Nach drei Jahren in der Deutschen Formel 3 stieg Timo Scheider bereits 2000 in die DTM ein. In seinen ersten fünf Jahren mit Opel kam der Lahnsteiner allerdings nicht über den achten Gesamtrang hinaus. Nach einem Jahr DTM-Pause kehrte Scheider 2006 beim Audi-Team Rosberg in die Deutsche Tourenwagenserie zurück.
Timo Scheider feierte 2008 den ersten DTM-Titel
Mit einem Vorjahresmodell kam der Wahlösterreicher immerhin auf einen respektablen zehnten Gesamtrang in der Meisterschaft. Das Talent erkannte auch Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich und setzte Scheider 2007 in ein A4-Cockpit des Werksteams. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten kam der Audi-Pilot in der zweiten Saisonhälfte immer besser in Schuss. 2008 folgte dann der ganz große Durchbruch. Die ersten drei Siege bescherten Timo Scheider am Ende auch den Titel.
Ausschlaggebend für den Erfolg war vor allem eine neugewonnene mentale Stärke. Fast jeden Tag führt es Timo Scheider von seiner Wahlheimat im Österreichischen Lochau am Bodensee in die nahe gelegenen Berge, um abzuschalten. Mit Hilfe eines Mental- und Fitnesstrainers fand Scheider vor der Saison 2008 zu einem neuen Selbstbewusstsein. Das stärkte er nach dem Titelgewinn in der folgenden Saison 2009 erneut.
Doch 2010 konnte er seine Erfolgsserie nicht ganz fortsetzen. Zusammen mit dem Rest der Audi-Mannschaft blieb Scheider chancenlos gegen die Übermacht der Mercedes-Armada. Hinter Paul di Resta, Gary Paffett und Bruno Spengler wurde der Doppel-Champion aber immerhin als bester A4-Pilot vierter in der Meisterschaft.
(Stand: 2/2011)



