn von ADAC-Sportpräsident Herrmann Tomczyk zunächst mit Plätzen jenseits der Top Ten zufrieden geben. Erst 2004 gelang mit dem neuen A4 und Rang fünf im Endklassement das erste Ausrufezeichen. 2006 setzte er den Aufwärtstrend mit einem vierten Platz in der Fahrerwertung und seinem ersten Rennsieg in Barcelona fort.
Tomczyk kämpft 2007 um den DTM-Titel
2007 lief es sogar noch ein Stück besser. Lange Zeit konnte der Bayer um den Titel kämpfen, am Ende musste er aber Mattias Ekström und Bruno Spengler vorbeiziehen lassen. Quasi als Trostpreis gab es für den fairen Sportsmann am Ende der Saison die Ehrung zum ADAC Motorsportler des Jahres.
2008 beendete Tomczyk die Saison mit einem zweiten Platz als bestes Ergebnis nur als Siebter, 2009 verbesserte er sich auf den sechsten Gesamtrang und holte am Nürburgring immerhin einen Sieg. 2010 ging es wieder etwas abwärts. Mit viel Pech zu Saisonbeginn kam der Franke am Ende nicht über Gesamtrang acht hinaus.
Tomczyk wird 2011 Meister im Audi-Jahreswagen
Das ganze Pech der Saison 2010 sollte sich ein Jahr später in Glück umwandeln. Vor der Saison vom Abt-Werksteam ins Phoenix-Kundenteam abgestiegen geigte Tomczyk mit dem Jahrenswagen von Saisonbeginn an richtig auf. In den zehn Rennen landete der Audi-Pilot drei Siege und stand acht Mal auf dem Podium. Der Lohn für die Konstanz war am Ende der überlegene Titelgewinn.
Die Degradierung vor der Saison blieb aber nicht ohne Spuren. Überraschend verließ Tomczyk seinen langjährigen Arbeitgeber Audi nach der Saison und wechselte zu BMW. Bei den Münchnern wird es schwer werden, den Titel zu verteidigen. Tomczyk soll dem Hersteller im ersten DTM-Jahr auf die Beine helfen.
Tomczyk privat
Tomczyk lebt auch als DTM-Star weiterhin in seiner Heimatstadt Rosenheim und pflegt einige nicht ganz alltägliche Hobbys. Ferngesteuerte Miniatur-Rennboote auf den Seen des Umlandes oder eine Sammlung lebensgroßer Kino-Ikonen wie Spiderman gehören ebenso zu Martin Tomczyk wie etwas gewöhnlichere Poker-Abende im Kreis von Freunden. Seit 2008 ist er mit der Schweizer Rennfahrerin und Moderatorin Christina Surer liiert.
Dass das Auto nicht sein einziges Fortbewegungsmittel ist und es auch nicht immer um Geschwindigkeit geht, lebt der Motorrad-Fan mit seiner Harley vor. Gemütliches Cruisen ist der bevorzugte Modus, in dem Tomczyk das individuell lackierte Kult-Zweirad am liebsten bewegt.
(Stand: 04/2012)



