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Marco Wittmann holt im 8. Rennen die Meisterschaft

Im Rekordtempo zum DTM-Champion

09/2014 - DTM Lausitzring, Rennen, aumospo0914 Foto: DTM 6 Bilder

24 Jahre jung und abgebrüht wie ein alter Hase: Der DTM-Champion 2014 heißt Marco Wittmann. Beim achten Saisonlauf auf dem Lausitzring fuhr der BMW-Pilot als Sechster über die Ziellinie und ist damit für seine Verfolger im Titelkampf uneinholbar.

14.09.2014

"Das ist sensationell, einfach unglaublich. Das war ein schwieriges Rennen, ich musste mich aus allen Rangeleien heraushalten. Die Emotionen muss ich erst noch verarbeiten", jubelte der Fürther über den größten Erfolg seiner bisherigen Motorsportkarriere.

Ehrgeiziger Kämpfertyp, sportlicher Überflieger oder bodenständiger Junge von nebenan – der neue Champion der DTM lässt sich nicht so einfach in eine Schublade stecken. Wer Marco Wittmann kennt, der weiß: Der Motorsportler aus Fürth tut alles für den Erfolg auf der Rennstrecke, bleibt aber stets mit beiden Füßen fest im Leben stehen. Seine Kraft schöpft der 24-Jährige aus seiner Familie, die den Ruhepol im hektischen Leben als DTM-Star bildet.

Der Weg zum Titel

Wittmann fuhr in der Saison 2014 von Erfolg zu Erfolg und baute kontinuierlich seine Führung in der Tabelle aus. Wurde er auf den möglichen Titelgewinn angesprochen, so lautete seine Antwort stets: "Es ist noch zu früh, um darüber zu sprechen. Ich denke von Rennen zu Rennen."

Die Herangehensweise stellte sich letztendlich als goldrichtig heraus und unterstrich nicht zuletzt die Nervenstärke des aufstrebenden DTM-Stars. Zu den größten Fans von Marco Wittmann gehört Jens Marquardt. "Marco hat sich über die Saison nicht aus der Ruhe bringen lassen und hat immer 100 Prozent gegeben", sagte der BMW Motorsport Direktor voller Stolz.

Den Grundstein für den Titelgewinn legte Marco Wittmann beim Saisonauftakt in Hockenheim, wo er mit 13 Sekunden Vorsprung sein erstes DTM-Rennen gewann. In Budapest, Spielberg und auf dem Nürburgring stand er ebenfalls ganz oben auf dem Treppchen. Selten zuvor drückte ein junger Rennfahrer der DTM so seinen Stempel auf wie Marco Wittmann.

Für die Glanzleistung in der Saison 2014 zollten ihm auch die Routiniers großen Respekt. "Marco mag vielleicht ein wenig schüchtern sein, dafür weiß er aber genau, wann er an seinem BMW welches Pedal drücken muss", lautete die Beschreibung des 2013er Champions Mike Rockenfeller (Audi). Mercedes-Benz-Pilot Gary Paffett fügte hinzu: "Er ist ein wirklich netter Typ. Seine Leistung über das ganze Jahr hinweg war einfach beeindruckend."

Die Anfänge des Champions

Jeder fängt mal klein an, was für Marco Wittmann in besonderer Weise galt. In seinen ersten Jahren im Kartsport war das Nachwuchstalent meist der Winzling im Starterfeld. Sein Vater Herbert erinnert sich immer wieder gern zurück an die Anfangszeit. "Unser Marco war so klein, dass er mit seinen Füßen nicht an die Pedale kam. Damit er trotzdem fahren konnte, haben wir ihm Klötze unter die Füße geschnallt", blickt der Fürther zurück.

"Am Anfang wurde er noch belächelt, doch schon bald ärgerte er die älteren und vor allem größeren Gegner regelmäßig." Über die Formel BMW und die Formel 3 Euroserie gelang Wittmann 2012 schließlich der Sprung in die DTM - wenn auch zunächst nur als offizieller Testfahrer für BMW. 2013 bestritt Wittmann für die Münchener seine Debütsaison in der populärsten internationalen Tourenwagenserie.

Marco Wittmann der Familienmensch

Sowohl Vater Herbert Wittmann als auch Mutter Angelika und Bruder Nico sind bei jedem DTM-Rennen mit vor Ort. Die Eltern des neuen DTM-Champions übernachten in ihrem Wohnmobil im Fahrerlager und damit stets in direkter Nähe zu ihrem Sohn. "Ein Rennwochenende ist für mich immer sehr stressig", erklärt Marco Wittmann. "Viel Zeit für meine Familie habe ich da nicht. Trotzdem ist es ein sehr schönes Gefühl, zu wissen, dass sie da sind."

Wenn es der enge Terminplan zulässt, dann hilft der gelernte Karosserie-Mechaniker in der elterlichen Kfz-Werkstatt aus. Das Ausbeulen von Blechschäden, das Reparieren von Autos oder organisatorische Aufgaben im Familienbetrieb bilden den Kontrast zur Motorsportwelt, in der der BMW-Pilot im Rampenlicht steht. Profirennfahrer und Familienmensch - für Marco Wittmann kein Widerspruch.

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