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Motorschäden bei Audi

Motor-Strafe trifft Unbeteiligten

Adrien Tambay - Lausitzring 2015 Foto: Audi 22 Bilder

Nach dem DTM-Auftakt in Hockenheim wurden an den Autos von Jamie Green und Mattias Ekström Motorschäden festgestellt. Die fällige Strafe am Lausitzring musste jedoch ein anderer Pilot absitzen. Wir sorgen für Aufklärung einer kuriosen Regel.

03.06.2015 Arno Wester

Weil jedem DTM-Hersteller pro Saison aus Kostengründen ein Kontingent von nur neun Triebwerken für seine jeweils acht Autos zur Verfügung steht, wird jede weitere Reparatur oder der Wechsel eines Motors reglementbedingt bestraft.

Will heißen: Für den zweiten nach Hockenheim ausgetauschten Motor, also den insgesamt zehnten, musste Audi büßen: Rückversetzung auf den letzten Startplatz beim darauf folgenden Event. So weit, so gut.

Teams können sich Fahrer für Motor-Strafe aussuchen

Dass sich der betroffene Hersteller aber aussuchen kann, welcher Fahrer diese Strafe ableistet, verstehen nicht einmal Insider im Fahrerlager. Dazu stellte Audi-Sport-Kommunikationschef Jürgen Pippig allerdings klar: "Wer die Strafe erhält, dürfen wir uns nicht aussuchen. Wir können lediglich die Motoren rollieren."

Auch das versteht niemand! Fakt ist, und da beißt die Maus keinen Faden ab, dass nicht etwa Jamie Green oder Mattias Ekström, bei deren RS5 die Schäden nach dem Auftakt in Hockenheim diagnostiziert wurden, beim ersten Rennen in der Lausitz vom letzten Startplatz die Wettfahrt aufnehmen mussten, sondern deren Markenkollege Adrien Tambay. Und an dessen Audi RS5 gab es in Hockenheim kein technisches Problem.

Was also hat Audi Sport veranlasst, den Franzosen für etwas büßen zu lassen, was nichts mit seinem Auto zu tun hatte? "Adrien war einer von drei Fahrern, die nach Hockenheim null Punkte auf ihrem Konto hatten. Und es ist klar, dass wir den Ersatzmotor nicht dem Meisterschaftsführenden geben", versuchte Audis DTM-Leiter Dieter Gass die umstrittene Entscheidung zu erklären.

Tambay nach Strafe wieder ohne Punkte

Gass gab allerdings zu, dass sich die Begeisterung von Tambay "in Grenzen gehalten hat". Es könnte allerdings auch eine erzieherische Maßnahme seitens Audi Sport gewesen sein, denn Tambay war im ersten Hockenheim-Rennen mit Abt-Teamkollege Mattias Ekström aneinandergeraten. Folge: ein Reifenschaden am RS5 des Schweden, der deshalb keine Chance auf einen Platz in den Punkterängen hatte. Dazu meinte Pippig: "Das ist Spekulation."

Für Tambay gab es auch in der Lausitz keine Meisterschaftszähler. Als Letzter gestartet, konnte sich der Abt-Pilot aber immerhin um acht Plätze auf Rang 16 nach vorne kämpfen. Auch das unterstrich die Überlegenheit des Audi RS5.

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