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Kritik an Performance-Gewichten

Taktikspiele mit den Zusatz-Kilos

Pascal Wehrlein - Mercedes - DTM - Moskau - 1. Rennen - Samstag - 29.08.2015 Foto: Mercedes 14 Bilder

Auf dem Moscow Raceway sorgten zuletzt wieder einmal die Performance-Gewichte für Gesprächsstoff in der DTM. Jamie Green verzichtete freiwillig auf ein Podium, um eine Zuladung zu verhindern. Das ist nicht im Sinne des Erfinders.

10.09.2015 Arno Wester

Positiv ist sicher, dass durch den Ein- und Ausbau von Extra-Kilos alle Hersteller in der Lage sind, Rennen zu gewinnen. Audi (7 Siege), Mercedes-Benz (3) und BMW (2) profitierten bisher mehr oder weniger von der umstrittenen Regelung, die auch dafür sorgte, dass inzwischen 8 Piloten in den 12 Rennen erfolgreich waren. Nur die beiden Audi-Fahrer Jamie Green (3 Erfolge) und Mattias Ekström (2) sowie Mercedes-Pilot Pascal Wehrlein (2) schafften bisher mehr als einen Laufsieg.

Was allerdings nicht im Sinne des Erfinders ist, sind taktische Spielereien, wie sie im ersten Moskau-Rennen von Audi (allerdings legal) praktiziert wurden. Jamie Green ließ sich kurz vor Rennende von einem Podestplatz (P3) auf P4 zurückfallen, damit sein RS5 in Oschersleben 2,5 Kilogramm leichter sein darf.

Schöner Nebeneffekt: Das Auto seines in der Tabelle führenden Markenkollegen Mattias Ekström darf dadurch 5 kg weniger wiegen. Und: Der Silberpfeil von seinem härtesten Widersachers in der Meisterschaft, Pascal Wehrlein, muss sogar 5 kg schwerer sein!

Neue Regelung für Performance Gewichte für 2016

DTM-Chef Hans Werner Aufrecht versprach auf unsere Anfrage, dass das Verteilungssystem für die kommende Saison definitiv geändert werde: "Ein Fehler war sicher, die Performance- Gewichte nach jeder Veranstaltung und nicht nach jedem Rennen zu ändern."

Dann hätte BMW nämlich in Zandvoort mit den leichtesten Autos im Feld nach dem historischen Siebenfach-Triumph tags darauf wohl kaum noch einen Fünffach-Erfolg gefeiert.

Was allerdings immer wieder auffällt, ist die große Ausgeglichen- und damit auch Chancengleichheit. So lagen beispielsweise im zweiten Qualifying auf dem 3,931 km langen Moscow Raceway die Top 7 und damit Fahrer aller 3 Hersteller innerhalb von nur 92 Tausendstelsekunden!

Samstag-Sieger Pascal Wehrlein fehlten am Sonntag auf Startplatz 11 weniger als zwei Zehntelsekunden zur Pole-Zeit von Audi-Pilot Mike Rockenfeller. Und das trotz eines Gewichtsunterschiedes von bis zu 32,5 kg zwischen den leichtesten BMW und den schwersten Audi. Dank der Moskau-Taktik der Audianer wird sich daran auch bei den Läufen 13 und 14 am kommenden Wochenende in Oschersleben nichts ändern.

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