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Martin Tomczyk

"In Barcelona wird nicht braver gefahren"

Martin Tomczyk Foto: Audi 30 Bilder

In den vergangenen Rennen hat die DTM vor allem durch Kollisionen und Streit zwischen den Herstellern Schlagzeilen gemacht. Audi-Pilot Martin Tomczyk erwartet, dass es in den letzten drei Rennen noch härter auf der Strecke zugeht.

16.09.2009 Tobias Grüner

Martin Tomczyk hat einen Lauf. In den letzten vier Rennen konnte kein anderer Pilot in der DTM so viele Punkte sammeln wie der Rosenheimer. "Wenn man aber nach den ersten drei Läufen mit null Punkten dasteht und die Spitze davonzieht ist das ein hartes Brot", relativiert Tomczyk seine Freude über die jüngsten Erfolge.

In Brands Hatch ließ der Teamplayer sogar Timo Scheider absichtlich passieren, um dessen Meisterschaftschancen zu verbessern. "Das war meine eigene Entscheidung", erklärte der Audi-Pilot. "Deshalb habe ich es auch gleich zugegeben." Die Sportkommissare sprachen keine Strafe wegen Stallorder aus, weil von der Boxenmauer kein Befehl zum Platzwechsel kam. Ob die Fans den Unterschied genauso sehen ist allerdings zweifelhaft.

Kampf um Platz drei

"Der Ziel ist der Titel für Audi", rechtfertigt Tomczyk das Manöver. "Natürlich wäre Zweiter schöner als Dritter für mich gewesen." Seine eigenen Ambitionen in der Meisterschaft beschränken sich auf Rang drei. "Da boxe ich mich momentan mit drei Mercedes-Fahrern." Gary Paffett, Paul Di Resta und Bruno Spengler seien Top-Fahrer. Paffett und Di Resta besitzen auch noch gute Chancen, Timo Scheider und Mattias Ekström an der Spitze der Gesamtwertung einzuholen.

Mit Konkurrent Spengler ist Tomczyk in Brands Hatch aneinandergeraten. Nach dem Rennen wurden Vorwürfe an den Audi-Piloten laut, er habe Spengler den Reifen plattgefahren. "Das hat die Mercedes-Führungsspitze behauptet. Spengler selbst sagt das nicht. Wenn die sich noch nicht einmal einig sind, sehe ich keinen Grund das zu kommentieren."

Harter Meisterschaftsendspurt

In den vergangenen Rennen gab es bei beiden Teams einige Blechschäden zu beklagen. Die Gangart war ruppig. Nach Einschätzung von Tomczyk wird auch in Zukunft aggressiv weitergefahren. "Die letzten drei Rennen der Saison sind immer die härtesten. Da wird nichts geschenkt. Es wird sicher nicht braver gefahren. Wenn die Meisterschaft Spitz auf Knopf steht, merkt man, dass die Härte zunimmt."

Tomczyk fordert, dass es trotz der gebotenen Härte fair zugeht. "Ich erinnere mich ungern an ein Rennen in Barcelona." Vor zwei Jahren zog Audi alle Autos noch vor der Zieldurchfahrt zurück, um ein Zeichen gegen die aus Ingolstädter Sicht unfaire Fahrweise der Mercedes-Konkurrenz zu setzen. Es gibt aber auch schöne Erinnerungen an die Katalanen-Metropole: 2006 feierte er hier seinen ersten DTM-Sieg. Dabei kennt der Bayer die Strecke schon deutlich länger: "Ich bin hier schon 1999 in der ADAC Meisterschaft gefahren, als ich den Titel gewonnen habe."

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